Ethereum auf dem Weg zu $10.000? Analyst sieht ideale, aber noch nicht fundamentale Basis
Der bekannte Kryptoanalyst XForce sorgt mit einer kühnen Prognose für Aufsehen: Ethereum könnte im laufenden Zyklus ein neues Allzeithoch bei 9.000 bis 10.000 US-Dollar erreichen. Zwar räumt der Analyst ein, dass es bislang keine makroökonomischen Grundlagen für diesen Kursanstieg gebe, dennoch bleibe dieses Szenario in seinen Augen ein „ideales Ziel“.
Technische Indikatoren sprechen für eine impulsive Aufwärtsbewegung
Die Aussage folgte auf eine Analyse der kurzfristigen Kursentwicklung von Ethereum, bei der XForce betonte, dass der Aufwärtstrend zuletzt „objektiv impulsiv“ sei. Damit meint er, dass die technischen Signale – etwa Momentum, Volumen und Kursmuster – klar bullische Tendenzen zeigen. Solche impulsiven Bewegungen sind häufig der Auftakt zu längeren Rallyes.
The move up on the shorter timeframes was objectively impulsive (bullish w/ real time data).#ETH is still looking to shoot for new ATH's this cycle and should end around $9,000-$10,000, give or take.
No macro scenario is providing a 'good look' and remains only ideal in… pic.twitter.com/06dyOC8LoQ
— XForceGlobal (@XForceGlobal) June 26, 2025
Allerdings, so schränkt der Analyst ein, gebe es noch keinen „makroökonomischen Katalysator“, der den Kurs auf über 10.000 US-Dollar treiben könnte. Der Ausblick basiere daher auf einem idealisierten Verlauf – also einem technisch möglichen, aber fundamental noch nicht abgesicherten Szenario.
„Es bleibt ein ideales Ziel in diesem Zyklus, auch wenn der makroökonomische Rahmen derzeit fehlt“, so XForce auf X (ehemals Twitter).
Auch andere Analysten sehen Potenzial für fünfstellige Kurse
Mit seiner Einschätzung steht XForce nicht allein da. Auch der bekannte Marktbeobachter Venturefounder hält einen Ethereum-Kurs von 10.000 US-Dollar im laufenden Zyklus für möglich. In seiner Prognose betont er jedoch, dass dieser Sprung nur dann gelingt, wenn ETH bis zum vierten Quartal 2025 die Marke von 4.000 US-Dollar nachhaltig in eine Unterstützung verwandeln kann. Das wäre ein deutliches Zeichen für eine langfristige Trendwende und anhaltendes institutionelles Interesse.
Ein weiterer Analyst, der sich zu Wort meldet, ist Titan of Crypto. Dieser verweist auf die Charttechnik und stellt fest, dass Ethereum kürzlich nach einem Fehlausbruch erneut in die technische Unterstützungszone („die Wolke“) eingetreten ist. Für eine nachhaltige bullische Entwicklung müsse ETH laut seiner Einschätzung die sogenannte Kijun-Linie bei rund 2.500 US-Dollar zurückerobern. Sollte dies gelingen, prognostiziert Titan eine Rallye bis 8.500 US-Dollar – ebenfalls ein sehr bullisches Szenario.
Alternative Mega-Rallye: Ethereum bei 150.000 US-Dollar?
Noch weiter geht XForce in einem alternativen Szenario: In einem ergänzenden Beitrag skizziert er eine potenzielle Rallye von Ethereum auf unfassbare 150.000 US-Dollar. Dabei beruft er sich auf ein ideales Elliott-Wave-Modell, bei dem Ethereum aktuell in Welle 3 oder 4 steht und in einer finalen Welle 5 bis in den sechsstelligen Bereich steigen könnte – möglicherweise bis Juli 2028.
XForce stellt jedoch klar, dass dieses Extrem-Szenario rein theoretisch ist und keine realwirtschaftliche Begründung hat. Es handelt sich um ein „was wäre wenn“-Modell, das lediglich auf langfristigen Chartmustern basiert.
„Es wäre verrückt, so etwas zu sehen, aber es bleibt eine Möglichkeit – zumindest auf dem Papier“, so der Analyst. „Es gibt keinen makroökonomischen Kontext, der das derzeit stützt.“
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Ethereum bleibt technisch interessant, doch fundamentale Basis fehlt
Was alle genannten Prognosen gemeinsam haben: Sie zeigen technisch attraktive Aufstellung, aber keine fundamentale Absicherung. Weder geldpolitische Lockerungen noch regulatorische Impulse oder große institutionelle Kapitalzuflüsse sind aktuell sichtbar, die einen Ethereum-Kurs über 10.000 US-Dollar rechtfertigen würden.
Der Analyst XForce resümiert daher nüchtern, dass es aktuell vor allem darum gehe, unter verschiedenen theoretischen Szenarien „das beste der schlechten“ auszuwählen – also jenes Szenario, das technisch möglich, aber nicht unrealistisch erscheint. Ob die Marke von 10.000 US-Dollar wirklich fällt, hängt maßgeblich davon ab, ob Ethereum in der Lage ist, die psychologisch wichtigen Marken bei 2.500 und später 4.000 US-Dollar zu überwinden – und ob der Markt endlich den fundamentalen Treibstoff liefert, den eine neue Rallye braucht. Bis dahin bleibt das Kursziel vor allem eines: ein ambitionierter Traum.