FIFA-Ticket-Token: Schweizer Behörde prüft Glücksspielverdacht

Patrick Krauss
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Patrick Krauss
News & Chart Analyst

Wenn Kurse plötzlich springen und die Marktstimmung kippt ist er sofort am Ticker. Seit sechs Jahren beobachtet er Bitcoin sowie Altcoins live und filtert aus dem Lärm der Börsen echte Informationen. Er liefert schnelle Updates und Orientierung damit niemand in volatilen Phasen blind handeln muss.

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FIFA-Ticket-Token: Schweizer Behörde prüft Glücksspielverdacht

Die Interkantonale Geldspielaufsicht (Gespa) der Schweiz untersucht derzeit, ob die von der FIFA angebotenen „Right-to-Buy“-Token (RTB) als Glücksspiel eingestuft werden könnten. Dabei handelt es sich um NFTs, die ihren Inhabern ein Vorkaufsrecht für Eintrittskarten zu Spielen der Fußball-Weltmeisterschaft 2026 sichern.

Laut Gespa-Direktor Manuel Richard gibt es bislang keine Hinweise auf Fehlverhalten, doch erste interne Einschätzungen lassen eine Glücksspielrelevanz nicht ausschließen. Die Behörde sammelt derzeit weitere Informationen, um zu entscheiden, ob regulatorische Maßnahmen notwendig sind.

Die Tokens sind auf dem offiziellen NFT-Marktplatz der FIFA erhältlich, der in Zusammenarbeit mit dem Web3-Partner Modex betrieben wird. Sie garantieren den Erwerb eines WM-Tickets zum Nennwert, sofern bestimmte Bedingungen erfüllt sind, etwa die Qualifikation des gewählten Teams für das jeweilige Spiel.

Die Gespa prüft nun, ob damit ein Glücksspielelement einhergeht, insbesondere bei Token wie dem „Right to Final: England“, der 999 US-Dollar kostet, aber nur dann zum Ticketkauf berechtigt, wenn England das Finale erreicht.

Token-Verkäufe bringen der FIFA Millionen

Obwohl es sich bei den RTBs nicht um direkte Eintrittskarten handelt, sondern um bedingte Kaufrechte, sorgen die Preise und die Mechanik dahinter für Diskussionen. Token für Favoriten wie Brasilien, Argentinien oder England wurden für bis zu 999 US-Dollar verkauft, viele davon sind bereits ausverkauft. Tickets für Spiele von Außenseiter-Nationen sind günstiger zu haben.

Die FIFA selbst hat sich bisher nicht zu den laufenden Untersuchungen geäußert. Laut Schätzungen der New York Times könnte der Weltfußballverband durch den Verkauf der Token aber bereits rund 15 Millionen US-Dollar eingenommen haben. Gleichzeitig weist das Modell erhebliche Risiken auf: Bei fast 50 teilnehmenden Nationen werden die meisten Token wohl nicht zum Ticketkauf berechtigen. Dass die eigentlichen Eintrittskarten zusätzlich bezahlt werden müssen, erhöht den finanziellen Einsatz weiter. Auf dem offiziellen Wiederverkaufsportal der FIFA erreichen Finaltickets bereits Preise von bis zu 30.000 US-Dollar.

Ticketrevolution oder rechtliche Grauzone?

Die Idee hinter den Right-to-Buy-Tokens ist nachvollziehbar: Die FIFA will dem enormen Andrang auf Tickets gerecht werden. Zur WM 2022 in Katar kamen auf 3,4 Millionen verfügbare Eintrittskarten 23 Millionen Anfragen. Mit den RTBs versucht der Verband, die Verteilung zu steuern. Gleichzeitig entsteht jedoch eine neue Form von Exklusivität, die von regulatorischer Seite nun kritisch betrachtet wird.

Ob es sich bei den RTBs um ein cleveres Verkaufsinstrument oder um ein verkapptes Glücksspiel handelt, dürfte die Untersuchung der Gespa klären. Sollten die Tokens als geldspielrelevant eingestuft werden, drohen Zugriffsblockaden in bestimmten Ländern oder gezielte Anpassungen am Vertriebsmodell.

FIFA setzt auf Avalanche

Die FIFA verfolgt ihre NFT-Strategie seit 2022 konsequent weiter. Die Einführung der FIFA-Collect-Plattform auf der Algorand-Blockchain war der erste Schritt ins Web3. Seitdem hat sich das Projekt weiterentwickelt. Im Mai 2025 migrierte man auf die Avalanche-Blockchain, um von deren EVM-Kompatibilität und Subnet-Funktionalität zu profitieren. Das Ziel: Eine skalierbare, eigens zugeschnittene Infrastruktur für Großereignisse wie die WM 2026, um selbst bei hohem Nutzerandrang eine reibungslose Abwicklung zu garantieren.

<blockquote class="twitter-tweet"><p lang="en" dir="ltr">It’s more than a ticket, it’s a core memory in the making.<br><br>Fans can now lock in their right to secure a seat at FIFA World Cup 26™ with a Right-to-Buy digital collectible on <a href="https://twitter.com/FIFACollect?ref_src=twsrc%5Etfw">@FIFACollect</a>. <a href="https://t.co/blwy7YJznJ">pic.twitter.com/blwy7YJznJ</a></p>&mdash; Avalanche🔺 (@avax) <a href="https://twitter.com/avax/status/1971564201953935829?ref_src=twsrc%5Etfw">September 26, 2025</a></blockquote> <script async src="https://platform.twitter.com/widgets.js" charset="utf-8"></script>

Neben NFT-Tickets brachte die FIFA auch digitale Sammlerstücke und Web3-Spiele auf den Markt. Der Einstieg ins Blockchain-Gaming erfolgte mit dem Mobile-Game FIFA Rivals, das auf der Mythos-Blockchain läuft und NFT-Spielerkarten verwendet.

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Wenn Kurse plötzlich springen und die Marktstimmung kippt ist er sofort am Ticker. Seit sechs Jahren beobachtet er Bitcoin sowie Altcoins live und filtert aus dem Lärm der Börsen echte Informationen. Er liefert schnelle Updates und Orientierung damit niemand in volatilen Phasen blind handeln muss.