Ethereum unter Druck: Gerüchte um Ethereum Foundation sorgen für Unsicherheit

Patrik
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Patrik
Marktanalyst & Redakteur

Er macht seit neun Jahren das Fachchinesisch der großen Banken für private Anleger verständlich. Er nimmt komplexe Berichte von Bloomberg und macht daraus klare Analysen zu Bitcoin oder Solana. Sein Fokus liegt auf echtem Hintergrundwissen damit Anleger Marktbewegungen logisch einordnen können.

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Ethereum unter Druck: Gerüchte um Ethereum Foundation sorgen für Unsicherheit
  • Ethereum fiel von seinem Dezember-Hoch bei 4.107 USD auf unter 1.800 USD, ein Rückgang von 53 %.
  • Eine On-Chain-Transaktion von 30.098 ETH sorgte für Spekulationen über eine mögliche Liquidationsgefahr der Ethereum Foundation.
  • Spätere Analysen stellten klar, dass die fragliche Wallet nicht mit der Ethereum Foundation in Verbindung steht.

Ethereum, die nach Marktkapitalisierung zweitgrößte Kryptowährung, steht erneut unter starkem Verkaufsdruck. Nachdem ETH Mitte Dezember noch ein Hoch von 4.107 USD erreicht hatte, rutschte der Kurs auf unter 1.800 USD ab – ein dramatischer Rückgang um 53 % vom Dezember-Peak. Doch während Trader die Marktbewegungen analysieren, sorgte eine On-Chain-Transaktion für neue Spekulationen.

Gehört die Wallet wirklich zur Ethereum Foundation?

Ein von der Blockchain-Analyseplattform Lookonchain entdeckter Transfer löste Besorgnis aus. Laut einem Post auf X (ehemals Twitter) wurde eine Wallet, die mutmaßlich der Ethereum Foundation gehört, dabei beobachtet, wie sie 30.098 ETH (rund 56,08 Millionen USD) in MakerDAO einzahlte. Ziel war es offenbar, die Liquidationsgrenze für einen bestehenden Kredit abzusenken. Insgesamt befinden sich laut Lookonchain in dieser Wallet 100.394 ETH (etwa 182 Millionen USD), und die aktuelle Liquidationsgrenze des Vaults liegt bei 1.127,06 USD pro ETH.

Der hohe Betrag der Transaktion befeuerte sofort Spekulationen, ob die Ethereum Foundation selbst in eine riskante Liquidationslage geraten sei. Die On-Chain-Daten deuteten darauf hin, dass diese Wallet mit einer MakerDAO-Sicherheitseinlage in Höhe von 30.098 ETH einen kritischen Liquidationspreis festgelegt hatte. Angesichts des aktuellen Marktabschwungs sorgte dies für erhebliche Unruhe.

Korrektur: Ein früher ETH-Investor, nicht die Ethereum Foundation

Die chinesische Krypto-Nachrichtenseite Wu Blockchain verbreitete die Nachricht schnell weiter. Doch nur wenig später erfolgte eine Klarstellung basierend auf Daten von Arkham Intelligence: Die fragliche Wallet sei nicht direkt mit der Ethereum Foundation verbunden.

Laut der aktualisierten Analyse gehört die Adresse einem frühen ETH-Investor, der früher mit offiziellen Wallets der Ethereum Foundation interagierte, aber inzwischen seine Mittel eigenständig verwaltet. Die Einzahlung der 30.098 ETH sei eine strategische Maßnahme gewesen, um die Sicherheit seiner Position in MakerDAO zu stärken und den Liquidationspreis zu senken.

Wu Blockchain erklärte via X:

„Korrektur: Obwohl die Wallet 0x22...1246 von Arkham Intelligence zunächst als mögliche Ethereum-Foundation-Adresse gekennzeichnet wurde, bestätigen On-Chain-Daten das Gegenteil. Diese Adresse erhielt zwar im Mai 2022 eine 4-Millionen-DAI-Überweisung aus einem ETH-Verkauf der Ethereum Foundation, doch ihre Transaktionshistorie zeigt, dass sie zu einem Investor namens jonny.eth (0xb76) gehört. Heute wurden 30.098 ETH in einen MakerDAO-Vault eingezahlt, um eine bestehende Schuld von 78.035.224 DAI abzusichern.“

Obwohl die Liquidationsgrenze des Vaults bei 1.127 USD liegt und einige Marktbeobachter befürchten, dass dieser Preis bald erreicht werden könnte, gibt es derzeit keine Hinweise darauf, dass die Ethereum Foundation selbst betroffen ist. Die anfänglichen Gerüchte über eine drohende Liquidation der EF wurden durch die Klärungen von Wu Blockchain und Arkham Intelligence entkräftet. Der Markt bleibt dennoch angespannt, da Ethereum weiterhin mit erheblichem Verkaufsdruck zu kämpfen hat.

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Er macht seit neun Jahren das Fachchinesisch der großen Banken für private Anleger verständlich. Er nimmt komplexe Berichte von Bloomberg und macht daraus klare Analysen zu Bitcoin oder Solana. Sein Fokus liegt auf echtem Hintergrundwissen damit Anleger Marktbewegungen logisch einordnen können.