Trump plant vollständige Sanktionierung der russischen Schattenflotte: Folgen für Krypto-Märkte
Im Zuge der Verhandlungen mit Russland will Donald Trump nun weiteren Druck auf das Land ausüben, indem die vollständige Schattenflotte sanktioniert werden soll. Diese drastische Maßnahme könnte weitreichende Auswirkungen auf Ölpreise, Inflation, Zinssenkungen und letztendlich auch auf den Krypto-Markt haben.
Trump eskaliert Sanktionsstrategie gegen russische Öltanker
Bereits seit Dezember 2022 ist das russische Erdöl Ziel westlicher Sanktionen geworden, um das Land wirtschaftlich unter Druck zu bringen. Während damals noch mit einem Preisdeckel begonnen wurde, sind seit Ende 2023 auch immer mehr Tanker in das Visier geraten, welche das Rohöl transportieren. Während im März 2024 noch rund 50 von 343 Schiffen betroffen waren, wurde die Anzahl im Januar schon auf 75 gesteigert.
Crude Jittery As Trump Mulls New Sanctions On Russia's 'Shadow Fleet' https://t.co/Z31p8df0OE
— zerohedge (@zerohedge) August 5, 2025
Zuletzt waren bereits 77 % der russischen Schattenflotte sanktioniert, woraufhin im Mai 30 bis 40 weitere Schiffe hinzugekommen sind. Somit müssten mittlerweile rund 300 von 343 Tanker betroffen sein. Inzwischen will Donald Trump auch noch die verbliebenen Schiffe mit Sanktionen belegen, um Russland auf diese Weise zu Friedensverhandlungen zu bewegen. Andererseits könnte es den Krieg intensivieren, wenn er Russland zu sehr in die Enge treibt.
Inflationsgefahr bedroht geplante Zinssenkungen der Fed
Die durchschnittliche Rohölproduktion von Russland lag bei 9,19 Mio. Barrel pro Tag, womit es zu den Top-3-Ölproduzenten der Welt gehört. Schon jetzt zeigen die Sanktionen Wirkung, so sind die russischen Exportmengen seit Januar von rund 83 % bis Juni auf 37 % gesunken. Sollten alle Sanktionen umfassend durchgesetzt werden, könnte dies die russischen Exporte um 1 bis 2 Mio. Barrel pro Tag verringern, was 1 bis 2 % der globalen Menge entspricht.
Die Rohölpreise werden sich auch bei der Inflation bemerkbar machen. Laut dem Fed Board Staff würde ein Anstieg des Ölpreises um 10 % einen Anstieg des CPI von rund 0,2 % bis 0,3 % zur Folge haben. Dennoch gehen die Märkte laut den Fed Fund Futures weiterhin zu 91,36 % von einer Zinssenkung im September aus. Ebenfalls haben die Analysten von Goldman Sachs nun geäußert, dass die amerikanische Notenbank am 19. September wieder die Zinsen senken wird.
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