Ripple-CEO Brad Garlinghouse: XRP-Wert beruht auf Nutzen, nicht auf Hype
Die Aussagen von Brad Garlinghouse, CEO von Ripple, drehen sich seit Jahren um eine klare Botschaft: Der Wert von XRP leitet sich nicht aus Spekulation oder der Ablösung traditioneller Finanzsysteme ab, sondern aus seiner praktischen Rolle im globalen Zahlungsverkehr. Eine ältere Interview-Passage, die nun wieder in den sozialen Medien kursiert, zeigt, wie konsequent Garlinghouse diese Position vertritt – und gewinnt angesichts der anstehenden Entscheidungen zu Spot-XRP-ETFs neue Relevanz.
„Hype allein trägt keine Kryptowährung“
In einem CNBC-Interview aus dem Jahr 2017 erklärte Garlinghouse, dass kein digitaler Vermögenswert langfristig allein durch Euphorie oder Spekulation bestehen könne. Entscheidend sei, reale Probleme zu lösen und eine Kundenbasis aufzubauen. XRP sei daher nicht als reines Handelsobjekt geschaffen worden, sondern mit einem klaren Zweck: die Liquidität zwischen Banken effizient zu managen.
Garlinghouse verwies damals auf mehr als 27 Billionen US-Dollar, die in Korrespondenzbank-Konten weltweit gebunden waren, um internationale Zahlungen abzuwickeln. XRP könne diesen Kapitalstau auflösen, indem Transaktionen innerhalb von Sekunden abgewickelt werden: „Wir nutzen XRP, um Liquiditätsbedarfe zwischen Banken zu decken.“
Von der Vision zur Marktadoption
Obwohl diese Worte inzwischen fast acht Jahre alt sind, behalten sie ihre Aktualität. XRP wird von Investoren weiterhin als eine Kryptowährung gesehen, die durch ihre Verankerung in der Finanzinfrastruktur eine Sonderstellung einnimmt. Während viele Projekte im Kryptomarkt auf kurzfristige Trends oder Spekulationen setzen, bildet die mögliche Integration in den globalen Zahlungsverkehr das Fundament des XRP-Narrativs.
Fokus rückt auf Spot-XRP-ETF
Parallel dazu richtet sich die Aufmerksamkeit der Community auf den regulatorischen Fortschritt in den USA. Nach der Zulassung von Bitcoin- und Ethereum-Spot-ETFs erwarten viele, dass auch XRP bald folgen könnte. Mehrere ETF-Anträge sind bereits eingereicht, und die US-Börsenaufsicht SEC hat ihre neuen Listing-Standards vorgestellt, die den Genehmigungsprozess deutlich beschleunigen sollen. Entscheidungen werden für Oktober erwartet:
- Grayscale am 18. Oktober
- 21Shares am 19. Oktober
- Bitwise am 20. Oktober
- CoinShares und Canary Capital am 23. Oktober
- WisdomTree am 24. Oktober
Ein genehmigter Spot-ETF auf XRP könnte sich als entscheidender Schritt erweisen, um die Kryptowährung neben Bitcoin und Ethereum fest im traditionellen Finanzsektor zu etablieren. Damit würden Garlinghouses damalige Worte – Nutzen vor Hype – eine neue Dimension erhalten: Nicht nur Banken und Zahlungsdienstleister, sondern auch institutionelle Investoren könnten XRP als festen Bestandteil ihrer Strategien anerkennen.