Bitcoin-Sentiment kippt: Fear & Greed Index fällt auf Tiefststand seit März
Die Kryptomärkte stehen unter Druck. Nach dem deutlichen Rückgang von Bitcoin zu Wochenbeginn ist die Stimmung unter Anlegern massiv eingebrochen. Der Bitcoin Fear & Greed Index stürzte am Donnerstag um 16 Punkte ab und erreichte mit 28 den niedrigsten Wert seit März. Zwar konnte er sich inzwischen leicht auf 33 erholen, doch die Stimmung bleibt klar im Bereich „Fear“.
Von Optimismus zu Panik in wenigen Tagen
Noch in der vergangenen Woche lag der Index bei 48 und signalisierte eine neutrale Stimmung. Mit dem Bruch wichtiger Kursmarken änderte sich das Bild jedoch abrupt. Bitcoin fiel von über 115.000 US-Dollar auf zeitweise unter 110.000 US-Dollar, was branchenweit Liquidationen von mehr als einer Milliarde US-Dollar nach sich zog. Auch Ethereum rutschte unter 4.000 US-Dollar, während Altcoins wie XRP und Solana den Abwärtstrend verstärkten.
Dieser schnelle Absturz verdeutlicht, wie fragil die Marktstimmung ist: Sobald zentrale Unterstützungen nicht halten, kippt das Sentiment innerhalb weniger Stunden.
Angst als Kontraindikator
Auf den ersten Blick wirken diese Werte wie ein Warnsignal. Doch historisch gesehen markiert extreme Angst oft den Boden größerer Korrekturen. Der Index gilt seit Jahren als Kontraindikator: Dort, wo Panik herrscht, finden langfristige Anleger häufig attraktive Einstiegsgelegenheiten.
Ein Blick zurück bestätigt diesen Zusammenhang. Im März, als der Index zuletzt auf ähnliche Tiefststände fiel, notierte Bitcoin bei rund 83.000 US-Dollar. Heute, trotz erneuter Angststimmung, liegt der Kurs mit gut 109.000 US-Dollar deutlich höher.
Potenzial für die nächste Erholungsphase
Viele Analysten sehen in der aktuellen Entwicklung deshalb weniger eine Krise als vielmehr den Beginn einer Konsolidierung, die den Weg für eine gesündere Aufwärtsbewegung bereiten könnte. Der leichte Rebound des Index von 28 auf 37 deutet bereits darauf hin, dass einige Investoren die Schwäche zum Einstieg nutzen.
Der Markt funktioniert selten nachhaltig unter Bedingungen extremer Gier. Korrekturen sorgen dafür, dass überhitzte Erwartungen zurückgesetzt werden und Raum für organisches Wachstum entsteht. Der Marktbeobachter Michael Pizzino betonte auf X, dass gerade die jüngste Angstphase zum Wendepunkt für Bitcoin und den breiteren Kryptomarkt werden könnte.
MORE fear and a HIGHER price.
Could this be the turning point Bitcoin and Crypto has been waiting for?
The analysis looks good, but it has not been confirmed.
I explain all in this video:https://t.co/FiZUJCb4Ry pic.twitter.com/PCoT7r2370
— Michael Pizzino (@PizzinoMichael) September 26, 2025
Schlüsselmarke 110.000 US-Dollar
Kurzfristig richtet sich der Blick nun auf eine zentrale Marke: Bitcoin muss sich über 110.000 US-Dollar etablieren, um neues Vertrauen zurückzugewinnen. Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung lag der Kurs bei rund 109.200 US-Dollar. Ein Durchbruch über die Schwelle könnte das Signal sein, dass der Markt die Panik hinter sich lässt und den nächsten Anlauf nach oben startet.