Trotz ETF-Abflüssen: Bitcoin-Treasury-Unternehmen kaufen BTC im Wert von über 550 Millionen US-Dollar

Patrik
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Patrik
Marktanalyst & Redakteur

Er macht seit neun Jahren das Fachchinesisch der großen Banken für private Anleger verständlich. Er nimmt komplexe Berichte von Bloomberg und macht daraus klare Analysen zu Bitcoin oder Solana. Sein Fokus liegt auf echtem Hintergrundwissen damit Anleger Marktbewegungen logisch einordnen können.

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Trotz ETF-Abflüssen: Bitcoin-Treasury-Unternehmen kaufen BTC im Wert von über 550 Millionen US-Dollar

Zwischen dem 31. Juli und dem 4. August 2025 haben öffentlich gehandelte Unternehmen Bitcoin (BTC) im Wert von rund 552 Millionen US-Dollar akkumuliert – und das in einer Woche, in der US-basierte Bitcoin-ETFs massive Kapitalabflüsse verzeichneten. Die Entwicklung deutet auf eine strukturelle Marktverschiebung hin und unterstreicht den wachsenden Einfluss von Bitcoin-Treasury-Strategien börsennotierter Unternehmen.

ETFs mit Abflüssen von über 1,25 Milliarden USD

Laut Daten von Farside Investors verzeichneten US-Spot-Bitcoin-ETFs in diesem Fünf-Tages-Zeitraum Nettoabflüsse in Höhe von 1,25 Milliarden US-Dollar. Dies stellt einen der größten Wochenverluste seit dem ETF-Launch Anfang des Jahres dar.

Der Rückgang fällt in eine Phase makroökonomischer Unsicherheit. James Butterfill, Head of Research bei CoinShares, führte die Verkäufe auf hawkishe Töne der US-Notenbank (FOMC) und stärker als erwartete Konjunkturdaten zurück, die die Erwartung weiterer Zinserhöhungen befeuerten.

Bitcoin-Treasuries kaufen fast 5.000 BTC

Gleichzeitig zeigten öffentlich gehandelte Unternehmen mit Bitcoin-Treasury-Strategie gegenteilige Tendenzen: Laut BitcoinTreasuries.net kauften sie im gleichen Zeitraum 4.869 BTC, was zum aktuellen Kurs (ca. 113.400 USD) etwa 552 Millionen US-Dollar entspricht.

Metaplanet, oft als „japanisches MicroStrategy“ bezeichnet, war dabei der aktivste Akteur: Das Unternehmen erwarb 463 BTC im Wert von über 54 Millionen USD und erhöhte seine Bestände auf über 17.500 BTC.

Damit kauften börsennotierte Unternehmen in dieser kurzen Phase Bitcoin im Wert von fast 700 Millionen USD weniger, als gleichzeitig über ETFs abfloss – ein bemerkenswerter Ausgleich, der einen möglichen Floor im Markt stützen könnte.

Trotz des kurzfristigen Verkaufsdrucks durch ETF-Abflüsse zeigt ein Blick auf das Gesamtbild 2025 eine deutliche Angebotsverknappung.

  • Börsennotierte Unternehmen haben im laufenden Jahr 343.394 BTC akkumuliert.
  • ETF-Investoren kamen auf insgesamt 181.276 BTC Nettozuflüsse.

Zusammen ergibt dies 524.670 BTC, die innerhalb von sieben Monaten aus dem Umlauf gezogen wurden – ein Vielfaches der geschürften Menge im gleichen Zeitraum.

Laut Glassnode wurden im Jahr 2025 bislang nur 98.503 BTC neu gemint – das ist weniger als ein Fünftel der absorbierten Nachfrage durch ETFs und öffentliche Firmen. Hochrechnungen zufolge wird das Mining-Jahresvolumen 2025 bei etwa 164.250 BTC liegen – was bedeutet, dass die Nachfrage von institutionellen Playern bereits jetzt mehr als das Dreifache des Gesamtjahresangebots beträgt.

Preis hält sich trotz Turbulenzen stabil

Angesichts dieser Imbalance zwischen Angebot und Nachfrage ist die relative Preisstabilität von BTC bemerkenswert:

  • Bitcoin verlor vergangene Woche nur 4,2%, trotz ETF-Abflüssen und makroökonomischem Gegenwind.
  • Der aktuelle BTC-Kurs liegt bei 114.500 USD – nur 7,5% unter dem Allzeithoch von 122.054 USD vom 14. Juli 2025.

Dies deutet darauf hin, dass der Markt bereits mit einem langfristigen Angebotsengpass kalkuliert – ein klassisches „Supply Shock“-Szenario, das BTC historisch immer wieder zu neuen Höhen geführt hat.

Der kurzfristige Abverkauf bei ETFs steht im Kontrast zur langfristigen BTC-Akkumulation durch börsennotierte Unternehmen. Während kurzfristige Makrotrends Investoren verunsichern, setzen Treasury-Strategen unbeirrt auf Bitcoin – und verringern das zirkulierende Angebot weiter.

Sollte sich diese Entwicklung fortsetzen, könnte ein struktureller Nachfrageüberhang entstehen, der den Bitcoin-Kurs trotz vorübergehender Rückschläge stützt – oder sogar die nächste Etappe im Bullenmarkt einleitet.

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Er macht seit neun Jahren das Fachchinesisch der großen Banken für private Anleger verständlich. Er nimmt komplexe Berichte von Bloomberg und macht daraus klare Analysen zu Bitcoin oder Solana. Sein Fokus liegt auf echtem Hintergrundwissen damit Anleger Marktbewegungen logisch einordnen können.