VanEck und 21Shares planen Solana-ETPs: SEC prüft!
- VanEck und 21Shares haben bei der SEC Anträge eingereicht, um Spot Exchange Traded Products (ETPs) auf Solana zu lancieren, die dem Marktpreis von Solana direkt folgen sollen, was zu einem Preiszuwachs von SOL um 8% führte.
- Rechtliche Herausforderungen bestehen weiterhin, da die SEC Solana in einem Rechtsstreit als nicht registriertes Wertpapier betrachtet, was den Genehmigungsprozess des Solana-basierten ETP erschweren könnte; eine Entscheidung wird frühestens um den 15. März 2025 erwartet.
- Klärung der rechtlichen Rahmenbedingungen durch den neu verabschiedeten FIT21 Act könnte die Genehmigungsaussichten für ETPs auf digitale Währungen wie Solana verbessern, indem deutlich wird, welche Vermögenswerte als Rohstoffe und welche als Wertpapiere gelten.
Die jüngsten Anträge von VanEck und 21Shares bei der US-Börsenaufsicht SEC, um Spot Exchange Traded Products (ETPs) auf Solana (SOL) einzuführen, haben bemerkenswerte Aufmerksamkeit erregt. Alex Thorn, Head of Research bei Galaxy Digital, bietet eine detaillierte Analyse dieser Entwicklung, die Solana in den Rahmen regulierter Finanzmärkte einbinden soll, ähnlich den Strukturen, die bereits für Bitcoin und Ethereum existieren.
Die Details der ETP-Anträge
Nach den am 28. Juni 2024 eingereichten Dokumenten zielt der Vorschlag von VanEck darauf ab, über einen Rohstoff-basierten Trust Solana direkt zu halten. Dies ermöglicht es dem ETP, dem Marktpreis von Solana genau zu folgen, im Unterschied zu einigen anderen Krypto-ETPs, die in Staking aktiv sind. Der Markt reagierte positiv auf diese Ankündigung mit einem Preisanstieg von SOL um ungefähr 8%. Doch die Anträge sind noch in einem frühen Stadium, es fehlen detaillierte Strukturangaben wie zum Verwahrer der Währung und den zugelassenen Teilnehmern. Diese werden üblicherweise in späteren Änderungsanträgen hinzugefügt.
Herausforderungen und rechtliche Hürden
VanEck hat noch nicht das erforderliche Formular 19b-4 eingereicht, das den formellen Überprüfungsprozess durch die SEC auslöst. James Seyffart, Analyst bei Bloomberg, weist darauf hin, dass der typische Überprüfungszeitraum bis zu 240 Tage dauern kann, sodass mit einer endgültigen Entscheidung etwa um den 15. März 2025 gerechnet werden könnte.
Ein weiteres Problem stellt die aktuelle Einschätzung der SEC dar, die Solana in einem laufenden Rechtsstreit gegen die Kryptobörse Coinbase als nicht registrierte Wertpapier ansieht. Diese Einstufung könnte den Genehmigungsprozess für ein Solana-basiertes ETP erheblich komplizieren. Alex Thorn von Galaxy Digital kommentierte: „Das aktuelle Vorgehen der SEC gegen Coinbase deutet stark darauf hin, dass eine Genehmigung ohne bedeutende Veränderungen im Vorgehen der SEC eher unwahrscheinlich ist.“
Einfluss neuer Gesetze auf die Krypto-Regulierung
Der kürzlich im US-Repräsentantenhaus verabschiedete FIT21 Act könnte die Landschaft für digitale Währungen erheblich verändern. Dieses Gesetz regelt die Zuständigkeitsgrenzen zwischen der SEC und der Commodity Futures Trading Commission (CFTC), wodurch klargemacht wird, welche digitalen Vermögenswerte als Rohstoffe und welche als Wertpapiere zu betrachten sind. „Diese Art von Klarheit könnte auch die Wahrscheinlichkeit einer Genehmigung von ETPs für digitale Währungen jenseits von Bitcoin und Ether wesentlich verbessern“, so Thorn.
Insgesamt scheint der Weg für Solana ETPs trotz der Bemühungen von Investmentfirmen wie VanEck voller regulatorischer Hindernisse und Ungewissheiten zu sein. Es bleibt abzuwarten, wie sich der kryptowährungsbezogene Rechtsrahmen weiterentwickelt und welche Auswirkungen dies auf die Genehmigungen von ETPs haben wird.