Strategy erfüllt Kriterien für S&P 500 – Entscheidung fällt am Freitag

Patrick Krauss
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Patrick Krauss
News & Chart Analyst

Wenn Kurse plötzlich springen und die Marktstimmung kippt ist er sofort am Ticker. Seit sechs Jahren beobachtet er Bitcoin sowie Altcoins live und filtert aus dem Lärm der Börsen echte Informationen. Er liefert schnelle Updates und Orientierung damit niemand in volatilen Phasen blind handeln muss.

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Strategy erfüllt Kriterien für S&P 500 – Entscheidung fällt am Freitag

Das US-Unternehmen Strategy, vormals bekannt als MicroStrategy, steht kurz davor, als erstes Bitcoin-Treasury-Unternehmen in den renommierten S&P 500 Index aufgenommen zu werden. Der Schritt erfolgt nach einem außergewöhnlich starken zweiten Quartal 2025, in dem Strategy einen operativen Gewinn von 14 Milliarden US-Dollar sowie einen Nettogewinn von 10 Milliarden US-Dollar erzielte. Der Gewinn pro Aktie lag bei bemerkenswerten 32,60 US-Dollar.

Auch die Umsätze stiegen im Vergleich zum Vorjahresquartal um 2,7 Prozent auf 114,5 Millionen US-Dollar. Besonders die wiederkehrenden Einnahmen aus dem Abonnementgeschäft, die ein Wachstum von rund 70 Prozent aufweisen konnten, gaben dem Unternehmen Rückenwind. 

Die neue Bilanzierungsregel, die seit Januar 2025 in Kraft ist und den beizulegenden Zeitwert digitaler Vermögenswerte berücksichtigt, ermöglichte es Strategy zudem, nicht realisierte Gewinne aus den massiven Bitcoin-Beständen auszuweisen. Diese Umstellung führte zu einer deutlichen Verbesserung der ausgewiesenen Profitabilität.

Bitcoin im Zentrum des Erfolgs

Strategy verfolgt seit Jahren eine radikal Bitcoin-zentrierte Unternehmensstrategie. Aktuell besitzt das Unternehmen 597.325 BTC mit einem Gesamtwert von rund 65 Milliarden US-Dollar. Der „Bitcoin Yield“ des Unternehmens, also das Verhältnis zwischen gehaltenen Coins und ausstehenden Aktien, liegt für das laufende Jahr bei 19,7 Prozent. Beobachter sehen in dieser Kennzahl einen wichtigen Indikator für das fundamentale Wachstum des Unternehmens, das sich zunehmend vom klassischen Softwareanbieter zum Bitcoin-Investmentvehikel gewandelt hat.

Mit einer Marktkapitalisierung von 96 Milliarden US-Dollar, einem täglichen Handelsvolumen von über 250.000 Aktien und einem Streubesitz von über 50 Prozent erfüllt Strategy sämtliche formellen Kriterien für eine Aufnahme in den S&P 500. Auch die Bedingung positiver Gewinne auf Quartals- und Jahresbasis wurde eindeutig erfüllt.

Entscheidung und mögliche Marktauswirkungen

Die finale Entscheidung des zuständigen Komitees von S&P Dow Jones Indices wird für den 5. September 2025 erwartet. Sollte die Aufnahme bestätigt werden, würde Strategy bereits am 19. September im Zuge der turnusmäßigen Neugewichtung offiziell in den Index aufgenommen. Zwar liegt der letzte Schritt im Ermessen des Komitees, doch Analysten stufen die Wahrscheinlichkeit für eine Aufnahme als hoch ein.

Ein Listing im S&P 500 gilt als bedeutendes Ereignis für jede börsennotierte Firma. Indexfonds, ETFs und zahlreiche institutionelle Anleger, die den Index abbilden, müssten in diesem Fall zwangsläufig Anteile von Strategy erwerben. Diese erzwungenen Kapitalzuflüsse könnten einen weiteren Kursschub für die Aktie auslösen. Derzeit liegt das durchschnittliche Kursziel der Analysten bei 552,29 US-Dollar. Das entspräche einem Aufwärtspotenzial von rund 65 Prozent.

Symbolische Bedeutung für den Krypto-Sektor

Unabhängig von der kurzfristigen Kursreaktion wäre die Aufnahme von Strategy in den S&P 500 ein starkes Symbol für die fortschreitende Integration von Kryptowährungen in die klassische Finanzwelt. 

Strategy würde als erstes Unternehmen mit Bitcoin als Kerngeschäftsmodell Teil des wichtigsten US-Aktienindexes. Ein solcher Präzedenzfall könnte sowohl auf regulatorischer als auch auf marktpsychologischer Ebene weitreichende Folgen haben.

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Wenn Kurse plötzlich springen und die Marktstimmung kippt ist er sofort am Ticker. Seit sechs Jahren beobachtet er Bitcoin sowie Altcoins live und filtert aus dem Lärm der Börsen echte Informationen. Er liefert schnelle Updates und Orientierung damit niemand in volatilen Phasen blind handeln muss.