El Salvador investiert weiter in Bitcoin trotz Marktrückgang
El Salvador setzt seinen Bitcoin-Kurs fort und widersetzt sich damit erneut den Vorgaben des Internationalen Währungsfonds (IWF). Trotz der jüngsten Marktrückgänge hat das Land seine Bitcoin-Bestände weiter ausgebaut und damit seine Krypto-Strategie bekräftigt.
Neue Bitcoin-Käufe trotz fallender Kurse
Am 9. März bestätigte das Bitcoin Office von El Salvador, dass das Land sechs weitere Bitcoin im Wert von rund 500.000 US-Dollar erworben hat. Laut der offiziellen Erklärung wurden fünf BTC für die nationalen Reserven hinzugefügt, während das Land weiterhin seine Politik beibehält und täglich Bitcoin einkauft.
In der vergangenen Woche hat El Salvador insgesamt 18 BTC angehäuft, was einem Wert von etwa 1,4 Millionen US-Dollar entspricht. Der Gesamtbestand des Landes liegt nun bei über 6.100 BTC, was einem Gegenwert von über ca. 490 Millionen US-Dollar entspricht.
Diese jüngsten Käufe erfolgen während eines Marktabschwungs, bei dem der Bitcoin-Preis um rund 12 % gefallen ist und aktuell bei etwa 80.000 US-Dollar notiert. Stacy Herbert, Direktorin des Bitcoin Office von El Salvador, betonte, dass das Land bereits in der Vergangenheit Marktrückgänge genutzt habe, um seine Bestände aufzustocken. Die aktuelle Strategie sei eine Fortsetzung dieser bewährten Vorgehensweise.
Konflikt mit dem Internationalen Währungsfonds eskaliert
El Salvadors fortlaufende Bitcoin-Käufe verschärfen den Konflikt mit dem IWF, der wiederholt vor einer zu starken Verflechtung der Landespolitik mit Kryptowährungen gewarnt hat. Insbesondere stehen die Käufe im direkten Widerspruch zu den Bedingungen eines geplanten 1,4-Milliarden-US-Dollar-Finanzhilfepakets.
Ein aktueller Bericht des IWF vom Februar 2025 legt dar, dass El Salvador seine Bitcoin-Nutzung erheblich einschränken sollte. Der IWF fordert, dass die Regierung keine neuen Bitcoin ankauft, bestehende Bestände nicht aktiv ausbaut und keine Bitcoin-basierten finanziellen Verpflichtungen eingeht. Zudem soll die Nutzung der staatlichen Bitcoin-Wallet "Chivo" reduziert und ihre Verwaltung schrittweise privatisiert werden.
Darüber hinaus verlangt der IWF strengere Regularien für digitale Vermögenswerte und betont, dass jegliche Bitcoin-bezogenen Transaktionen des Staates unter größerer Aufsicht stehen müssen. Auch das Steuerwesen soll unabhängig von Bitcoin bleiben, sodass keine Steuerzahlungen in der Kryptowährung erfolgen.
Obwohl El Salvador bereits einige Zugeständnisse gemacht hatte – darunter die Aufhebung der Verpflichtung für Unternehmen, Bitcoin zu akzeptieren, sowie eine Rückführung der Steuerzahlungen in BTC – bleibt das Land seiner Krypto-Strategie treu. Präsident Nayib Bukele betonte erneut, dass die Bitcoin-Käufe fortgesetzt würden.