Bitcoin-Hash-Rate-Futures kommen 2020 – erwartet uns ein neuer Mining-Boom?

Bitcoin-Hash-Rate-Futures kommen 2020 – neuer Mining-Boom?
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Mining-Unternehmen können von einem wachsenden Markt für Bitcoin-Derivate profitieren, um ihre energieintensiven Aktivitäten zu finanzieren. Im Jahr 2019 bleibt die Abbauaktivität trotz Preisschwankungen auf historischen Höchstständen.

Bitcoin-Mining wurde zum Big Business

Auch 2019 war das Mining ein großes Geschäft, wobei wieder große Pools und ASIC-Produzenten im Mittelpunkt stehen. Canaan Mining gelang es sogar, seinen Börsengang an der NASDAQ zu starten und Aktien über eine börsennotierte Mantelgesellschaft zu verkaufen.

Aber jetzt könnte ein spezielles Produkt für Miner geschaffen werden, um sich direkt gegen die schwankende Bitcoin-Hashrate in den kommenden Monaten abzusichern, berichtet Reuters. Kleinere Mining-Pools sind sehr anfällig für Schwankungen der Hash-Rate, da große Pools mehr als die Hälfte der Bitcoinblöcke einnehmen.

Größere Betreiber können sich zudem leistungsfähigere ASICs leisten oder einfach mehr Maschinen mit billiger Wasserkraft betreiben.

„Der Trend bei der Hashhrate ist nach oben gerichtet. Wenn die Miner die Produktion nicht erhöhen, erhalten sie weniger Bitcoin mit der gleichen Leistung“, so Michel Rauchs, Autor einer Mining-Studie der Universität Cambridge.

„Mit Hash-Rate-Derivaten kann man Risiken einpreisen.“

Eine hohe Hash-Rate bedeutet mehr Wettbewerb und erschwerte Abbaubedingungen. Die Hash-Rate ist keine Konstante, und die Schwierigkeit, alle 2016er-Blöcke neu einzustellen, verändert das Potenzial, BTC-Belohnungen zu erhalten.

Die Hash-Rate des Bitcoin-Netzwerks ist in den letzten Wochen stark geschwankt und bewegte sich zwischen einem Tief von 74 Trillionen Hashes pro Sekunde und einem Normalbereich von fast 100 Trillionen Hashes. Während dieser Zeit stieg die Schwierigkeit einmal stark an, dann nahm sie wieder leicht ab.

Es gibt bereits Derivate auf Hash-Rate-Basis

Derivate, die auf Informationen über die Bitcoin-Hash-Rate basieren, werden bereits von der DAG Global angeboten, einem in London ansässigen Krypto-Startup, das behauptet, eine Kryptowährungs-Handelsbank zu sein.

„Da sich die Hash-Rate ändert, kann man sehr schnell von der Rentabilität zum Geldverlust übergehen“, erklärt Robert Andersen, der die Digital-Asset-Sales der DAG leitet. „Der Vertrag versichert dich dagegen. Es ist wie eine Versicherung, und dafür zahlt man eine Prämie.“

Die Mining-Rentabilität hängt auch stark vom Spotpreis der Bitcoins ab. Miner versuchen in der Regel, einen Teil der verdienten BTC zu verkaufen, um ihren Betrieb zu finanzieren. 

Derivate- und Terminmärkte bieten eine Möglichkeit, sich gegen das Preisrisiko abzusichern. Ein weiteres Unternehmen, GSR, bereitet ebenfalls ein Produkt auf Basis des Hash-Rate-Risikos vor, betrachtet den Markt jedoch als im Entstehen begriffen und könnte die Einführung um Monate verzögern.

Mining-Unternehmen mit leicht höheren Stromkosten müssen möglicherweise vorsichtig mit ihren Break-even-Preisen sein. Für chinesische Bitcoin-Mining-Farmen hat die Wasserkraft Perioden mit sehr niedrigen Preisen und erreicht auch bei niedrigeren BTC-Bewertungen den Break Even. 

Das Bitcoin-Netzwerk verbraucht jährlich mehr als 73,12 TWh, etwas mehr als die Wirtschaft Österreichs. Etwa 50% dieser Energie fließt in vier der größten Mining-Pools.

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