Kryptomarkt zeigt erste Anzeichen einer möglichen Stabilisierung

Stefan Haas
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Stefan Haas
Finanz- und Krypto-Redakteur

Die Mechanik hinter den Coins fasziniert ihn seit neun Jahren mehr als jeder kurzfristige Hype. Als Ingenieur blickt er seit 2016 tief in die technische Basis von Krypto Projekten und nutzt seine Erfahrung als ehemaliger Miner um Marktentwicklungen für unsere Leser präzise einzuordnen.

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Der Kryptomarkt zeigt nach starker Korrektur erste Entspannungssignale. Positive US Konjunkturdaten, extreme Angstwerte bei der Marktstimmung und nachlassende geopolitische Spannungen deuten auf eine mögliche kurzfristige Stabilisierung hin.

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Kryptomarkt zeigt erste Anzeichen einer möglichen Stabilisierung
  • Der ISM Einkaufsmanager Index aus den USA signalisiert mit einem deutlichen Sprung über die 50 Punkte erstmals seit längerer Zeit wieder wirtschaftliche Expansion.
  • Die Marktstimmung liegt im Bereich extremer Angst und gilt historisch als konträres Signal, das häufig nahe lokaler Tiefpunkte auftritt.
  • Entspannungen im geopolitischen Umfeld und Aussicht auf ein Ende des US Shutdowns reduzieren zusätzliche Belastungsfaktoren für den Kryptomarkt.

Nach der ausgeprägten Korrektur der vergangenen Wochen befindet sich der Kryptomarkt weiterhin in einer technisch schwachen Ausgangslage. Die Abwärtsbewegung hat zu einer deutlichen Reduktion der Risikobereitschaft geführt und viele Marktteilnehmer defensiv positioniert. Gleichzeitig verdichten sich jedoch Hinweise, dass die Phase maximaler Unsicherheit zumindest kurzfristig nachlassen könnte. Mehrere unabhängige Signale aus dem makroökonomischen Umfeld, der Marktstimmung sowie der geopolitischen Lage sprechen für eine mögliche Entspannung, ohne bereits eine nachhaltige Trendwende zu bestätigen.

Manuel von rundumbitcoin

Analyse von "rundumbitcoin" auf https://www.youtube.com/watch?v=xTDVazI-A5Y

ISM Einkaufsmanager Index als makroökonomisches Signal

Ein zentrales Argument liefert der aktuelle ISM Einkaufsmanager Index aus den USA. Der Index wurde mit 52,6 Punkten veröffentlicht und lag damit deutlich über den Erwartungen von 48,5 Punkten. Diese Abweichung ist statistisch relevant und gewinnt zusätzlich an Bedeutung durch die Marke von 50 Punkten, die als Schwelle zwischen wirtschaftlicher Schrumpfung und Expansion gilt. Während der Konsens noch von einer rückläufigen Wirtschaftsleistung ausging, signalisiert der neue Wert ein klares Wachstum innerhalb der US Industrie.

Der ISM Index basiert auf Befragungen von Einkaufsmanagern produzierender Unternehmen und bildet reale wirtschaftliche Aktivität ab. Es handelt sich damit um einen indikatornahen Datensatz, der weniger anfällig für rein marktgetriebene Erwartungen ist. Der aktuelle Stand markiert zudem den höchsten Wert seit rund 40 Monaten. In den vergangenen Jahren bewegte sich der Index überwiegend unterhalb der Wachstumsschwelle. Die Rückkehr in den Expansionsbereich kann als Hinweis gewertet werden, dass sich die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen stabilisieren.

Für Risikoanlagen ist diese Entwicklung grundsätzlich relevant, da ein wachsendes wirtschaftliches Umfeld tendenziell mit einer höheren Bereitschaft zur Allokation außerhalb defensiver Anlageklassen einhergeht. Parallel dazu waren zuletzt Zuflüsse in Edelmetalle zu beobachten, die nun erste Schwächesignale zeigen.

Marktstimmung und konträre Indikatoren

Ergänzend dazu liefert der Crypto Fear and Greed Index ein weiteres relevantes Signal. Der Index ist erneut in den Bereich extremer Angst gefallen und notiert im niedrigen zweistelligen Bereich. Historisch wurde dieses Niveau häufig in Phasen erreicht, in denen der Markt bereits stark unter Druck stand. Der Indikator gilt als Kontraindikator, da extreme Angst in der Vergangenheit häufig in zeitlicher Nähe zu lokalen Tiefpunkten auftrat.

Fear and Greed Index

Gleichzeitig ist zu berücksichtigen, dass niedrige Indexstände auch über längere Zeiträume anhalten können. In mehreren Marktphasen folgten auf extreme Angst zunächst Seitwärtsbewegungen oder weitere Kursverluste. Der Indikator liefert daher kein isoliertes Wendepunkt Signal, sondern ordnet sich als Bestandteil der Gesamtstruktur ein. Dennoch zeigt die Marktpsychologie, dass sehr negative Erwartungen häufig aus bereits erfolgten Abverkäufen resultieren.

Geopolitische Entspannung und rückläufige Unsicherheiten

Auch das geopolitische Umfeld liefert erste Entlastungssignale. Zwischen den USA und Indien wurden Fortschritte bei Handelsfragen gemeldet, während gleichzeitig Gesprächsbereitschaft zwischen den USA und dem Iran signalisiert wurde. Noch vor kurzer Zeit hatten Eskalationssorgen die Märkte zusätzlich belastet. Die Aussicht auf diplomatische Annäherung reduziert dieses Risiko.

Darüber hinaus wird erwartet, dass der laufende US Shutdown zeitnah beendet wird. Eine Lösung in diesem Bereich würde eine weitere Unsicherheitsquelle aus dem Markt nehmen. In der Summe ergeben diese Faktoren ein Umfeld, das weiterhin fragil bleibt, jedoch erste Anzeichen einer Beruhigung zeigt.

 

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Die Mechanik hinter den Coins fasziniert ihn seit neun Jahren mehr als jeder kurzfristige Hype. Als Ingenieur blickt er seit 2016 tief in die technische Basis von Krypto Projekten und nutzt seine Erfahrung als ehemaliger Miner um Marktentwicklungen für unsere Leser präzise einzuordnen.