Ethereum gewinnt bei Family Offices: Neue Daten zeigen differenzierte Allokation zwischen BTC- und ETH-ETPs

Patrik
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Patrik
Marktanalyst & Redakteur

Er macht seit neun Jahren das Fachchinesisch der großen Banken für private Anleger verständlich. Er nimmt komplexe Berichte von Bloomberg und macht daraus klare Analysen zu Bitcoin oder Solana. Sein Fokus liegt auf echtem Hintergrundwissen damit Anleger Marktbewegungen logisch einordnen können.

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Ethereum gewinnt bei Family Offices: Neue Daten zeigen differenzierte Allokation zwischen BTC- und ETH-ETPs
  • Family Offices bevorzugen Ethereum stärker als Bitcoin in ihren ETP-Portfolios

  • Große institutionelle Akteure bleiben bei Bitcoin dominant – aber Ethereum zeigt breitere Streuung

  • Top-Halter wie Goldman Sachs und Jane Street investieren in beide Märkte, jedoch mit teils klaren Schwerpunkten

Family Offices setzen stärker auf Ethereum

Neue Daten von Bitwise zum Stichtag 31. Dezember 2024 zeigen ein interessantes Allokationsmuster unter institutionellen Investoren: Während Hedgefonds und Vermögensverwalter weiterhin klar auf Bitcoin setzen, zeigen Family Offices und Treuhandgesellschaften eine auffallende Präferenz für Ethereum.

Konkret halten Family Offices 0,62 % der verwalteten Mittel in Ethereum-ETPs, während sie bei Bitcoin lediglich 0,13 % der ETP-Vermögenswerte stellen. Obwohl dies in absoluten Beträgen kaum ins Gewicht fällt, ergibt sich daraus ein relativer ETH-Vorteil im Verhältnis von fast 5:1 in dieser Investorengruppe.

Diese Diskrepanz deutet auf unterschiedliche Risiko- und Innovationsprofile hin: Während Bitcoin eher als "digitales Gold" mit klarer Store-of-Value-Funktion gesehen wird, bevorzugen kleinere, flexiblere Anleger wie Family Offices offenbar Ethereum als Plattform mit größerem technologischen Potenzial.

Institutionelle Landschaft: Bitcoin dominiert, Ethereum ist breiter verteilt

Bei den großen institutionellen Gruppen bleibt Bitcoin klarer Spitzenreiter. Die Aufschlüsselung der Bitcoin-ETP-Anleger sieht wie folgt aus:

  • Hedgefonds: 36,97 %

  • Investment Advisors: 33,11 %

  • Brokerages: 14,91 %

Damit entfallen mehr als 85 % der BTC-ETP-Allokation auf klassische Finanzakteure. Banken und Pensionsfonds spielen mit 1,27 % bzw. 1,02 % nur eine Nebenrolle. Auch Private Equity ist mit 2,9 % bei Bitcoin und 1,11 % bei Ethereum gering vertreten. Bei Ethereum zeigt sich ein ausgeglicheneres Bild:

  • Brokerages: 25,25 %

  • Investment Advisors: 29,79 %

  • Hedgefonds: 24,74 %

  • „Other“ (inkl. Family Offices, Trusts, Einzelinvestoren): 16,96 %

Die größere Streuung bei Ethereum-ETPs lässt vermuten, dass hier mehr unterschiedliche Anlegertypen engagiert sind – was auf ein breiteres Narrativ und differenzierte Use Cases hinweist.


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Top-Halter: Bitcoin dominiert in Volumen, Ethereum punktet bei Vielfalt

Auch bei den größten institutionellen Haltern zeigt sich ein deutlicher Unterschied. Bei den Bitcoin-ETPs liegt Millennium Management mit $4,42 Mrd. an der Spitze, gefolgt von Brevan Howard, Jane Street und Goldman Sachs.

Im Ethereum-Segment führt Goldman Sachs mit $477 Mio., dicht gefolgt von Jane Street mit $450 Mio. und Millennium Management mit $182 Mio.

Auffällig ist, dass einige Adressen auf beiden Seiten auftauchen – etwa Jane Street, D.E. Shaw und Brevan Howard –, während andere nur in einem Marktsegment präsent sind. So engagieren sich Elequin, HBK Investments, SG Americas Securities und Almitas Capital ausschließlich in Ethereum-ETPs, während Capula Management und Horizon Kinetics nur Bitcoin halten.

Diese Unterschiede unterstreichen:

  • Bitcoin wird eher von etablierten Großinvestoren bevorzugt

  • Ethereum zieht spezialisierte, teils technikaffinere oder wachstumsorientierte Player an

Trotz der weiterhin überragenden Kapitaldominanz von Bitcoin zeigen die Daten, dass Ethereum bei bestimmten Investorentypen strukturell an Bedeutung gewinnt. Vor allem Family Offices scheinen strategisch Ethereum stärker zu gewichten, vermutlich wegen seiner Anwendungsvielfalt und dem DeFi-Ökosystem.

Die Unterschiede in der Zusammensetzung der ETP-Investoren spiegeln dabei nicht nur unterschiedliche Risikoprofile wider, sondern auch die Wahrnehmung beider Netzwerke im institutionellen Kontext. Während Bitcoin als sicherer Wertspeicher gilt, bietet Ethereum durch Smart Contracts, Staking und Ökosystem-Wachstum mehr Flexibilität – was bei kleineren, agileren Kapitalverwaltern offenbar besser ankommt.

Zukünftig dürfte sich das Bild weiter differenzieren. Je nach Marktlage, Regulierungsrahmen und technologischer Entwicklung könnten beide Netzwerke ihre jeweilige Position im institutionellen Portfolio-Mix festigen oder ausbauen.

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Er macht seit neun Jahren das Fachchinesisch der großen Banken für private Anleger verständlich. Er nimmt komplexe Berichte von Bloomberg und macht daraus klare Analysen zu Bitcoin oder Solana. Sein Fokus liegt auf echtem Hintergrundwissen damit Anleger Marktbewegungen logisch einordnen können.