Vanguard sagt, Bitcoin sei eine „unausgereifte Anlageklasse“

Patrik
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Patrik
Marktanalyst & Redakteur

Er macht seit neun Jahren das Fachchinesisch der großen Banken für private Anleger verständlich. Er nimmt komplexe Berichte von Bloomberg und macht daraus klare Analysen zu Bitcoin oder Solana. Sein Fokus liegt auf echtem Hintergrundwissen damit Anleger Marktbewegungen logisch einordnen können.

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Vanguard sagt, Bitcoin sei eine „unausgereifte Anlageklasse“

Vanguard hat beschlossen, seinen Kunden keinen Zugang zu Bitcoin-ETFs zu bieten, weil das Flaggschiff unter den Kryptowährungen eine "unreife Anlageklasse" ist, die nicht mit der Unternehmensphilosophie übereinstimmt, so die Führungskräfte des Unternehmens.

Janel Jackson, Global Head of ETF Capital Markets and Broker and Index Relations bei Vanguard, machte diese Aussage während einer QA-Sitzung, in der sie die Haltung des Investmentunternehmens zu Bitcoin und digitalen Vermögenswerten klarstellte. Jackson sagte dazu:

"Während Krypto als Ware klassifiziert wurde, ist es eine unreife Anlageklasse, die wenig Geschichte, keinen inhärenten wirtschaftlichen Wert und keinen Cashflow hat und in einem Portfolio Chaos verursachen kann."

Keine Pläne für Bitcoin-ETF

Jackson sagte, dass Vanguard in Anbetracht des aktuellen Status von Kryptowährungen als Anlageklasse keinen Bitcoin-ETF oder andere kryptobezogene Produkte auflegen werde.

Sie betonte, dass der Entscheidungsfindungsprozess für die Einführung neuer Anlageprodukte bei Vanguard streng ist und die langfristigen Anlagevorteile und Kundenbedürfnisse in den Vordergrund stellt. Trotz des wachsenden Diskurses über Bitcoin und Kryptowährungen hält Vanguard diese nicht für geeignet, um sie in langfristige Anlageportfolios aufzunehmen.

Andrew Kadjeski, Head of Brokerage & Investments des Unternehmens, betonte, dass die Investorenbasis von Vanguard in erster Linie aus langfristig orientierten Anlegern besteht, die kaufen und halten, und dass die Angebote des Unternehmens die Interessen dieser Kunden widerspiegeln.

Er fügte hinzu, dass trotz der Leichtigkeit, mit der ein vollständiger Zugang zu Kryptoprodukten möglich ist, ein solcher Schritt nicht mit der Mission von Vanguard übereinstimmen würde, den besten langfristigen Interessen seiner Anleger zu dienen.

Sowohl Jackson als auch Kadjeski erinnerten an die Geschichte von Vanguard, kurzfristige Trends zugunsten langfristiger Stabilität aufzugeben. Vanguard hatte sich in den 1990er Jahren von Internetfonds ferngehalten und kürzlich den Zugang zu gehebelten und inversen Fonds und ETFs im Jahr 2019 sowie zu außerbörslich gehandelten Aktien im Jahr 2022 aufgrund des hohen Risikos und Missbrauchspotenzials eingestellt.

Gegenreaktion

Die Haltung von Vanguard gegenüber Bitcoin-ETFs hat in der Anlegergemeinschaft heftige Reaktionen ausgelöst. Die Haltung des Unternehmens, das sich auf traditionelle Anlageklassen wie Aktien, Anleihen und Bargeld konzentriert, hat bei einigen seiner Kunden zu Frustration geführt, insbesondere bei denjenigen, die sich für die Aufnahme von Kryptowährungen in Anlageportfolios einsetzen.

Branchenexperten haben angedeutet, dass Vanguard aufgrund seiner Haltung zu Bitcoin-ETFs an Glaubwürdigkeit und Vermögenswerten verlieren könnte, da es ein Schritt zu sein scheint, der dem aktuellen Markttrend zuwiderläuft, bei dem viele Anleger ein Engagement in digitalen Vermögenswerten suchen.

Andere große Akteure im Bereich der Vermögensverwaltung, wie BlackRock, haben sich für Bitcoin-ETFs entschieden, was eine Divergenz der Strategien innerhalb der Branche verdeutlicht.

Trotz des Widerstands von Vanguard gegen Bitcoin-ETFs glauben einige Analysten, dass das Unternehmen seine Haltung schließlich aufweichen könnte. Die wachsende Popularität digitaler Vermögenswerte und der Druck von Konkurrenten könnten einflussreiche Faktoren für einen solchen möglichen Wandel sein.

Vanguard bleibt jedoch seinem traditionellen Anlageansatz treu und konzentriert sich auf Anlageklassen, die das Unternehmen als grundlegend für den langfristigen Anlageerfolg betrachtet.

 

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Er macht seit neun Jahren das Fachchinesisch der großen Banken für private Anleger verständlich. Er nimmt komplexe Berichte von Bloomberg und macht daraus klare Analysen zu Bitcoin oder Solana. Sein Fokus liegt auf echtem Hintergrundwissen damit Anleger Marktbewegungen logisch einordnen können.