Crypto Market Structure Gesetze sollen in Markup-Sitzung am Donnerstag vereint werden

Michael Sprick
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Michael Sprick
Kryptojournalist

Seit 7 Jahren berichtet er aus Barcelona über die Kryptowelt und bringt Erfahrung von Stationen wie BTC ECHO mit. Er spezialisiert sich auf Web3 sowie die EU MiCA Regulierung. Seine kritischen Analysen verbinden technisches Wissen mit Marktgeschehen und bieten Lesern klare Orientierung.

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Crypto Market Structure Gesetze sollen in Markup-Sitzung am Donnerstag vereint werden

Die Markup-Sitzung zur Crypto Market Structure Legislation am kommenden Donnerstag, 15. Januar 2026, markiert einen der wichtigsten Momente für die Krypto-Regulierung in den USA seit Jahren. Hier erfahrt ihr alles Wissenswerte über die Markup-Sitzungen

Doppelte Markup-Sitzung – das entscheiden die Ausschüsse am Donnerstag

Am Donnerstag, den 15. Januar 2026, finden zwei parallele Markup-Sitzungen im US-Senat statt, die für die Crypto Market Structure Legislation von zentraler Bedeutung sind. Den Auftakt macht das Senate Banking Committee unter Vorsitz von Senator Tim Scott. Die Sitzung beginnt um 10:00 Uhr ET (16:00 Uhr MEZ) und konzentriert sich auf den securities-bezogenen Teil des Gesetzes. Dazu gehören vor allem die Zuständigkeiten der SEC, Regelungen für Broker-Dealer, Aspekte dezentraler Finanzen (DeFi) sowie weitere Themen, die den Wertpapiercharakter bestimmter Tokens betreffen.

Parallel – am selben Tag – tagt das Senate Agriculture Committee unter Vorsitz von Senator John Boozman (R-AR). Der genaue Zeitpunkt dieser Sitzung ist noch nicht final öffentlich bestätigt, wird aber ebenfalls für den 15. Januar erwartet. Hier liegt der Fokus auf dem commodities-bezogenen Teil. Die CFTC-Regulierung, Spot-Märkte für sogenannte „digital commodities“, Futures-Kontrakte und verwandte Bereiche stehen im Mittelpunkt.

Beide Ausschüsse bearbeiten jeweils ihren spezifischen Abschnitt des Gesetzentwurfs. Nach erfolgreichen Markups sollen die beiden Versionen anschließend zu einem einheitlichen, gemeinsamen Gesetzentwurf fusioniert werden. Erst wenn dies gelingt, kann das Gesamtpaket überhaupt zur Abstimmung in den vollen Senat gelangen.

Das klären die Gesetze

Das Gesetz ist in seiner Rolle und Funktion etwa mit MiCA in der EU zu vergleichen. Es schafft erstmalig eine umfassende offizielle Grundlage für die Regulation von Kryptowährungen. Eine der meist diskutierten Folgen ist die Aufteilung der Zuständigkeiten zwischen Regulationsbehörden für Assets.. Die SEC bleibt für security-ähnliche Tokens zuständig, während die CFTC die Regulierungshoheit für die meisten anderen Token erhält, die als „digital commodities“ eingestuft werden. 

Dadurch werden große Kryptowährungen wie Bitcoin, Ethereum und viele andere offiziell als Rohstoffe (Commodities) klassifiziert und fallen somit unter die Aufsicht der CFTC. Zusätzlich wird eine neue Lizenzkategorie für Digital Commodity Exchanges eingeführt. Solche Plattformen unterliegen der CFTC-Regulierung, benötigen jedoch keine separate SEC-Registrierung als Wertpapierbörse mehr – das soll den Betrieb deutlich erleichtern.

Der Clarity Act umfasst zudem viele weitere Regulationen, deren Effekt und Wirkung auf die Kryptomärkte sich erst dann zeigen werden, wenn die endgültige Fassung feststeht. Derzeit gibt es noch Streitpunkte in vielen Details. 

Was passiert nach dem 15. Januar?

Wenn die Markup-Sitzungen am 15. Januar 2026 in beiden Senate-Ausschüssen (Banking und Agriculture) erfolgreich verlaufen, werden die aktuell unterschiedlichen Entwürfe zu einem gemeinsamen, einheitlichen Gesetzentwurf fusioniert.

Der so entstandene Entwurf geht dann in die volle Senatsabstimmung (Full Senate Vote). Hier reicht eine einfache Mehrheit (51 Stimmen, bei Abwesenheiten ggf. weniger), um das Gesetz durchzubringen.

Weitere Schritte nach den Markups

Parallel muss der Senat seine Version mit der bereits im House of Representatives verabschiedeten Fassung (z. B. H.R. 3633) in Einklang bringen. Dazu kommt es zur Reconciliation der beiden Kammern. Entweder nimmt eine Kammer die Version der anderen unverändert an, oder es wird ein Conference Committee eingesetzt, das die Unterschiede aushandelt und einen finalen Kompromissvorschlag vorlegt.

Sobald beide Kammern (House und Senate) exakt denselben Text verabschieden, geht das Gesetz zur Unterschrift an den US-Präsidenten Donald Trump. Bei Unterzeichnung tritt es als Gesetz in Kraft. Wahrscheinlich ist, dass es ähnlich wie bei MiCA eine Übergangsfrist geben wird, um der Branche und den Regulatoren Zeit für Anpassungen zu geben.

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Seit 7 Jahren berichtet er aus Barcelona über die Kryptowelt und bringt Erfahrung von Stationen wie BTC ECHO mit. Er spezialisiert sich auf Web3 sowie die EU MiCA Regulierung. Seine kritischen Analysen verbinden technisches Wissen mit Marktgeschehen und bieten Lesern klare Orientierung.