Dogecoin vor dem Durchbruch? Elon Musk will X zur Finanzplattform machen

Patrik
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Patrik
Marktanalyst & Redakteur

Er macht seit neun Jahren das Fachchinesisch der großen Banken für private Anleger verständlich. Er nimmt komplexe Berichte von Bloomberg und macht daraus klare Analysen zu Bitcoin oder Solana. Sein Fokus liegt auf echtem Hintergrundwissen damit Anleger Marktbewegungen logisch einordnen können.

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Dogecoin vor dem Durchbruch? Elon Musk will X zur Finanzplattform machen

Dogecoin, die einst als Scherz gestartete Kryptowährung, könnte bald ihren wohl größten Moment erleben. Denn Elon Musk – bekennender Dogecoin-Fan und Eigentümer der Plattform X (ehemals Twitter) – treibt seine Vision einer „Alles-App“ weiter voran. In einem Interview mit der Financial Times bestätigte X-CEO Linda Yaccarino, dass Nutzer „bald Investitionen und Handel direkt auf der Plattform durchführen“ können – ohne diese jemals verlassen zu müssen. Der nächste Schritt: ein eigenes digitales Wallet namens X Money.

X Money: Visa-Partnerschaft, Kryptohandel und Dogecoin im Fokus

Die geplante Finanzfunktion soll noch in diesem Jahr in den USA starten. Die Kooperation mit Visa soll es Nutzern ermöglichen, Peer-to-Peer-Zahlungen durchzuführen, im E-Commerce zu bezahlen – und vor allem: Aktien, ETFs und Kryptowährungen direkt in der App zu handeln.

Yaccarino sieht das als logische Weiterentwicklung der Plattform: „X wird der Ort, an dem man sein gesamtes finanzielles Leben abwickeln kann.“ Neben dem Wallet plant das Team laut eigenen Aussagen auch eine X-Debitkarte oder Kreditkarte, die eventuell noch vor Jahresende erscheint.

X hat bereits Geldtransferlizenzen in 41 US-Bundesstaaten sowie in Washington, D.C. erhalten. Ein wichtiger Markt fehlt allerdings noch: New York. Dort zögern die Behörden, weil noch Fragen zum Verbraucherschutz offen sind.

Für viele Beobachter ist klar: Die entscheidende Frage lautet nicht ob, sondern wann Dogecoin in X Money integriert wird.

Dogecoin und Elon Musk: Eine besondere Beziehung

Für die Kryptoszene ist das eigentliche Highlight die offensichtliche Verbindung zwischen der neuen Handelsplattform und Dogecoin – denn niemand hat den „Meme-Coin“ so oft befeuert wie Elon Musk. Bereits 2019 machte er öffentlich Witze über DOGE. 2021 nannte er sich in einer Saturday Night Live-Show den „Dogefather“. Kurz darauf konnten Tesla-Kunden Merchandise mit Dogecoin bezahlen.

Ein einfaches „D.O.G.E.“ von Musk bei einem Town-Hall-Event im Oktober 2024 ließ den Dogecoin-Kurs innerhalb von Minuten um 15 % steigen. Diese Loyalität hat Dogecoin zur wohl bekanntesten „Internet-Währung“ gemacht.

Seit seiner Ernennung zum Berater im „Department of Government Efficiency (DOGE)“ unter Präsident Trump im Januar 2025 hatte Musk sich jedoch merklich zurückgehalten. Nach seinem Rücktritt im Mai – offiziell wegen Meinungsverschiedenheiten zur Haushaltsplanung – hat er sich bislang nicht mehr öffentlich zu Dogecoin geäußert.


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Bedeutung für Dogecoin und den Kryptomarkt

Auch ohne neue Aussagen von Musk scheint die technische Infrastruktur für Dogecoin auf X bereits vorhanden zu sein. Seit 2023 können User etwa über den Partner eToro per Klick auf ein Cashtag wie $DOGE direkt zur Handelsoberfläche gelangen. Das neue Wallet dürfte diesen Prozess vereinfachen und vollständig in X integrieren – eine massive Erleichterung für Dogecoin-Anhänger.

Für X selbst ist das nicht nur eine strategische Erweiterung, sondern auch ein wirtschaftlicher Rettungsanker. Die Werbeeinnahmen des Unternehmens sind laut Berichten rund ein Drittel niedriger als vor der Twitter-Übernahme durch Musk. Zwar betont Yaccarino, dass „96 % der ehemaligen Werbepartner zurückgekehrt“ seien, doch die erwarteten 2,3 Milliarden US-Dollar Umsatz für 2025 liegen noch deutlich unter den 4,1 Milliarden aus dem Jahr 2022.

Die Hoffnung: Wenn Musk Dogecoin über X Money erneut in den Fokus rückt, könnten Nutzerzahlen, Handelsvolumen – und auch Werbeeinnahmen – kräftig steigen. DOGE wäre damit nicht mehr nur ein Meme, sondern ein zentraler Bestandteil der nächsten Generation digitaler Finanzplattformen.

Ob Musk seinen Meme-Zauber erneut entfesselt, ist unklar. Doch die Grundlagen sind geschaffen: ein Wallet mit Visa-Integration, Lizenzen in fast allen US-Staaten, eine Handelsfunktion für Krypto – und ein Milliardär, der Dogecoin wie kaum ein anderer geprägt hat.

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Er macht seit neun Jahren das Fachchinesisch der großen Banken für private Anleger verständlich. Er nimmt komplexe Berichte von Bloomberg und macht daraus klare Analysen zu Bitcoin oder Solana. Sein Fokus liegt auf echtem Hintergrundwissen damit Anleger Marktbewegungen logisch einordnen können.