Trump nennt Bitcoin „revolutionär“ – Bericht zur US-Bitcoin-Reserve steht kurz vor Veröffentlichung

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Marktanalyst & Redakteur

Er macht seit neun Jahren das Fachchinesisch der großen Banken für private Anleger verständlich. Er nimmt komplexe Berichte von Bloomberg und macht daraus klare Analysen zu Bitcoin oder Solana. Sein Fokus liegt auf echtem Hintergrundwissen damit Anleger Marktbewegungen logisch einordnen können.

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Trump nennt Bitcoin „revolutionär“ – Bericht zur US-Bitcoin-Reserve steht kurz vor Veröffentlichung

In einem nächtlichen Truth-Social-Post vom 21. Juli hat US-Präsident Donald Trump ein Video aus dem Jahr 2018 geteilt, das die Aufmerksamkeit der Krypto-Welt auf sich zieht. Der Clip zeigt die damalige Senatsanhörung von Peter Van Valkenburgh, Forschungsdirektor des Krypto-Thinktanks Coin Center, in der er Bitcoin als „weltweit erste öffentliche digitale Zahlungsinfrastruktur“ bezeichnet. Trump kommentierte das Video als „beste Bitcoin-Erklärung aller Zeiten“ und forderte seine Anhänger auf, es sich vollständig anzusehen.

Van Valkenburghs Botschaft: Bitcoin als Freiheitsinstrument

In dem Ausschnitt, aufgenommen während einer Anhörung des Banking Committee, argumentiert Van Valkenburgh, dass Bitcoin es jedem Menschen auf der Welt erlaube, Wert direkt zu senden und zu empfangen, ohne Banken, Grenzen oder zentrale Genehmigung. Er bezeichnet das Protokoll als einen „informatiktechnischen Durchbruch“, der in seiner gesellschaftlichen Tragweite mit der Erfindung des Internets vergleichbar sei.

Trumps explizite Unterstützung dieses Narrativs kommt zu einem entscheidenden Zeitpunkt – nur Stunden vor der erwarteten Veröffentlichung eines strategischen Krypto-Berichts seiner Regierung. Der politische Kontext: Am 23. Januar 2025 unterzeichnete Trump die Executive Order 14178, in der eine interministerielle Arbeitsgruppe beauftragt wurde, innerhalb von 180 Tagen umfassende Empfehlungen zur Regulierung von Kryptowährungen vorzulegen. Die Frist endet am 22. Juli – also heute.

Gerüchte auf Plattformen wie X (ehemals Twitter) deuten darauf hin, dass der Bericht zum ersten Mal eine offizielle Übersicht der Bitcoin-Bestände der US-Regierung veröffentlichen könnte. Zudem soll die Konsolidierung dieser Vermögenswerte in die im März per Dekret geschaffene „Strategic Bitcoin Reserve“ beschrieben und ein „budgetneutraler Plan zur Erweiterung“ vorgestellt werden – also ohne neue Steuerbelastung für Bürger.

Die USA: Größter staatlicher Bitcoin-Halter?

Unabhängige Analysen, etwa von Chainalysis, schätzen, dass US-Behörden über Wallets verfügen, in denen sich rund 200.000 BTC befinden – ein Gegenwert von derzeit rund 20,4 Milliarden US-Dollar. Damit wären die Vereinigten Staaten der größte staatliche Bitcoin-Halter weltweit.

Allerdings ist unklar, wie viele dieser Coins noch im direkten Besitz der Regierung sind. Im Dezember 2024, kurz vor Trumps Amtsantritt, hatte ein Bundesrichter den Verkauf von 69.370 BTC aus dem Silk-Road-Fall genehmigt. Diese Transaktion wurde vom Justizministerium unter der Biden-Administration über Coinbase Prime abgewickelt.

Trumps Executive Order vom März 2025 verfolgt eine gegensätzliche Strategie: Sie verbietet den Verkauf von BTC aus der Reserve und beauftragt das Finanz- sowie das Handelsministerium damit, Wege zu finden, weitere BTC-Käufe ohne Steuerfinanzierung zu ermöglichen – etwa über strategische Rücklagen, Rohstoff-Swaps oder Emissionsrechte.

Die kommende Veröffentlichung könnte somit erstmals klare Leitlinien liefern, wie die USA künftig mit staatlichem Bitcoin-Besitz umgehen – regulatorisch, haushaltspolitisch und geopolitisch.


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Abschluss der „Crypto Week“ – klare politische Neuausrichtung

Trumps Post markiert das Ende einer ereignisreichen Woche in Washington: Am Freitag unterzeichnete der Präsident das GENIUS-Gesetz, das erstmals bundesweite Regeln für Stablecoins auf Basis des US-Dollars festlegt. Parallel dazu verabschiedete das Repräsentantenhaus zwei weitere wichtige Gesetze:

  • Der CLARITY Act, der regulatorische Zuständigkeiten zugunsten der CFTC verschiebt
  • Der Anti-CBDC Surveillance State Act, der digitale Zentralbankwährungen (CBDCs) in den USA explizit ausschließt

Mit dieser politischen Agenda positioniert sich Trump offen gegen staatlich kontrollierte digitale Währungen und klar zugunsten von Bitcoin und dezentralen Netzwerken. Ob der heute erwartete Bericht Van Valkenburghs Einschätzung – Bitcoin sei „das erste global zugängliche öffentliche Geld“ – offiziell übernimmt, bleibt abzuwarten. Doch Trumps persönliche Bestätigung dieser Botschaft lässt wenig Zweifel daran, dass sich die USA unter seiner Führung weiter in Richtung Bitcoin-freundlicher Industriepolitik bewegen.

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Er macht seit neun Jahren das Fachchinesisch der großen Banken für private Anleger verständlich. Er nimmt komplexe Berichte von Bloomberg und macht daraus klare Analysen zu Bitcoin oder Solana. Sein Fokus liegt auf echtem Hintergrundwissen damit Anleger Marktbewegungen logisch einordnen können.