„Killing Satoshi“: Hollywood-Thriller um die Identität von Satoshi Nakamoto verspricht Kontroverse

Michael Sprick
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Michael Sprick
Kryptojournalist

Seit 7 Jahren berichtet er aus Barcelona über die Kryptowelt und bringt Erfahrung von Stationen wie BTC ECHO mit. Er spezialisiert sich auf Web3 sowie die EU MiCA Regulierung. Seine kritischen Analysen verbinden technisches Wissen mit Marktgeschehen und bieten Lesern klare Orientierung.

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„Killing Satoshi“: Hollywood-Thriller um die Identität von Satoshi Nakamoto verspricht Kontroverse

 

Hollywood verfilmt mit "Killing Satoshi" unter Regie von Doug Liman die kontroverse Suche nach der Identität von Bitcoin-Gründer Satoshi Nakamoto als Verschwörungsthriller mit Casey Affleck und Pete Davidson in den Hauptrollen. Derzeit sorgen Gerüchte über Finanzierungsverbindungen zu Calvin Ayre und Craig Wright für reichlich Diskussionsstoff schon im Vorfeld für Diskussionsstoff.

Hollywood befasst sich mit der heiklen Thematik der Identität von Satoshi Nakamoto

Bereits letztes Jahr wurde bekannt, dass Hollywood sich mit der weltbewegenden Erfindung von Bitcoin befasst und sich dabei sogar an die geradezu mystische Gestalt von Satoshi Nakamoto heranwagt. Zwar ist der genaue Plot des Films noch nicht bekannt, doch Finanzierung, Produktion und auch die Besetzung des Films lassen bereits darauf hindeuten, dass der Film gelinde gesagt kontrovers werden dürfte. 

Killing Satoshi befindet sich derzeit in der Präproduktion und war zunächst für 2026 angekündigt. Inzwischen erscheint jedoch eine Veröffentlichung im nächsten Jahr, also 2027 wahrscheinlicher.

Was bereits über den Film bekannt ist

Beim Film sind vor allem die Schlüsselbesetzungen Drehbuchautor, Regisseur, Produktionsteam sowie offenbar die Hauptrollen bekannt. Wenn auch bisher wenig Inhaltliches definitiv über den Film bekannt ist, lässt dies zumindest eine grobe Vorstellung zu, wie der Film sich thematisch, technisch gestalten wird und in welchem Genre er einzuordnen ist.

Produktionsteam

Bei imdb, dem Film-Archiv- und Bewertungsportal lassen sich bereits oberflächliche Details über den Film nachlesen. Der Regisseur des Filmes wird Doug Liman sein. Der A- und B-Blockbuster-Regisseur und Produzent dürfte im DACH-Raum am bekanntesten für die Bourne-Filmereihe mit Matt Damon sein, aber auch Mr. & Mrs. Smith und Edge of Tomorrow (Tom Cruise und Emily Blunt) gehören zu seinen Erfolgen.

Drehbuchautor des Films ist derweil Nick Schenk, der als Clint Eastwoods Haus-Autor bekannt ist und bei dessen Filmen Gran Torino, The Mule und The Judge mitgewirkt hat. Eine weitere wichtige Person ist der Produzent Ryan Kavanaugh, der beim thematisch ähnlichen Film The Social Network schon als Produzent tätig war. 

Hauptrollen-Besetzung

Weiter sind zwei Filmstars bekannt, die wohl die Hauptrollen besetzen werden. Es handelt sich um den A-List-Schauspieler Casey Affleck, der vor allem für Manchester by the Sea bekannt ist. Für diesen Film von 2017 erhielt Affleck sowohl einen Oscar als auch einen Golden Globe. Weiterhin wirkte er in Nebenrollen auch bei Blockbustern wie Oppenheimer, Interstellar oder Ocean’s Eleven mit. 

Ein weiterer bekannter Schauspieler, offenbar ebenfalls in Hauptrolle, ist der B-List-Schauspieler Pete Davidson. Pete Davidson ist vor allem für seine langjährige Mitwirkung bei Sketchen von Saturday Night Live (2014–2022) bekannt, wirkte aber auch in Nebenrollen bei Blockbustern wie The Suicide Squad (2021), Bodies Bodies Bodies (2022) sowie Transformers: Aufstieg der Bestien (2023) mit.

Eine weitere Besetzung könnte Chris Hemsworth sein, der nicht offiziell als Schauspieler gelistet ist. Er ist als A-List Schauspieler vor allem für seine Rolle als Thor in Marvel-Filmen bekannt. Wäre er tatsächlich am Film beteiligt, wäre Hemsworth der bekannteste Name in der Produktion. Allerdings geht seine Beteiligung nur aus einem X-Post hervor, das ein Foto mit ihm und Pete Davidson enthält, womit wir in den Bereich der Spekulation und Gerüchte kommen.

Nähe zu Bitcoin-SV-Influencer?

 

Dass Chris Hemsworth an dem Film beteiligt sein könnte, ist durch einen Tweet von Kurt Wuckert Jr. bekannt geworden. Er ist ein bekannter Wortführer und Mining-Pool-Betreiber von Bitcoin SV. Er kommentierte dazu, dass er überrascht war, dass “Chris […] full method” gehen wollte. “Full Method” ist dabei eine Herangehensweise beim Schauspielern, bei der die Schauspieler sich so gut wie möglich mit der Figur identifizieren und sich in diese hineinversetzen.

Interessant ist der Tweet dadurch, dass Pete Davidson eine grobe Ähnlichkeit mit Wuckert Jr. hat und daher für diese Rolle infrage käme. In anderen Quellen wird Davidson dagegen als Darsteller von Satoshi gehandelt, was nicht seinem Profil in Comedy-Besetzungen entsprechen würd. Die grobe, äußerliche Ähnlichkeit zu Kurt Wuckert Jr. fällt dagegen eher ins Auge. 

Das Problem mit dem geposteten Bild ist, dass es sich offenbar um ein AI-generiertes Bild handelt. Zu erkennen ist dies an den verzerrten Proportionen am Arm der dargestellten Person, die Hemsworth darstellen soll. Im Hintergrund gibt es zudem Unschärfen bei den Bäumen und sehr auffälig bei der Person im Hintergrund, deren Arm komplett verzerrt ist. Das ganze ist daher also definitiv eine Falschinformation.

 

Weitere Hinweise zu Bitcoin-SV-Verbindungen

Dennoch tragen auch Gegner des Bitcoin-SV-Lagers zusätzliche Informationen zur Produktion des Films heran, die auf eine inhaltliche Ausrichtung mit dem BSV-Lager hindeuten. So postete der selbsternannte Whistleblower Christen Ager Hanssen, dass Calvin Ayre der Film zur Finanzierung angeboten wurde. Belegt hat er dies durch den Screenshot einer E-Mail.

 

Zuvor hatte auch der Account Truth_Machine schon auf die Verbindung zu Calvin Ayre hingedeutet. Nick Schenk, der Drehbuchautor, hat demnach schon in der Vergangenheit mit besagtem 

 

Wichtig ist dies daher, da Calvin Ayre als Freund und Förderer von Craig Wright gilt. Damit gerät Wright auch als mögliche zentrale Figur des Films, den Protagonisten “Satoshi” in den Fokus. 

Craig Wright und Faketoshi-Thematik im Mittelpunkt des Films?

Wer die Entwicklungen rund um Bitcoin seit einigen Jahren eifrig verfolgt, dem dürfte Craig Wright kein unbekannter Name sein. Er kam 2016 das erste Mal als möglicher Kandidat für die wahre Identität hinter dem Pseudonym Satoshi Nakamto infrage. Gizmodo und Wired brachten Craig Wright damals zum ersten Mal in die Verhandlung als Erfinder von Bitcoin.

In einer privaten Signing-Session mit dem Bitcoin Entwickler Gavin Andresen bestätigte dieser, dass Craig Wright eine private Nachricht als Satoshi Nakamoto signen konnte. Berichtet hat über dieses Treffen der berühmte Journalist Andrew O’Hagan, der vor allem für seine Zusammenarbeit mit Julian Assange bekannt ist. Die Bitcoin-Community zweifelte diese Story jedoch an. Seither kommt die Kontroverse um den “Faketoshi” immer wieder auf. Seit zwei Jahren scheint der Sachverhalt jedoch gerichtlich geregelt zu sein.

Der High Court of Justice im Vereinigten Königreich urteilte 2024 schließlich, dass Craig Wright Dokumente bewusst fälschte, um zu bewusst, dass es sich bei ihm um Satoshi Nakamoto handelte. Sollte der Film, wie all die bisherigen Hinweise andeuten, dennoch die Sicht darstellen, dass Satoshi Nakamoto dennoch Craig Wright ist, dürfte dies eine massive Quelle für FUD, FOMO und Kontroverse sein – vorausgesetzt, dass der Film überhaupt ein nennenswertes Publikum erreicht.

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