Ripple vs. SEC: Kampf nähert sich dem Höhepunkt
Die langwierige juristische Auseinandersetzung zwischen Ripple Labs Inc. und der US-Börsenaufsichtsbehörde (SEC) nähert sich einem kritischen Punkt, da beide Parteien kurz vor Ablauf der Fristen für die Einreichung ihrer Rechtsmittelunterlagen stehen. Diese Phase des Rechtsstreits markiert einen wichtigen Schritt im Verfahren, der möglicherweise die Weichen für eine mögliche Lösung des Falles stellt.
Rechtsanwalt James K. Filan wies heute in X auf den bevorstehenden Zeitplan hin und nannte die wichtigsten Termine: Der Eröffnungsschriftsatz der SEC ist am 22. März fällig, gefolgt vom Einspruchsschriftsatz von Ripple bis zum 22. April, und den Abschluss bildet der für den 6. Mai vorgesehene Antwortschriftsatz der SEC.
Diese Termine wurden festgelegt, nachdem Ripple im Februar eine einwöchige Fristverlängerung für die Offenlegung von Informationen im Zusammenhang mit Abhilfemaßnahmen gewährt wurde, wodurch sich die Frist vom 12. Februar auf den 20. Februar verlängerte. Diese Verlängerung wurde durch eine Entscheidung der Richterin Sarah Netburn zugunsten der SEC erforderlich, die von dem Unternehmen verlangte, innerhalb eines begrenzten Zeitrahmens eine beträchtliche Menge an Dokumenten zu den XRP-Verkäufen für 2022-2023 vorzulegen.
Darüber hinaus beantragte die SEC, vertreten durch Jorge G. Tenreiro, Ende Februar eine zusätzliche Woche, um der Richterin Analisa Torres Unterlagen zu den Abhilfemaßnahmen vorzulegen. Dieser Antrag zielte darauf ab, ausreichend Zeit für die Überprüfung kürzlich vorgelegter Dokumente und die Fertigstellung des Schriftsatzes zu gewähren, was von Richterin Torres Anfang März genehmigt wurde.
Was ist von der Ripple Vs. SEC Remedies Briefing?
Laut John Deaton, einem Befürworter von XRP, scheint eine Einigung zwischen beiden Parteien im Moment vom Tisch zu sein. In den letzten Wochen hat er offen über den Verlauf des Falles gesprochen und betont, dass es keine Vergleichsgespräche zwischen beiden Parteien gibt.
Deatons Beobachtungen spiegeln eine strenge rechtliche Haltung der SEC wider, die durch ihren Antrag unterstrichen wird, Ripple zu zwingen, seine geprüften Jahresabschlüsse für 2022-2023 zusammen mit Details zu institutionellen Verkäufen nach der Klage zu veröffentlichen, ein Schritt, den Deaton als "verbrannte Erde" interpretiert.
Fred Rispoli, eine weitere Stimme aus der XRP-Community, äußerte sich kürzlich in Bezug auf das beharrliche Vorgehen der SEC optimistisch über eine Deeskalation, räumte jedoch ein, dass sich der Fall immer mehr zuspitzt. Rispolis Äußerungen unterstreichen die Schwere der Forderungen der SEC nach Finanzdokumenten nach Einreichung der Klage und deuten auf einen strategischen Schritt hin, um die aktuelle operative Compliance von Ripple zu überprüfen.
Er spekulierte:
"Letztlich geht es der SEC darum, Ripple an die Gurgel zu gehen, um das institutionelle Geschäft einzuschränken/abzuschalten. Das gesamte Briefing wird sich auf die aktuellen Operationen von Ripple konzentrieren und darauf, wie sie sich von dem unterscheiden, was im MSJ vereitelt wurde. Der Einsatz ist leider immer noch sehr hoch (für Ripple, nicht für XRP)."
Deaton ging auf die potenziellen finanziellen Auswirkungen für Ripple ein und denkt, dass die Geldstrafen "zwischen 10 und 100 Millionen Dollar" liegen könnten - eine Zahl, die deutlich unter den geschätzten 200 Millionen Dollar liegt, die Ripple für seine Rechtsverteidigung ausgegeben hat.
Deaton hofft weiterhin auf eine Unterstützung der Entscheidungen von Richterin Analisa Torres in Bezug auf den Verkauf und den Vertrieb von XRP durch die Berufungsinstanz und sieht die Phase der Rechtsmittel als eine umfassende rechtliche Herausforderung an sich.