Charles Schwab CEO bestätigt: Direkter Bitcoin- und Ethereum-Handel für Kunden kommt „bald“

Patrik
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Patrik
Marktanalyst & Redakteur

Er macht seit neun Jahren das Fachchinesisch der großen Banken für private Anleger verständlich. Er nimmt komplexe Berichte von Bloomberg und macht daraus klare Analysen zu Bitcoin oder Solana. Sein Fokus liegt auf echtem Hintergrundwissen damit Anleger Marktbewegungen logisch einordnen können.

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Charles Schwab, einer der größten Broker der USA, wird seinen Kunden bald den direkten Handel mit Bitcoin (BTC) und Ethereum (ETH) ermöglichen. Das bestätigte CEO Rick Wurster am 18. Juli im Interview mit CNBC. Der Schritt erfolgt vor dem Hintergrund steigender Kundennachfrage – weniger aus spekulativen Gründen, sondern vielmehr mit Blick auf Vermögensübersicht und integrierte Depotführung.

Kunden fordern integrierte Krypto-Verwahrung

„Unsere Kunden sind heute bereits in Krypto investiert“, erklärte Wurster. Aktuell halten Schwab-Kunden laut seinen Angaben über 20 % aller US-basierten Krypto-ETPs – mit einem Volumen von rund 25 Milliarden US-Dollar. Im Kontext des Gesamtvermögens von 10,8 Billionen US-Dollar, das Schwab verwaltet, entspricht das jedoch nur einem Anteil von 0,2 %.

Wurster betonte, dass der geplante Zugang zu Bitcoin und Ethereum keine spekulative Expansion darstelle, sondern ein Konsolidierungstool für Kunden sei, die derzeit kleine Krypto-Bestände bei anderen Plattformen halten:

„Viele Haushalte halten 98 % ihres Vermögens bei Schwab – und nur ein bis zwei Prozent bei Krypto-Spezialanbietern, um Coins direkt zu halten. Sie wollen es zurückholen, weil sie uns vertrauen.“


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Krypto künftig auf einem Dashboard mit Aktien und Anleihen

Ein zentrales Kundenbedürfnis sei es laut Wurster, alle Vermögenswerte – Aktien, Anleihen, Bargeld und Krypto – in einem einzigen Dashboard zu sehen. Der geplante Service soll diese Anforderung erfüllen und gleichzeitig institutionelle Standards bei Verwahrung und Sicherheit bieten.

Zwar nannte Wurster kein konkretes Startdatum, doch er versprach, dass der direkte Handel mit BTC und ETH „bald“ zur Verfügung stehen werde. Er erwartet sich davon nicht nur eine verbesserte Kundenbindung, sondern auch Wachstum durch Kapitalrückführung, das aktuell bei externen Krypto-Plattformen geparkt ist.

Auf die Frage, ob dieser Schritt zu einem direkten Wettbewerb mit Coinbase führen werde, antwortete Wurster deutlich:

„Absolut.“

Schwab will sich künftig gezielt an Kunden wenden, die derzeit Krypto bei Coinbase halten, und diese zum Transfer zu Schwab bewegen – mit dem Argument eines ganzheitlichen Angebots: Rund-um-die-Uhr-Service, Portfolioanalysen und integrierte Handelsplattform.

Bisher bietet Schwab seinen Kunden nur Krypto-Exposure über ETPs an – also börsengehandelte Produkte, die Krypto-Assets abbilden. Der direkte Besitz von BTC und ETH durch Kundenmarktkonten stellt einen signifikanten Ausbau dar.

Noch offen ließ Wurster Fragen zu Gebührenstruktur, Handelspartnern und zur genauen technischen Infrastruktur (z. B. Wallets oder Schlüsselverwahrung). Er versicherte jedoch, dass Schwab dieselben Verwahrungsstandards wie für Wertpapiere anwenden werde.

Schwab positioniert sich für institutionellen Krypto-Zugang

Mit dem Schritt in den direkten Krypto-Handel öffnet sich Charles Schwab einer wachsenden Kundengruppe, die digitale Vermögenswerte nicht nur spekulativ, sondern strategisch integriert sehen will. Das Unternehmen tritt damit in direkten Wettbewerb zu Coinbase – mit dem Vorteil, bereits ein Vertrauensanker und Vermögensverwalter für Millionen US-Haushalte zu sein.

Die finale Umsetzung dürfte nicht nur Einfluss auf die Positionierung Schwabs im Finanzmarkt haben, sondern auch Druck auf etablierte Krypto-Plattformen ausüben, ihre Angebote zu institutionalisieren.

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