Warum das Krypto-Portfolio ETH braucht – Insights von Bitwise
- Diversifizierungsvorteile: Matt Hougan von Bitwise Asset Management erklärt, dass ein diversifiziertes Krypto-Portfolio, das sowohl Bitcoin als auch Ethereum umfasst, flexibler auf zukünftige Entwicklungen reagieren kann. Er empfiehlt eine Allokation von 75 % in Bitcoin und 25 % in Ethereum, um die Unsicherheiten des schnelllebigen Markts abzusichern.
- Unterschiede zwischen Bitcoin und Ethereum: Während Bitcoin hauptsächlich als neue Geldform vorgesehen ist und sich auf die Funktion als robustes Geldsystem konzentriert, bietet Ethereum Plattformen für programmierbares Geld und ermöglicht damit eine Vielfalt an Anwendungen, wie z.B. dezentralisierte Finanzen (DeFi).
- Leistungsvergleich und Strategieentscheidung: Historische Daten zeigen, dass Portfolios, welche Ethereum einschließen, sowohl höhere Renditen als auch niedrigere Drawdowns aufwiesen. Dennoch argumentiert Hougan, dass in bestimmten Kontexten eine ausschließliche Bitcoin-Strategie, vor allem für Anleger mit Fokus auf Makroökonomik und die Zukunft des Geldes, attraktiver sein könnte.
Der Chief Investment Officer von Bitwise Asset Management, Matt Hougan, hat in einem kürzlich auf X veröffentlichten Kommentar betont, warum es für Investoren sinnvoll sein könnte, ihre Krypto-Portfolios um Ethereum (ETH) zu erweitern, zusätzlich zu einer bestehenden Beteiligung in Bitcoin (BTC).
Bitwise Asset Management gilt als der weltweit größte Anbieter von Kryptowährungsindexfonds. Hougan präsentierte drei überzeugende Gründe für eine Investition in ETH und diskutierte gleichzeitig eine kritische Perspektive bezüglich einer ausschließlichen Investition in BTC.
Vorteile der Diversifizierung: Ethereum neben Bitcoin
Hougan betonte die Bedeutung der Diversifizierung innerhalb von Krypto-Investitionen. Er zieht Parallelen zu den Anfangstagen des Internets und wies darauf hin, wie schwierig es sei, vorherzusagen, welche Technologien oder Unternehmen langfristig dominieren werden. „Es ist sehr schwer, die Zukunft präzise vorherzusagen“, merkte Hougan an, während er auf Investoren verwies, die in frühe Internetunternehmen wie AOL und Pets.com gesetzt hatten, welche ihre anfänglichen Versprechen nicht halten konnten, trotz des allgemeinen Wachstums des Internets.
Aufgrund dieser Lektion empfahl Hougan einen diversifizierten Ansatz, um ähnliche Unsicherheiten abzusichern. Angesichts der aktuellen Marktkapitalisierung von Ethereum, die etwa 420 Milliarden US-Dollar beträgt – immer noch nur ein Drittel der Marktkapitalisierung von Bitcoin, die bei 1,3 Billionen US-Dollar liegt – schlug Hougan eine Anfangsallokation von 75 % Bitcoin und 25 % Ethereum für Anleger vor, die eine breitere Marktabdeckung suchen.
Funktionale Unterschiede zwischen Bitcoin und Ethereum
Hougan erörterte die funktionalen Unterschiede zwischen Bitcoin und Ethereum ausführlich. Bitcoin beschrieb er hauptsächlich als „eine neue Form von Geld“ und hob dessen Designentscheidungen hervor, die darauf abzielen, seine Nützlichkeit als robustes Geldsystem zu verbessert. „Jede Designentscheidung im Bitcoin-Ökosystem ist darauf ausgelegt, Bitcoin zur besten Form von Geld zu machen, die jemals existiert hat“, erklärte er.
Im Gegensatz dazu charakterisierte er Ethereum als grundlegende Technologie für den Aufbau neuer Anwendungen, die seine Fähigkeit zum programmierbaren Geld nutzen. Dazu gehören von der Ausgabe von Stablecoins bis hin zur Ermöglichung komplexer dezentralisierter Finanzökosysteme (DeFi). „Ethereums Hauptfunktion besteht darin, Geld programmierbar zu machen“, argumentierte Hougan. Die laufende Entwicklung im Ethereum-Ökosystem bietet eine breitere Exposition gegenüber den möglichen Anwendungen der Blockchain-Technologie, die noch in ihren Anfängen steckt.
Vergangenheitsleistung und zukünftige Chancen
Aus historischen Leistungsdaten geht hervor, dass Portfolios, die Ethereum zusammen mit Bitcoin enthielten, bessere Leistungskennzahlen sowohl in absoluten Begriffen als auch risikobereinigt aufwiesen, im Verlauf vollständiger Krypto-Marktzyklen.
Diese Analyse legt nahe, dass Ethereum einen besseren Schutz nach unten bieten und höhere potenzielle Renditen erzielen könnte, obwohl Hougan darauf hinwies, dass „Vergangenheitsleistung keine Garantie für zukünftige Renditen ist“ und bemerkte, dass in kürzeren, jüngsten Perioden eine Bitcoin-only-Strategie überlegen gewesen wäre.
Counterpoint: Vorteile einer ausschließlichen Bitcoin-Strategie
Zum Abschluss seiner Ausführungen diskutierte Hougan, warum viele Investoren möglicherweise eine ausschließliche Bitcoin-Strategie bevorzugen. Diese Perspektive ist besonders relevant für diejenigen, die sich mit makroökonomischen Problemen wie dem Wertverfall von Fiatwährungen und Inflation beschäftigen. „Bitcoin hat eine große Führung und in Geldangelegenheiten spielt Größe eine Rolle“, erklärte er und unterstützte die Idee, dass die Einfachheit von Bitcoin und sein fokussierter Anwendungsfall als digitales Gold für bestimmte strategische Investitionen ansprechender sein könnte.
„Geld ist ein riesiger Markt. Es gibt genug Spielraum für BTC, wenn es erfolgreich ist. [...] Meine Ansicht, in einem Wort: Wenn Sie eine breite Wette auf Krypto und öffentliche Blockchains machen wollen, sollten Sie mehrere Krypto-Assets besitzen. Wenn Sie eine spezifische Wette auf eine neue Form von digitalem Geld machen möchten, kaufen Sie Bitcoin“, schloss Hougan.