77 Bankenverbände wollen Stablecoin-Rewards im Senat stoppen

Patrick Krauss
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Patrick Krauss
News & Chart Analyst

Wenn Kurse plötzlich springen und die Marktstimmung kippt ist er sofort am Ticker. Seit sechs Jahren beobachtet er Bitcoin sowie Altcoins live und filtert aus dem Lärm der Börsen echte Informationen. Er liefert schnelle Updates und Orientierung damit niemand in volatilen Phasen blind handeln muss.

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77 Bankenverbände wollen Stablecoin-Rewards im Senat stoppen

Sieben­undsiebzig staatliche Bankenverbände haben sich zusammengeschlossen und am 10. September einen Brief an die Führung des US-Senats geschickt. Unterstützt von der American Bankers Association (ABA) und der Independent Community Bankers of America (ICBA), fordert die Koalition Änderungen am CLARITY Act, die Rewards auf Stablecoin-Guthaben oder Haltedauer faktisch verbieten würden. Die Begründung: Wandern Einlagen aus dem klassischen Bankensystem in solche Programme ab, könnte das die Kreditvergabe für Hypotheken und Kleinunternehmen einschränken – so die Argumentation der Bankenlobby.

Warum die Banken den Gesetzentwurf ändern wollen

Konkret verlangt die Koalition eine Änderung von Section 10404(c)(1) sowie die vollständige Streichung von Subsection 10404(3)(B). Nach Ansicht der Bankenverbände lässt der aktuelle Gesetzestext eine Lücke offen, durch die Stablecoin-Emittenten „aktivitätsbasierte“ Rewards anbieten könnten, die faktisch wie Zinszahlungen funktionieren – genau diese Lücke soll geschlossen werden.

Zwar nennt der Brief kein Unternehmen namentlich, doch das Ziel liegt auf der Hand: Coinbases USDC-Rewards-Programm, das Nutzer schlicht für das Halten des dollargebundenen Stablecoins entlohnt. Wichtig für die Einordnung: USDC wird von Circle ausgegeben, während Coinbase das Rewards-Programm auf Basis dieses Stablecoins betreibt – zwei unterschiedliche Akteure mit unterschiedlichen Rollen im selben Streit.

Die Bankenverbände vertreten eine klare Position: Stablecoins sollen primär als Transaktionsmittel dienen, als digitales Bargeld für schnelle, günstige Geldbewegungen. Als Store-of-Value-Produkte, die mit Sparkonten konkurrieren, sehen sie darin keine Rolle vor. Das ist bereits der zweite Vorstoß dieser Art – im Juli 2026 hatten 76 Verbände einen fast identischen Brief verschickt, die September-Kampagne kommt nun auf einen zusätzlichen Unterzeichner. Das deutet darauf hin, dass die Bewegung an Momentum gewinnt, nicht verliert.

Hintergrund: Der CLARITY Act vor dem nächsten Verfahrensschritt

Der Senate Banking Committee hatte den CLARITY Act bereits im Mai 2026 mit einer überparteilichen 15-9-Mehrheit vorangebracht. Der Entwurf gilt als bislang umfassendster Versuch, ein regulatorisches Rahmenwerk für digitale Assets in den USA zu etablieren – mit Auswirkungen weit über Stablecoins hinaus auf die künftige Aufteilung der Zuständigkeiten zwischen SEC und CFTC.

Der Senat nähert sich nun einer Cloture-Abstimmung, was das Zeitfenster für Änderungen am Text zusehends verengt. Genau diese Dringlichkeit erklärt, warum die Bankenlobby innerhalb von zwei Monaten einen zweiten Brief nachlegt – aus ihrer Sicht ein Jetzt-oder-nie-Moment.

Was als Nächstes passiert

Setzt sich die Bankenkoalition durch, träfe das vor allem die Attraktivität verzinslicher Stablecoin-Produkte. Emittenten und Plattformen müssten sich neue Anreizmodelle überlegen oder riskieren, dass Nutzer zu klassischen Bankprodukten mit FDIC-versichertem Zins zurückkehren. Für traditionelle Institute, die parallel eigene digitale Angebote prüfen – etwa im Rahmen einer bankeigenen Stablecoin-Initiative ab 2027 – steht damit auch die eigene Wettbewerbsposition auf dem Spiel.

Für Anleger, die auf Stablecoin-Rewards als Renditequelle setzen, bleibt die Lage vorerst unklar: Solange die Cloture-Abstimmung im Senat ausstehend ist, könnte sich das regulatorische Fenster für Programme wie das von Coinbase noch verschieben – in welche Richtung, entscheidet sich in den kommenden Wochen im Kongress.

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Wenn Kurse plötzlich springen und die Marktstimmung kippt ist er sofort am Ticker. Seit sechs Jahren beobachtet er Bitcoin sowie Altcoins live und filtert aus dem Lärm der Börsen echte Informationen. Er liefert schnelle Updates und Orientierung damit niemand in volatilen Phasen blind handeln muss.