Ethereum fällt erstmals seit 15 Monaten unter 2.100 USD
Ethereum (ETH) ist am 4. März 2025 unter die Marke von 2.100 USD gefallen und markierte damit den tiefsten Stand seit über 15 Monaten. Die Kryptowährung wurde zuletzt bei 2.091,4 USD gehandelt, was einem Tagesrückgang von -2,61 % entspricht. Der Kursrückgang ist Teil eines anhaltenden Abwärtstrends, der sich in den letzten Wochen verstärkt hat. Der Verkaufsdruck wurde durch ein hohes Handelsvolumen begleitet, was darauf hindeutet, dass Anleger zunehmend aus ETH aussteigen.
Der langfristige Chart zeigt, dass der Kurs nach seinem Allzeithoch von fast 5.000 USD im Jahr 2021 einen starken Rückgang erlebte, gefolgt von einer Erholungsphase in den Jahren 2023 und 2024. Doch nun setzt sich der Abwärtstrend fort, was die Sorge vieler Anleger verstärkt.
Verkaufsdruck hält an
Ein entscheidender Faktor für die aktuelle Marktlage ist das steigende Verkaufsvolumen. In den letzten Tagen hat sich gezeigt, dass zahlreiche Trader ihre Bestände abstoßen, wodurch der Kurs weiter unter Druck gerät. Sollte die 2.000-USD-Marke nicht halten, könnten weitere Verluste bis auf 1.800 oder sogar 1.500 USD folgen. Diese Bereiche haben in der Vergangenheit als Unterstützungszonen gedient und könnten erneut eine Rolle spielen.
Auf der anderen Seite gibt es auch Widerstandsbereiche, die ein potenzielles Comeback von Ethereum erschweren. Falls sich der Kurs stabilisiert und wieder nach oben dreht, wäre die Zone zwischen 2.400 und 2.600 USD der nächste relevante Widerstand. Langfristig müsste ETH über die 3.000-USD-Marke steigen, um eine nachhaltige Erholung einzuleiten.
Aktuelle Marktlage fraglich
Neben technischen Faktoren spielen auch makroökonomische Entwicklungen eine große Rolle. Die Geldpolitik der US-Notenbank, insbesondere die Zinspolitik, hat direkte Auswirkungen auf risikoreiche Anlageklassen wie Kryptowährungen. Zudem ist die allgemeine Unsicherheit an den Finanzmärkten ein nicht zu unterschätzender Faktor. Sollte sich die wirtschaftliche Lage weiter eintrüben, könnte dies den Verkaufsdruck auf Ethereum verstärken.
Neben den internen Marktmechanismen wird der Kryptomarkt auch durch makroökonomische Ereignisse beeinflusst. Die jüngste Bestätigung von Präsident Donald Trump, dass neue Zölle auf China, Kanada und Mexiko ab dem 4. März in Kraft treten werden, hat die Marktstimmung zusätzlich verschlechtert. Diese Entscheidung weckt Sorgen über eine zunehmende wirtschaftliche Instabilität, die sich auf traditionelle Märkte und auch auf Krypto-Assets auswirken könnte. Die Aussicht auf verschärfte Handelskonflikte und eine mögliche Verlangsamung des globalen Wachstums könnte das Vertrauen der Anleger weiter schwächen.
Kurzfristig bleibt die Lage jedoch angespannt. Solange Ethereum unter 2.100 USD bleibt, dominiert das bärische Sentiment. Die nächsten Tage und Wochen werden entscheidend sein, um zu sehen, ob die aktuelle Unterstützung hält oder ob sich der Abwärtstrend fortsetzt.