Versagt das Bitcoin Stock-to-Flow Modell?

Der selbsternannte Bitcoin-Maximalist Rob Wolfram hat den BTC-Preis mit dem Stock-to-Flow-Modell verglichen. In der Grafik unten erklärt der IT-Sicherheitsexperte, dass der dunkelblaue Bereich eine Standardabweichung vom vorhergesagten Preis nach dem S2F-Modell darstellt. Gleichzeitig deckt der hellblaue Bereich zwei Standardabweichungen vom erwarteten Preis ab.

S2F Bitcoin (BTC) - 20.06.22 - coin-update.de Groß

Chart: s2f-hamal

Im Zuge der jüngsten rückläufigen Kursentwicklung sank Bitcoin jedoch am 18. Juni bis auf 17.600 $ und durchbrach zum ersten Mal den hellblauen Bereich der unteren Grenze, was die Gültigkeit des S2F-Modells in Frage stellt.

Was ist das Bitcoin Stock-to-Flow Modell?

Das S2F-Modell wurde im März 2019 von dem anonymen Twitter-Account @100trillionUSD, auch bekannt als Plan B, erstellt. Das Modell nutzt ein bestehendes Stock-to-Flow-Modell, das ursprünglich für die Verwendung mit Rohstoffen wie Gold und Palladium formuliert wurde. Das Modell behauptet, dass es möglich ist, den Preis eines Vermögenswerts auf der Grundlage seiner Knappheit im Laufe der Zeit vorherzusagen.

Mit anderen Worten, dieses Modell untersucht die Beziehung zwischen dem Fluss (oder der jährlichen Produktion von Coins) und dem Bestand (oder den Coins im Umlauf). Es sagt voraus, dass der Bitcoin-Preis bis Mitte 2024 100.000 $ und bis Mitte 2025 1.000.000 $ erreichen wird.

Durch das erstmalige Überschreiten der Untergrenze gibt es jedoch einen Hinweis dafür, dass das Modell ungültig ist.

Die Grenzen des Stock-to-Flow-Modells

In der Vergangenheit haben Kritiker auf mehrere Grenzen des Modells hingewiesen. Am wichtigsten ist die Annahme, dass Knappheit oder Angebot die einzige Triebkraft für den Wert ist. Dies lässt andere wesentliche Preistreiber außer Acht, nämlich die Auswirkungen der Nachfrage.

Die vielleicht grundlegendste Preistheorie ist die Beziehung zwischen Nachfrage und Angebot. Wenn das Angebot die Nachfrage übersteigt, werden die Preise fallen. Und wenn die Nachfrage das Angebot übersteigt, werden die Preise steigen.

Das S2F-Modell überspringt jedoch den Einfluss der Nachfrage nach Bitcoin und übersieht dabei unerwartete Ereignisse, wie z. B. einen wirtschaftlichen Zusammenbruch oder eine sogenanntes “Black Swan” Event. Kritiker sagen, dass es dem Modell an wissenschaftlicher Strenge mangelt, da es sich nur auf Knappheit konzentriert und auf einen Datensatz zurückgreift, der nur 13 Jahre umfasst.

Als Reaktion auf die Durchbrechung der unteren Schranke twitterte der Autor und Mining-Analyst Zack Voell, dass Bitcoin nicht tot ist. Aber er fuhr fort, dass das S2F als “Schwindel” entlarvt wurde.

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Textnachweis: Cryptoslate

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