Cardano auf dem Weg zur Quantenresistenz: Hoskinsons Plan für die Blockchain-Zukunft

Patrik
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Patrik
Marktanalyst & Redakteur

Er macht seit neun Jahren das Fachchinesisch der großen Banken für private Anleger verständlich. Er nimmt komplexe Berichte von Bloomberg und macht daraus klare Analysen zu Bitcoin oder Solana. Sein Fokus liegt auf echtem Hintergrundwissen damit Anleger Marktbewegungen logisch einordnen können.

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Cardano auf dem Weg zur Quantenresistenz: Hoskinsons Plan für die Blockchain-Zukunft
  • Quantenbedrohung im Fokus: Charles Hoskinson warnt vor den Risiken der Quantencomputer für die aktuelle Kryptographie und betont die Dringlichkeit, Cardano quantenresistent zu machen.
  • Dreistufiger Plan: Mit einem klaren Fahrplan will Cardano seine Sicherheitsarchitektur überarbeiten – von der Analyse bis zur vollständigen Integration quantensicherer Technologien.
  • NIST-Standards als Rückenwind: Neue US-Standards für Post-Quanten-Kryptographie sollen die Hardwareentwicklung ankurbeln und Cardanos Übergang unterstützen.

In einem Livestream mit dem Titel „Post-Quantum Cardano“ stellte ADA-Gründer Charles Hoskinson eine Roadmap vor, um die Blockchain gegen die Bedrohungen durch Quantencomputer zu wappnen. Angesichts schneller Fortschritte in der Quantenhardware – etwa durch Microsoft und andere Tech-Riesen – sowie neuer US-Regierungsstandards für Post-Quanten-Kryptographie gewinnt das Thema an Brisanz.

Hoskinson begann mit einem Blick auf die rasante Entwicklung im Quantencomputing:

„Die Welt der Quantencomputer wird immer heißer, und es passieren viele magische, erstaunliche Dinge. Ich glaube, dass wir in 5 bis 10 Jahren so weit sind, dass wir unsere Kryptographie ernsthaft modernisieren müssen.“

Er verwies zudem auf die im August 2024 veröffentlichten Standards des US-amerikanischen National Institute of Standards and Technology (NIST), die mit den FIPS-Nummern 203 bis 206 Algorithmen definieren, um Quantenangriffe abzuwehren. Diese Standards, so Hoskinson, werden Hardware-Hersteller dazu anregen, spezialisierte Schaltkreise für effizientere Post-Quanten-Algorithmen zu entwickeln.

Aktuell stützt sich Cardano – wie die meisten großen Blockchains – auf elliptische Kurven-Kryptographie, die durch Shors Algorithmus auf leistungsfähigen Quantencomputern theoretisch geknackt werden könnte.

„Ein Quantencomputer kann die Sicherheit dieser Systeme zerstören“, warnte Hoskinson und betonte, dass es nicht ausreicht, einfach auf eine neue Signatur umzusteigen.

Stattdessen brauche es umfassende Sicherheitsmodelle, die auch Nebenkanalangriffe oder Brute-Force-Versuche auf alte Daten berücksichtigen.

Der dreistufige Plan für Cardano

  1. Entwicklung eines quantensicheren Modells: Zunächst sollen alle kryptographischen Protokolle Cardanos auf Schwachstellen gegenüber einem „kanonischen Quantenangreifer“ überprüft werden. „Wir müssen ein quantensicheres Modell für Cardano entwickeln und jedes verwendete Verfahren prüfen“, erklärte Hoskinson.
  2. Trennung in zwei Chains: Als Nächstes schlägt er vor, eine separate, quantensichere „Proof-Chain“ zu schaffen, die als unveränderliches Kontrollsystem für die Mainchain dient. Technologien wie Mithril könnten hier mit Post-Quanten-Signaturen aufgerüstet werden, um eine sichere Ergänzung zur bestehenden Hauptkette zu bilden.
  3. Vollständige Integration: Langfristig sollen die beiden Chains verschmelzen, sobald Post-Quanten-Algorithmen effizienter werden und Hardware-Unterstützung erhalten. Dies könnte eine Neugestaltung der Kernprotokolle und des Ledger-Modells erfordern.

Hoskinson räumte ein, dass Post-Quanten-Algorithmen derzeit langsamer sind und größere Signaturen erzeugen als klassische Verfahren. Doch mit den NIST-Standards im Rücken erwartet er, dass sich die Hardware entsprechend anpassen wird.

Der Übergang soll zwischen 2025 und über drei Jahre hinaus stattfinden, beginnend mit einer Forschungsagenda, gefolgt vom Aufbau der Proof-Chain und schließlich der vollständigen Integration. Abschließend betonte er die Notwendigkeit der Zusammenarbeit mit Experten weltweit, um Cardano zukunftssicher zu machen.

„Wir haben einige der besten Kryptographen der Welt – jedes Protokoll muss systematisch überprüft werden“, schloss er.

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Er macht seit neun Jahren das Fachchinesisch der großen Banken für private Anleger verständlich. Er nimmt komplexe Berichte von Bloomberg und macht daraus klare Analysen zu Bitcoin oder Solana. Sein Fokus liegt auf echtem Hintergrundwissen damit Anleger Marktbewegungen logisch einordnen können.