Vitalik Buterin: Ethereum soll so einfach wie Bitcoin werden

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Er macht seit neun Jahren das Fachchinesisch der großen Banken für private Anleger verständlich. Er nimmt komplexe Berichte von Bloomberg und macht daraus klare Analysen zu Bitcoin oder Solana. Sein Fokus liegt auf echtem Hintergrundwissen damit Anleger Marktbewegungen logisch einordnen können.

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Vitalik Buterin: Ethereum soll so einfach wie Bitcoin werden

Ethereum-Mitgründer Vitalik Buterin hat in einem neuen Blogbeitrag am 3. Mai 2025 eine klare Botschaft gesendet: Die langfristige Zukunft von Ethereum hängt davon ab, ob es gelingt, das Protokoll drastisch zu vereinfachen. Sein Ziel: Ethereum soll in fünf Jahren so einfach verständlich sein wie Bitcoin – ohne dabei auf Sicherheit oder Funktionalität zu verzichten.

„Die Einfachheit von Bitcoin ist ein Vorbild“

Buterin lobt Bitcoin für seine Klarheit und Einfachheit. Selbst Schüler könnten das Protokoll verstehen, sagt er. Diese Klarheit mache Bitcoin nicht nur zugänglich, sondern auch robust, günstig im Unterhalt und weniger anfällig für Fehler. Ethereum hingegen habe sich in den letzten Jahren zu einem immer komplexeren System entwickelt, was zu hohen Entwicklungskosten, Sicherheitsrisiken und unnötiger Komplexität geführt habe.

„Ethereum hat oft den Fehler gemacht, unnötige Komplexität einzuführen – manchmal durch meine eigenen Entscheidungen“, so Buterin.

Ein zentraler Vorschlag zur Vereinfachung ist das sogenannte „Beam Chain“-Upgrade – eine Neugestaltung der Konsensschicht. Laut Buterin könnte dieses Konzept viele veraltete Komponenten wie „Slots“, „Epochen“ und „Sync Committees“ eliminieren.

Die Highlights:

  • Drei-Slot-Finalität: Transaktionen sollen schneller und mit weniger Code endgültig bestätigt werden.
  • Weniger aktive Validatoren: Dadurch kann das Fork-Choice-Verfahren einfacher gestaltet werden.
  • STARK-basierte Aggregation: Jeder kann als Aggregator agieren, ohne das System zu gefährden.

Obwohl diese Änderungen im Hintergrund technisch anspruchsvoll sind, bliebe die Komplexität encapsuliert – also abgeschottet und beherrschbar. Die Entwicklergemeinde könnte sich dadurch auf das Wesentliche konzentrieren.


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Vereinfachung der Ausführungsschicht: RISC-V statt EVM

Auch auf der sogenannten Execution Layer sieht Buterin Potenzial zur Vereinfachung. Sein Vorschlag: Die Ethereum Virtual Machine (EVM) langfristig durch den offenen RISC-V-Standard ersetzen.

Was würde das bringen?

  • 100-fache Effizienzsteigerung
  • Drastisch reduzierte Code-Komplexität
  • Bessere Kompatibilität mit modernen Rechnerarchitekturen

Buterin betont, dass bestehende Smart Contracts nicht beeinträchtigt würden. Ähnlich wie Apple bei Software-Updates solle Ethereum künftig mit Kompatibilitätsschichten arbeiten. Sein 4-Stufen-Plan:

  1. Neue Precompiles werden in RISC-V geschrieben.
  2. Entwickler können optional Smart Contracts in RISC-V schreiben.
  3. Alte Precompiles werden durch RISC-V-Versionen ersetzt.
  4. Die EVM wird als Smart Contract in RISC-V neu implementiert.

Am Ende soll der Konsensmechanismus nur noch RISC-V „verstehen“ müssen – was die Komplexität deutlich reduziert.

Ein Protokoll – eine gemeinsame Sprache

Ein weiterer Schritt zur Vereinfachung: Standardisierung über alle Ethereum-Komponenten hinweg. Buterin schlägt einheitliche Standards vor – zum Beispiel:

  • Ein gemeinsames Erasure Coding für Datenverfügbarkeit, P2P-Übertragung und Speicherung.
  • Ein einheitliches Datenformat (z. B. SSZ) für Execution Layer, Konsens Layer und Smart Contracts.
  • Einheitliche Merkle-Trees

Ziel ist es, dass sämtliche Protokollkomponenten mit der gleichen Codebasis lesbar, testbar und nachvollziehbar sind.

Buterin fordert nicht nur technische Änderungen, sondern auch einen mentalen Wandel in der Ethereum-Gemeinschaft. Er schlägt vor, Ethereum solle ein Ziel für die maximale Anzahl an Codezeilen festlegen – ähnlich wie es das Open-Source-Projekt Tinygrad tut.

Statt Funktionen möglichst mächtig zu gestalten, sollte der einfachere Weg bevorzugt werden. Komplexität sei zwar oft nötig, aber sie sollte kapselbar sein – also isoliert vom Kernprotokoll. Kritische Konsenslogik („grüner Bereich“) müsse so minimal wie möglich gehalten werden.

„Wir müssen künftig standardmäßig der einfacheren Lösung den Vorrang geben“, fordert Buterin.

Weniger Code, mehr Klarheit – Ethereum 2030?

Vitalik Buterins Vorschläge zeigen eine klare Richtung: Ethereum soll langfristig so sicher, flexibel und nützlich wie heute bleiben – dabei aber viel einfacher werden. Mit vereinfachtem Konsens, moderner Ausführungstechnologie wie RISC-V und gemeinsamen Standards könnte Ethereum zugänglicher, effizienter und robuster werden. Ob die Community diesen radikalen Kurswechsel mitträgt, bleibt abzuwarten. Doch eines ist sicher: Buterin hat das Thema „Simplicity“ zum zentralen Leitmotiv der kommenden Ethereum-Jahre gemacht.

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Er macht seit neun Jahren das Fachchinesisch der großen Banken für private Anleger verständlich. Er nimmt komplexe Berichte von Bloomberg und macht daraus klare Analysen zu Bitcoin oder Solana. Sein Fokus liegt auf echtem Hintergrundwissen damit Anleger Marktbewegungen logisch einordnen können.