Bitcoin Kauf durch US-Regierung? Revolution oder Risiko?

Patrik
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Patrik
Marktanalyst & Redakteur

Er macht seit neun Jahren das Fachchinesisch der großen Banken für private Anleger verständlich. Er nimmt komplexe Berichte von Bloomberg und macht daraus klare Analysen zu Bitcoin oder Solana. Sein Fokus liegt auf echtem Hintergrundwissen damit Anleger Marktbewegungen logisch einordnen können.

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Bitcoin Kauf durch US-Regierung? Revolution oder Risiko?
  • Anthony Scaramucci behauptet, die US-Regierung plane den Kauf von bis zu 500.000 BTC.
  • Unterstützung für Senatorin Cynthia Lummis’ Gesetzesentwurf scheint im Senat gegeben zu sein.
  • Eine strategische Bitcoin-Reserve könnte die digitale Wettbewerbsfähigkeit der USA stärken.

Anthony Scaramucci, Gründer von SkyBridge Capital und Autor des bald erscheinenden Buchs The Little Book of Bitcoin, äußerte kürzlich seine Überzeugung, dass ein umfangreicher staatlicher Bitcoin-Kauf – möglicherweise bis zu 500.000 BTC – vom US-Senat genehmigt werden könnte. In einem Gespräch im Bankless Podcast mit Moderator Ryan Sean Adams erklärte Scaramucci, dass führende Politiker einen strategischen Bitcoin-Bestand planen. Dies geschieht trotz der Bedenken, die mit einer potenziellen Schwächung des US-Dollars verbunden sind.

Kauft die US-Regierung bald Bitcoin?

Scaramucci, der enge Verbindungen zu verschiedenen Gesetzgebern pflegt, erklärte, dass es im Senat breite Unterstützung für einen Bitcoin-Kauf gibt. Er hob die Rolle von Senatorin Cynthia Lummis hervor, deren Gesetzesentwurf für den Aufbau eines Bitcoin-Reservesystems auf Zuspruch stößt.
„Sie haben die Stimmen. Hagerty will es. McCormack will es“, betonte Scaramucci.

Senatorin Lummis hatte ursprünglich den Kauf von bis zu einer Million BTC vorgeschlagen. Doch Scaramucci geht davon aus, dass das finale Ziel eher bei 400.000 bis 500.000 BTC liegen könnte. Ein genauer Zeitrahmen für diese Pläne wurde jedoch nicht genannt.

Bipartisaner Rückenwind trotz Kritik

Scaramucci sieht in den Plänen einen bemerkenswerten Grad an überparteilicher Unterstützung, obwohl prominente Kritiker wie Senatorin Elizabeth Warren (D-MA) und Senator Sherrod Brown (D-OH) sich oft gegen kryptofreundliche Maßnahmen stellen. „Viele Demokraten haben für das SAB 121-Gesetz gestimmt“, erklärte Scaramucci und betonte, dass besonders jüngere Demokraten Bitcoin zunehmend als digitales Gold wahrnehmen. Er nannte den kalifornischen Abgeordneten Ro Khanna als Beispiel für einen Demokrat, der vermutlich einen strategischen Bitcoin-Bestand unterstützen würde.

Bitcoin als digitales Gold und strategischer Vorteil

Scaramucci argumentierte, dass die Einführung eines strategischen Bitcoin-Bestands den technologischen Fortschritt der USA sichern könnte, insbesondere in einem Szenario, in dem andere Länder wie China Bitcoin als Reservevermögen priorisieren.

„Wenn Bitcoin wirklich digitales Gold ist und wir bereits 600 Milliarden Dollar in Goldreserven haben, warum sollten wir nicht 750 Millionen bis 1 Milliarde Dollar in Bitcoin investieren?“ fragte er rhetorisch.

Er schätzte, dass der Kauf von 400.000 bis 500.000 BTC rund 70–80 Milliarden Dollar kosten würde – eine verhältnismäßig geringe Summe angesichts des US-Bundeshaushalts von 6 Billionen Dollar. Diese Investition könnte sich über fünf Jahre erstrecken und etwa 1–1,5 % des Budgets ausmachen.

Scaramuccis Vision: Eine Chance für die USA

Abschließend betonte Scaramucci, dass die USA Bitcoin als strategisches Asset betrachten sollten, um ihren globalen Einfluss zu stärken. Er führte drei zentrale Argumente an:

  1. Bitcoin sei das digitale Gold der Zukunft.
  2. Die jüngere Generation werde in einer zunehmend digitalen Welt leben und handeln.
  3. China könnte die Führung bei Bitcoin übernehmen, was für die USA ein erhebliches Risiko darstelle.

Die Idee einer strategischen Bitcoin-Reserve in den USA ist ambitioniert und kontrovers. Während Kritiker befürchten, dass dies die Position des US-Dollars schwächen könnte, sieht Scaramucci darin eine Chance, die wirtschaftliche Wettbewerbsfähigkeit der USA zu sichern. Ob der Senat diese Pläne umsetzt, bleibt abzuwarten – die Debatte um Bitcoin als nationales Asset wird jedoch mit Sicherheit an Fahrt gewinnen.

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Er macht seit neun Jahren das Fachchinesisch der großen Banken für private Anleger verständlich. Er nimmt komplexe Berichte von Bloomberg und macht daraus klare Analysen zu Bitcoin oder Solana. Sein Fokus liegt auf echtem Hintergrundwissen damit Anleger Marktbewegungen logisch einordnen können.