Peter Thiels Founders Fund steigt bei Ethereum-Treasury-Unternehmen BitMine ein
Ein neuer Großinvestor betritt die Ethereum-Bühne: Laut einer am Dienstagabend veröffentlichten Mitteilung bei der US-Börsenaufsicht SEC hat der milliardenschwere Risikokapitalgeber Peter Thiel über seine Investmentvehikel rund 5,09 Millionen Stammaktien des Unternehmens BitMine Immersion Technologies (Ticker: BMNR) erworben. Das entspricht einem Anteil von 9,1 Prozent an dem börsennotierten Unternehmen mit Sitz in Las Vegas, das sich auf Ethereum-Investments spezialisiert hat.
Erster bedeutender Ethereum-Treasury-Deal von Thiel
Der Einstieg erfolgt über sechs verschiedene Investmentvehikel, die alle unter dem Dach des Founders Fund agieren. In der Einreichung wird Thiel als Manager mit gemeinsamem Stimm- und Verfügungsrecht genannt. Zudem wurde die Beteiligung als „passiv“ deklariert – ein Zeichen dafür, dass Thiel aktuell keine operative Kontrolle über das Unternehmen anstrebt.
Die Reaktion der Märkte ließ nicht lange auf sich warten: Nachbörslich schoss die BitMine-Aktie um mehr als 12 Prozent auf 44,97 US-Dollar in die Höhe. Das entspricht einem zusätzlichen Börsenwert von rund 280 Millionen Dollar – ein beeindruckender Sprung, der die ohnehin rasante Kursrallye des Unternehmens weiter befeuert. Bereits in der Woche vor dem 3. Juli hatte der Kurs um 3.000 Prozent zugelegt, nachdem BitMine eine Privatplatzierung im Wert von 250 Millionen Dollar angekündigt hatte. Ziel: der massive Ausbau der eigenen Ethereum-Reserven.
Ethereum-Bestände von BitMine explodieren
Nur wenige Tage nach Abschluss der Finanzierungsrunde verkündete BitMine am 14. Juli, dass man inzwischen 163.142 ETH halte – ein Gegenwert von rund 500 Millionen US-Dollar. Das bedeutet, dass das Unternehmen seine ETH-Bestände innerhalb weniger Handelstage verdoppeln konnte. Thomas “Tom” Lee, Mitgründer von Fundstrat und seit Kurzem Aufsichtsratsvorsitzender bei BitMine, erklärte:
„Seit Abschluss der Kapitalerhöhung haben wir unser Ethereum-Vermögen auf über 500 Millionen Dollar ausgebaut. Das ist ein klarer Beleg dafür, dass unsere Strategie aufgeht.“
Lee verfolgt eine ambitionierte Vision: BitMine soll das Ethereum-Äquivalent zu MicroStrategy werden – also ein Unternehmen, das gezielt ETH auf die Bilanz nimmt, um vom langfristigen Kursanstieg und potenziellen Staking-Erträgen zu profitieren. Lee sieht Parallelen zu Bitcoin-Treasury-Firmen, bei denen große Krypto-Bestände zu einem reflexiven Werttreiber für den Aktienkurs wurden. Seiner Einschätzung nach könnten Unternehmen, die rund fünf Prozent des zirkulierenden ETH-Angebots halten, ebenfalls eine Art „Wall-Street-Put“ etablieren – ein inoffizieller Wertanker für die Aktie selbst.
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Thiels Einstieg als Ritterschlag für Ethereum
Der Einstieg von Peter Thiel wird in der Ethereum-Community als bedeutsames Signal gewertet. Zwar nennt die 13G-Mitteilung keinen Kaufpreis, doch die Blockgröße von über fünf Millionen Aktien macht deutlich, dass es sich um eine ernsthafte Wette handelt. Obwohl Thiel bislang als passiver Investor auftritt, ist seine Nähe zu Ethereum historisch belegt: Bereits 2014 unterstützte seine Stiftung Vitalik Buterin finanziell, der daraufhin die Universität verließ, um sich ganz der Entwicklung von Ethereum zu widmen.
Der Fall BitMine steht nicht allein: In den letzten Wochen gab es eine auffällige Zunahme institutioneller Nachfrage nach Ethereum-Treasury-Strategien. Immer mehr börsennotierte Unternehmen sehen ETH nicht nur als Wertspeicher, sondern auch als renditestarke Alternative zu Bitcoin. Firmen wie Bit Digital und SharpLink verzeichneten zweistellige Kursgewinne, nachdem sie ähnliche Pläne angekündigt hatten.
Der Trend zeigt: Ethereum gewinnt als strategischer Vermögenswert auf Unternehmensebene rasant an Bedeutung. Mit Thiels Einstieg könnte der Markt für ETH-Treasuries endgültig den Sprung aus der Nische schaffen – und das Potenzial entfalten, sich langfristig als feste Säule institutioneller Portfolios zu etablieren.