Ripple Kursanalyse 2025: XRP fällt trotz ETF-Zuflüssen

Niko Klement
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Niko Klement
Krypto-Marktanalyst & Redakteur

Sein Fokus liegt auf institutioneller Adoption und Altcoin-Ökosystemen wie XRP, Solana und Ethereum. Vor seinem Wechsel in den Journalismus arbeitete er über zehn Jahre in Logistik und Prozessoptimierung. Er schreibt für Leser, die Substanz statt Hype suchen.

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Ripple Kursanalyse 2025: XRP fällt trotz ETF-Zuflüssen

Die Ripple Kursanalyse 2025 zeigt, wie stark XRP aktuell unter Druck steht. Trotz der Einführung neuer Finanzprodukte wie dem Bitwise XRP ETF verliert der Token an Wert und rutschte zuletzt deutlich unter die Marke von 2 US-Dollar. Der anhaltende Abwärtsdruck wird durch schwache Nachfrage im Derivatemarkt, hohe Volatilität und eine ausgeprägte Risikoaversion am Kryptomarkt verstärkt. Zugleich wachsen die Sorgen vieler Privatanleger, dass XRP erneut frühere Jahrestiefs testen könnte. Dennoch zeigt sich, dass institutionelle Zuflüsse weiterhin vorhanden sind und die langfristige Struktur der Marktteilnahme breiter wird.

Während XRP kurzfristig unter seinem eigenen Momentum leidet, bleibt die Frage offen, ob die ETF-Einführung ausreichend Stabilität schaffen kann, um die Kursentwicklung nachhaltig zu unterstützen. Der Markt blickt gespannt auf die kommenden Wochen, in denen makroökonomische Signale und neue Zuflüsse über die Rückkehr eines positiven Trends entscheiden könnten.

XRP rutscht unter wichtige Marken trotz wachsender ETF-Struktur

XRP fiel am Freitag auf 1,87 US-Dollar und setzte damit seinen Abwärtstrend fort, der bereits seit dem Flash Crash am 10. Oktober anhält. Damals wurden innerhalb weniger Stunden mehr als 19 Milliarden US-Dollar an Kryptopositionen liquidiert, wodurch sich das Marktvertrauen spürbar eintrübte. Seitdem ist die Nachfrage im Retail-Sektor kaum zurückgekehrt. Besonders der Derivatebereich zeigt Schwäche: Das Open Interest fiel erneut deutlich und signalisiert, dass sich viele Trader weiterhin aus riskanteren Positionen zurückziehen.

Auch strukturelle Faktoren drücken auf die Marktstimmung. Die schwache Liquidität verschärft die Volatilität, wodurch selbst moderate Verkäufe stärkere Kursbewegungen auslösen können. Dennoch bleibt der institutionelle Bereich vergleichsweise stabil. Mit dem Start des Bitwise XRP ETF erhielten US-amerikanische Anleger erstmals regulierten Zugang zu XRP, ohne das Asset selbst verwahren zu müssen. Die zusätzlichen 105 Millionen US-Dollar an Zuflüssen zeigen, dass XRP vor allem bei professionellen Marktteilnehmern weiterhin eine Rolle spielt. Weitere Einschätzungen zur langfristigen Entwicklung finden sich auch in der aktuellen XRP Prognose: XRP Prognose

  • ripple
  • XRP
    (XRP)
  • Preis
    $1.09
  • Marktkapitalisierung
    $68.28 B

Neue ETFs sorgen für Zuflüsse, doch Retail bleibt zurückhaltend

Gemeinsam mit dem Canary Capital XRPC ETF verzeichneten die beiden Produkte am Donnerstag 118 Millionen US-Dollar an Zuflüssen. Daten von SoSoValue zeigen einen kumulierten Nettozufluss von 411 Millionen US-Dollar – ein Zeichen, dass institutionelle Investoren XRP weiterhin als diversifizierendes Instrument betrachten. Dennoch reicht dieser Trend nicht aus, um die deutlichen Verluste aus dem Retail-Sektor auszugleichen. Der Derivatemarkt macht dies besonders sichtbar: Das Open Interest sank an einem Tag von 3,79 auf 3,57 Milliarden US-Dollar und liegt weit unter den Niveaus von Juli und Oktober.

XRP rutscht unter wichtige Marken trotz wachsender ETF-Struktur
Quelle: SoSoValue

Trotz dieser Schwäche zeigt sich eine zunehmende Risikobereitschaft bei einigen Tradern. Der OI-gewichtete Funding-Rate-Anstieg von −0,0006 auf 0,0072 Prozent deutet darauf hin, dass Marktteilnehmer vermehrt Long-Positionen eröffnen. Dennoch bleibt fraglich, ob diese Nachfrage ausreicht, um eine tatsächliche Trendwende einzuleiten oder ob es sich lediglich um kurzfristige Gegenbewegungen in einem überverkauften Markt handelt.

Neue ETFs sorgen für Zuflüsse, doch Retail bleibt zurückhaltend
Quelle: CoinGlass

Technisches Bild verschlechtert sich weiter mit Blick auf April-Tiefs

Charttechnisch befindet sich XRP in einem beschleunigten Abwärtstrend. Der Kurs entfernt sich zunehmend von den 50-, 100- und 200-Perioden-EMAs, die alle nach unten zeigen und ein klares bärisches Momentum widerspiegeln. Solange der Kurs diese Marken nicht zurückerobert, bleibt das Risiko weiterer Rücksetzer hoch. Besonders kritisch erscheint die Zone um 1,61 US-Dollar – die Tiefs aus dem April – die als nächste markante Unterstützung gilt.

Technisches Bild verschlechtert sich weiter mit Blick auf April-Tiefs
Quelle: XRP/USD 4-hour chart

Der MACD verharrt unterhalb der Signallinie bei weiter negativer Tendenz, während der RSI mit 23 deutlich in überverkauftem Terrain liegt. Ein RSI-Uptick könnte kurzfristig zu einem Erholungsversuch führen, doch die fallende Trendlinie von 3,10 US-Dollar deckelt weiterhin jede größere Aufwärtsbewegung. Auch die Zone um 2,16 US-Dollar, markiert durch den fallenden 50-EMA, wird als starke Barriere gesehen, die XRP zunächst überwinden müsste, um bärischen Druck abzubauen. Für Anleger, die langfristig diversifizieren wollen, lohnt ein Blick auf andere Projekte in der Übersicht der besten Kryptowährungen, die häufig neue Markttrends erkennen lässt.

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Krypto-Marktanalyst & Redakteur

Sein Fokus liegt auf institutioneller Adoption und Altcoin-Ökosystemen wie XRP, Solana und Ethereum. Vor seinem Wechsel in den Journalismus arbeitete er über zehn Jahre in Logistik und Prozessoptimierung. Er schreibt für Leser, die Substanz statt Hype suchen.