Real Vision Analyst warnt: Bitcoin vor massivem Einbruch oder Allzeithoch bis Mai
- Jamie Coutts sieht zwei Szenarien: tiefer Absturz oder neues ATH bis Ende Q2
- Bitcoin befindet sich laut DRS-Modell aktuell in risikoneutraler Zone
- Globale Liquidität könnte entscheidender Katalysator für nächsten Schub sein
Jamie Coutts, Chef-Kryptoanalyst bei Real Vision, hat in einem neuen Marktkommentar eine klare Warnung ausgesprochen: Bitcoin (BTC) stehe in den kommenden Monaten entweder vor einem drastischen Rückgang oder einem neuen Allzeithoch (ATH).
First pass at my Bitcoin Derivatives Risk Score (DRS) model. Looking back at Q1 2024’s Cat 5 euphoria—which I flagged back then (https://t.co/2bpcsW8CAO)—I’m still surprised the pullback was only -30%.
The only similar move outside a cycle top was in 2019, with a 50% drop (70%… pic.twitter.com/AqFGgXZ6wn
— Jamie Coutts CMT (@Jamie1Coutts) March 24, 2025
Bitcoin Derivatives Risk Score (DRS): Zwei Extreme
Coutts stützt seine Prognose auf das selbst entwickelte Bitcoin Derivatives Risk Score (DRS)-Modell. Laut seiner Analyse befindet sich BTC derzeit in einer risikoarmen Zone, was historisch gesehen wenig Vorhersagekraft für die künftige Preisentwicklung bietet.
Er vergleicht die aktuelle Marktlage mit dem Jahr 2019 – nicht 2021:
„Q1 2024 erlebte eine Euphorie der Kategorie 5. Ich bin überrascht, dass der Rückgang nur -30 % betrug. 2019 sahen wir -50 %, mit COVID sogar -70 %.“
Laut Coutts war 2019 deshalb der bessere Vergleichszeitraum, weil es vor einer globalen Liquiditätsausweitung lag. 2021 hingegen war durch eine massive Rallye nach 12-fachem BTC-Anstieg und 30 % weltweiter Liquiditätszunahme geprägt.
Wo stehen wir jetzt?
Laut Coutts befindet sich der DRS aktuell im untersten Risikobereich. Das bedeutet:
- Wenig Aussagekraft für die Kursrichtung
- Zwei plausible Szenarien:
- Entweder ein brutaler Abverkauf, falls das Top bereits erreicht ist
- Oder ein erneuter Schub auf neue ATHs, angetrieben von Liquiditätszufluss
Globale Liquidität: Der Katalysator?
Ein zentrales Element in Coutts’ Analyse ist die globale Liquidität, insbesondere die Kontraktion des Global Liquidity Index – so lange wie nie zuvor in Bitcoins Geschichte:
„Seit drei Jahren schrumpft der globale Liquiditätsindex. Frühere Phasen dauerten maximal zwei Jahre. Wie lange kann das so weitergehen?“
Coutts geht davon aus, dass bald eine Wende kommen muss:
„Regierungen mit Schuldenquoten > 100 % können ihre Refinanzierung nicht sicherstellen, wenn das nominale BIP die Zinslast nicht deckt. Das Fiat-System wird ohne neue Liquidität kollabieren. Die 'Spice' muss fließen.“
Er verweist auf die Hebelwirkung des Derivatemarkts, der laut seiner Schätzung viermal so groß wie der Spotmarkt sei. Ein Liquiditätsschub könnte daher zu einer explosiven Aufwärtsbewegung führen:
„Mein Ausblick: BTC erreicht neue ATHs bis Mai oder spätestens Ende Q2.“
Jamie Coutts’ Auswertung zeigt: Bitcoin steht an einem Scheideweg. Entweder folgt ein neuer Bullenlauf ähnlich dem aus dem Jahr 2020 – oder ein heftiger Abverkauf wie 2019. Die Entscheidung dürfte stark davon abhängen, ob die globale Liquidität wie erwartet in den kommenden Wochen erneut zulegt. Trader und Investoren sollten die Entwicklungen genau beobachten.