Ethereum-Rollback nach Bybit-Hack ausgeschlossen: Tim Beiko erklärt, warum das keine Option ist

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Marktanalyst & Redakteur

Er macht seit neun Jahren das Fachchinesisch der großen Banken für private Anleger verständlich. Er nimmt komplexe Berichte von Bloomberg und macht daraus klare Analysen zu Bitcoin oder Solana. Sein Fokus liegt auf echtem Hintergrundwissen damit Anleger Marktbewegungen logisch einordnen können.

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Ethereum-Rollback nach Bybit-Hack ausgeschlossen: Tim Beiko erklärt, warum das keine Option ist
  • Bybit-Hack als Rekordverlust: Die Börse verlor 1,4 Milliarden US-Dollar durch einen Angriff auf eine Kaltwallet – der größte Krypto-Hack aller Zeiten.
  • Rollback-Idee unpraktisch: Tim Beiko betont, dass das Ethereum-Netzwerk zu komplex und die gestohlenen Gelder bereits in Bewegung sind, was ein Rollback unmöglich macht.
  • Vergleich zu früheren Fällen: Anders als bei Bitcoin 2010 oder TheDAO 2016 fehlen heute die Voraussetzungen für eine erfolgreiche Rücksetzung der Blockchain.

Tim Beiko, leitender Entwickler der Ethereum Foundation, hat die Idee eines Rollbacks der Ethereum-Blockchain nach dem jüngsten Hack der Krypto-Börse Bybit entschieden zurückgewiesen. In einem ausführlichen Beitrag auf X erläuterte er, warum ein solcher Schritt weder praktikabel noch realistisch sei.

Der Bybit-Hack und seine Folgen

Der in Dubai ansässige Handelsplatz Bybit wurde am 21. Februar Opfer des größten Hacks in der Geschichte der Kryptowährungen. Angreifer erbeuteten 1,4 Milliarden US-Dollar in Form von mantle-gestakedem ETH (mETH) und anderen ERC-20-Token, indem sie eine der Cold-Wallets der Börse kompromittierten. Dieser Vorfall hat die Branche erschüttert und eine Debatte über mögliche Wiederherstellungsmaßnahmen ausgelöst.

Eine der diskutierten Optionen war ein sogenannter Blockchain-Rollback – also die Rücksetzung der Blockchain auf einen früheren Zustand, um die jüngsten Transaktionen rückgängig zu machen. Beiko verweist auf ein Beispiel aus der Bitcoin-Geschichte: 2010 korrigierte Satoshi Nakamoto eine Transaktion, bei der ein Nutzer 146 Milliarden BTC erzeugte, mittels eines Software-Patches. Zu diesem Zeitpunkt war das Bitcoin-Netzwerk jedoch noch klein, und die Kryptowährung wurde für etwa 0,07 US-Dollar gehandelt.

Warum ein Rollback heute keine Lösung ist

Ein weiteres Beispiel ist der Ethereum-Hack von 2016, als eine dApp namens TheDAO, die rund 15 % des ETH-Vorrats hielt, gehackt wurde. Damals hatten die Entwickler eine Schutzmaßnahme eingebaut, die Abhebungen für einen Monat sperrte. Diese Zeit nutzte das Team, um die Blockchain manuell anzupassen – eine „irreguläre Zustandsänderung“. Diese Entscheidung führte jedoch zu Spannungen in der Community und letztlich zur Abspaltung von Ethereum Classic.

Im Fall des Bybit-Hacks hält Beiko ein Rollback jedoch für undurchführbar. Zum einen habe der Hack keine Protokollregeln verletzt; die Angreifer nutzten eine kompromittierte Multi-Signatur-Wallet, bei der der Verwalter eine falsch dargestellte Transaktion genehmigte. Zum anderen habe der Hacker bereits begonnen, die gestohlenen Gelder zu bewegen – anders als bei TheDAO. Ein Rollback würde daher zu einem endlosen Katz-und-Maus-Spiel führen. Schließlich sei das Ethereum-Netzwerk heute durch zahlreiche Bridges und DeFi-Protokolle so stark vernetzt, dass eine erneute „irreguläre Zustandsänderung“ verheerende Blockchainreaktionen auslösen könnte.

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Er macht seit neun Jahren das Fachchinesisch der großen Banken für private Anleger verständlich. Er nimmt komplexe Berichte von Bloomberg und macht daraus klare Analysen zu Bitcoin oder Solana. Sein Fokus liegt auf echtem Hintergrundwissen damit Anleger Marktbewegungen logisch einordnen können.