Cardano-Gründer gibt neue Einblicke: Fortschritte mit Ripple, Verzögerungen bei Chainlink

Patrik
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Marktanalyst & Redakteur

Er macht seit neun Jahren das Fachchinesisch der großen Banken für private Anleger verständlich. Er nimmt komplexe Berichte von Bloomberg und macht daraus klare Analysen zu Bitcoin oder Solana. Sein Fokus liegt auf echtem Hintergrundwissen damit Anleger Marktbewegungen logisch einordnen können.

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Cardano-Gründer gibt neue Einblicke: Fortschritte mit Ripple, Verzögerungen bei Chainlink

In einer neuen „Ask Me Anything“-Session am Mittwochabend sprach Cardano-Gründer Charles Hoskinson ausführlich über die Entwicklungen in den Partnerschaftsgesprächen mit Ripple und Chainlink. Er berichtete von konkreten Fortschritten im Ripple-Ökosystem, während sich die Integration von Chainlink weiterhin als schwierig gestaltet. Dabei legte Hoskinson Wert auf Transparenz und gab der Community tiefe Einblicke in den aktuellen Stand der Verhandlungen.

XRP-Unterstützung kommt in Cardanos Lace-Wallet

Hoskinson bestätigte, dass die Zusammenarbeit mit Ripple mittlerweile sehr konkrete Formen angenommen hat. Ein wichtiger Meilenstein wird die Integration von XRP in Cardanos hauseigene Light-Wallet „Lace“. Damit wird es XRP-Nutzern möglich sein, ihre Token sicher und bequem direkt in der Wallet zu verwalten.

„Wir werden XRP-Support für Lace hinzufügen“, erklärte Hoskinson, und betonte, dass dies ein bedeutender Schritt für die Interoperabilität zwischen den beiden Blockchains sei.

XRP wird Teil des Midnight-Airdrops

Noch interessanter ist Hoskinsons Ankündigung, dass XRP auch im geplanten Midnight-Airdrop eine Rolle spielen wird. Midnight ist Cardanos kommende Datenschutz-Sidechain, die dezentrale Identität und vertrauliche Transaktionen ermöglichen soll. XRP-Inhaber könnten dadurch einen unmittelbaren Nutzen aus der Teilnahme an Cardanos Ökosystem erhalten.

„XRP wird Teil des Midnight-Airdrops sein“, so Hoskinson.

Diese enge Verzahnung zwischen Cardano und Ripple zeigt, wie ernsthaft die Kooperation mittlerweile vorangetrieben wird.

Gespräche über Integration von Ripple-Stablecoin RLUSD

Zusätzlich laufen laut Hoskinson Gespräche über eine mögliche native Unterstützung von Ripples neuem Stablecoin RLUSD im Cardano-Ökosystem. RLUSD wurde entwickelt, um schnelle und stabile Zahlungen auf Basis des XRP Ledgers zu ermöglichen. Eine Integration in Cardano könnte die Liquidität beider Netzwerke erheblich verbessern und neue Anwendungsfälle schaffen.

„Wir sind in Gesprächen mit RLUSD – das ist so gut, wie es nur geht“, sagte Hoskinson optimistisch.

Hoskinson hob außerdem die guten Beziehungen zum Ripple-Management hervor. Er erwähnte insbesondere Ripple-CTO David Schwartz, der ihn persönlich eingeladen habe, auf einer Ripple-Konferenz zu sprechen. Auch Projekte aus dem weiteren XRP-Ökosystem wie Flare Network zeigen inzwischen Interesse an Cardano. Flare strebt an, seine Oracle-Lösungen auch auf Cardano verfügbar zu machen, was zusätzliche Verbindungen schaffen könnte.


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Weniger positiv äußerte sich Hoskinson über die Fortschritte mit Chainlink. Zwar sei das Verhältnis zu Chainlink-Gründer Sergey Nazarov weiterhin sehr gut, doch die technische Integration zieht sich seit Monaten hin.

„Wir arbeiten hart daran“, sagte Hoskinson, „aber irgendwie ist es immer drei bis sechs Monate entfernt.“

Der Grund sei die laufende technische Umstellung bei Chainlink. Das Unternehmen migriert derzeit auf eine neue Plattform, was zu Unsicherheiten bei der Umsetzung führt. Hoskinson betonte, dass es keine politischen oder finanziellen Hindernisse gebe – es handle sich ausschließlich um technische Verzögerungen.

„Es gibt keine Streitigkeiten, kein Geldproblem, keine persönlichen Differenzen – es ist einfach die Komplexität des Umbaus bei Chainlink,“ stellte er klar.

Trotz der Probleme mit Chainlink bleibt Hoskinson optimistisch. Cardano sei offen für mehrere Oracle-Lösungen und arbeite parallel auch mit Pyth Network und Flare Network zusammen. So will Cardano seine Abhängigkeit von einem einzelnen Anbieter vermeiden und mehr Resilienz ins eigene Ökosystem bringen.

„Sergey und ich sind uns sehr ähnlich – wir haben die gleiche Bartlänge, die gleiche Körperform, die gleiche Einstellung – es gibt kein böses Blut“, scherzte Hoskinson zum Abschluss, um die freundschaftliche Beziehung zu Chainlink nochmals zu unterstreichen.

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