Crypto Market Structure Gesetzgebung schreitet in kleinen Schritten voran

Michael Sprick
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Michael Sprick
Kryptojournalist

Seit 7 Jahren berichtet er aus Barcelona über die Kryptowelt und bringt Erfahrung von Stationen wie BTC ECHO mit. Er spezialisiert sich auf Web3 sowie die EU MiCA Regulierung. Seine kritischen Analysen verbinden technisches Wissen mit Marktgeschehen und bieten Lesern klare Orientierung.

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Crypto Market Structure Gesetzgebung schreitet in kleinen Schritten voran

Die Crypto Market Structure Leglislation erlebt nun seit Wochen und Monaten immer wieder Rückschläge. Aktuell sorgt der Wintersturm, der weite Teile der USA erfasst hat, für einen weiteren Aussetzer. Daher geht es in nur sehr kleinen Schritten für die die Kryptomarkt-Gesetze weiter. Aktuell ist der republikanisch dominierte Vorstoß im Senatsausschuss für Landwirtschaft der einzige nennenswerte Fortschritt, während der Banking-Ausschuss weiterhin blockiert bleibt.

Schneesturm sorgt für weitere Verzögerung

Am 21. Januar 2026 hatte Chairman John Boozman den neuen Entwurf des Digital Asset Market Structure Act veröffentlicht. Der Text ist klar CFTC-freundlich und würde der Commodity Futures Trading Commission die primäre Aufsicht über Spot-Märkte bei den meisten digitalen Assets geben. DeFi-Haftungsfragen, Quorum-Regeln und Ethik-Aspekte z. B. um mit Präsident Trump direkt oder indirekt assoziierte Krypto-Unternehmen bleiben teils offen oder in Klammern.

Ursprünglich war eine Markup-Sitzung für den kommenden Dienstag angesetzt. Doch ein heftiger Schneesturm an der Ostküste zwang das Komitee zur Verschiebung. Wie Eleanor Terrett und Milk Road heute Nachmittag berichteten, findet die Sitzung nun Donnerstag, 28. Januar 2026 um statt. 

Demokraten bringen Amendments ein – Banking Committee nach Coinbase-Rückzug weiterhin blockiert

Trotz der einseitigen republikanischen Veröffentlichung gibt es Bewegung bei den Demokraten. Senatorin Kirsten Gillibrand zeigte sich am 23. Januar weiter „optimistisch“, und es wurden nachträglich Amendments von Demokraten (u. a. zu Ethik und Verbraucherschutz) eingereicht. Das könnte die Chancen auf eine Weiterleitung am Donnerstag leicht verbessern, aber ein echter bipartisaner Konsens wird es offenbar nicht geben.

Parallel dazu liegt der CLARITY Act (Digital Asset Market Clarity Act) aus dem Senate Banking Committee weiterhin auf Eis. Die geplante Markup-Sitzung am 15. Januar wurde nach dem überraschenden Rückzug der Unterstützung durch Coinbase (CEO Brian Armstrong kritisierte vor allem die Regelungen zu Stablecoin-Rewards und mögliche „poison pills“ wie Swipe-Fee-Reform) abgesagt. 

Bis heute gibt es keinen neuen Termin – Bloomberg und Fortune sprechen von „mindestens mehreren Wochen“ Verzögerung. Ohne Kompromiss hier (und ohne 60 Stimmen im Senat) hat selbst ein erfolgreicher Ag-Entwurf kaum Chancen, schnell voranzukommen.

Streitpunkte drehen sich um Stablecoin-Zinsen und Vergütungen

Der Kernkonflikt dreht sich weiter um Stablecoin-Yield und Rewards: Der bereits 2025 verabschiedete GENIUS Act verbietet Zinszahlungen bei Emittenten, aber ob Drittplattformen wie Coinbase ihren Nutzern Belohnungen fürs Halten von Stablecoins geben dürfen, bleibt heiß umstritten. Bankenlobby und Teile der Demokraten fürchten Einlagenabfluss und unfairen Wettbewerb. Die Krypto-Seite hauptsächlich durch Coinbase vertreten sieht hier eine eindeutige Marktverzerrung zugunster der etablierten Banken.

Inzwischen wächst die Kritik in den Medien ebenfalls an. Experten warnen vor schwacher Aufsicht und Verbraucherschutzlücken bei explodierenden neuen Aufgaben. Der Sprecher des Weißen Hauses Patrick Witt kritisierte Coinbase daher öffentlich auf X und mahnte, dass eine Pro-Crypto-Gesetzgebung nun vielleicht historisch einmalig zu diesem Zeitpunkt möglich sei. Er zitierte dabei die Worte von Coinbase, dass kein Krypto-Gesetz besser wäre als ein schlechtes Krypto-Gesetz und entgegnete, dass “perfekt” nicht der Feind von gut genug sein dürfe.

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Seit 7 Jahren berichtet er aus Barcelona über die Kryptowelt und bringt Erfahrung von Stationen wie BTC ECHO mit. Er spezialisiert sich auf Web3 sowie die EU MiCA Regulierung. Seine kritischen Analysen verbinden technisches Wissen mit Marktgeschehen und bieten Lesern klare Orientierung.