Cboe beantragt Ethereum-Staking für ETF – Neue Ära für Krypto-Investoren?
- Die Cboe BZX Exchange hat einen Antrag bei der US-Börsenaufsicht SEC eingereicht, um Staking für den 21Shares Core Ethereum ETF zu ermöglichen.
- Sollte die Genehmigung erteilt werden, könnten Anleger Staking-Belohnungen mit ihren ETH-Investitionen verdienen.
- Die SEC hat bisher Staking für ETFs verboten, doch eine Entscheidung wird bis Oktober 2024 erwartet.
Neuer Antrag: Ethereum-Staking für ETFs
Die Cboe BZX Exchange hat am 12. Februar 2024 einen Antrag bei der US Securities and Exchange Commission (SEC) eingereicht, um Staking für den 21Shares Core Ethereum ETF zu ermöglichen. Sollte die SEC diesem Antrag zustimmen, könnte der ETF seine Ethereum-Bestände staken und damit zusätzliche Einnahmen für Investoren generieren.
Staking ist ein zentraler Bestandteil des Proof-of-Stake (PoS)-Mechanismus von Ethereum. Dabei werden ETH-Token gesperrt, um Netzwerktransaktionen zu validieren und Belohnungen zu erhalten.
Bisher hat die SEC zwar mehrere Ethereum-ETFs genehmigt, aber Staking ausdrücklich untersagt. Die Behörde argumentiert, dass Staking möglicherweise gegen US-Wertpapiergesetze verstößt und unregistrierten Wertpapierangeboten ähneln könnte. Aufgrund dieser Bedenken hat die SEC bereits Strafmaßnahmen gegen große Krypto-Börsen wie Coinbase und Kraken ergriffen, die ihrer Meinung nach illegale Staking-Dienste angeboten haben.
Um regulatorische Risiken zu minimieren, schlägt die Cboe eine neue Methode namens „Point-and-Click-Staking“ vor. Im Gegensatz zu traditionellen Staking-Methoden, bei denen ETH an Dritte übertragen wird, bleibt das Vermögen beim ETF selbst. Dieses Modell reduziert das Diebstahlrisiko, birgt aber weiterhin das Risiko von Slashing-Strafen, falls gegen Netzwerkregeln verstoßen wird.
Die Cboe argumentiert zudem, dass der Verzicht auf Staking für den 21Shares Core Ethereum ETF vergleichbar damit sei, wenn ein traditioneller Aktien-ETF keine Dividenden aus seinen zugrunde liegenden Wertpapieren erhalten würde. Staking könnte nicht nur die Rendite für Anleger verbessern, sondern auch die Performance-Nachbildung des Ethereum-Preises optimieren.
Wird die SEC zustimmen?
Dies ist das erste Mal, dass ein in den USA notierter Krypto-ETF eine Genehmigung für Staking beantragt. Falls die SEC den Antrag bewilligt, könnte dies einen Präzedenzfall für andere Fonds schaffen, die ebenfalls Staking-Belohnungen in ihre Struktur integrieren möchten.
Einige Analysten sehen positive Signale für eine mögliche Genehmigung. Nach personellen Veränderungen innerhalb der SEC spekulieren Experten, dass die Behörde nun offener für krypto-freundliche Finanzprodukte sein könnte. Hester Peirce, eine bekannte Krypto-Befürworterin in der SEC, hat bereits angedeutet, dass das Thema Staking für ETFs noch nicht endgültig entschieden ist.
Laut Bloomberg-Analyst James Seyffart könnte die SEC die endgültige Entscheidung bis Oktober 2024 treffen. Sollte der Antrag genehmigt werden, würde dies nicht nur das Angebot an Ethereum-Investmentprodukten erweitern, sondern auch neue Möglichkeiten für Anleger schaffen, die innerhalb eines regulierten Rahmens von Staking-Belohnungen profitieren möchten.