Bitcoin Hash Ribbon sendet Kaufsignal – Wende im Markt?

Patrik
Geschrieben von Von
Patrik
Marktanalyst & Redakteur

Er macht seit neun Jahren das Fachchinesisch der großen Banken für private Anleger verständlich. Er nimmt komplexe Berichte von Bloomberg und macht daraus klare Analysen zu Bitcoin oder Solana. Sein Fokus liegt auf echtem Hintergrundwissen damit Anleger Marktbewegungen logisch einordnen können.

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Bitcoin Hash Ribbon sendet Kaufsignal – Wende im Markt?
  • Der Hash Ribbon Indikator hat ein bullishes Kaufsignal ausgelöst – oft ein Zeichen für das Ende von Miner-Kapitulationen
  • Historisch wurden mit diesem Signal wichtige Bitcoin-Tiefs getroffen

  • Analysten sind jedoch uneins: Während viele bullish sind, warnt ein Teil vor gefährlichen Divergenzen

Was ist das Hash Ribbon Signal?

Der Hash Ribbon ist ein on-chain Indikator, der erkennt, wann Bitcoin-Miner kapitulieren und wann sie sich wieder erholen. Entwickelt wurde er von Analyst Charles Edwards. Er basiert auf zwei gleitenden Durchschnitten der Hashrate:

  • 30-Tage-Durchschnitt

  • 60-Tage-Durchschnitt

Sobald der 30-Tage-Durchschnitt den 60-Tage-Durchschnitt von unten nach oben durchbricht, wird ein „Buy“-Signal ausgelöst. Dieses signalisiert, dass die schlimmste Phase für Miner vorbei ist und möglicherweise ein Markt-Tief erreicht wurde.

Historische Relevanz: Sieben von sieben richtig?

Laut historischen Daten war das Hash-Ribbon-Signal mehrfach ein verlässlicher Frühindikator für Trendwenden – zum Beispiel:

  • 2011–2012

  • Bärenmarkt 2014–2015

  • Tief bei ~3.000 $ Ende 2018 / Anfang 2019

  • 29.000 $ Bereich Mitte 2021

Der bekannte Bitcoin-Kommentator Bitcoin Archive schrieb auf X:

„Das Hash Ribbon hat ein Kaufsignal ausgelöst – einer der verlässlichsten Indikatoren. Bei 7 der letzten 7 Auslösungen folgten deutliche Kursgewinne.“

Auch Charles Edwards, der Erfinder des Indikators, retweetete den Beitrag – für viele ein klares Zeichen der Zustimmung.

Ein weiterer Nutzer kommentierte:

„Der Indikator wurde nur 20 Mal in der Bitcoin-Geschichte ausgelöst. In 17 Fällen wurde das vorherige Tief nie wieder unterschritten.“

Das würde bedeuten: 85 % der Zeit war das Tief bereits erreicht, sobald das Signal erschien – auch wenn es kurzfristige Rücksetzer („Wicks“) gab.

Analysten: Positive Signale, aber gedämpfte Euphorie

Jamie Coutts, Chefanalyst bei Real Vision, hält das aktuelle Kaufsignal ebenfalls für relevant, mahnt aber zur Vorsicht:

„Der Hash Ribbon sendet ein bullisches Signal. Aber die On-Chain-Aktivität insgesamt bleibt schwach. Dennoch: Einige der historisch zuverlässigsten Metriken stehen auf grün.“

Tatsächlich hinken viele On-Chain-Daten hinter früheren Zyklen hinterher – selbst als der Bitcoin-Preis im Januar kurzzeitig 110.000 US-Dollar erreichte. Auch klassische technische Indikatoren wie RSI oder MACD zeigen bislang keine extremen Ausprägungen, wie sie aus früheren Hochphasen bekannt sind.

Gegensicht: „Die Tools, die ich nutze, sind bärisch – Punkt.“

Tony Severino, Gründer von CoinChartist.io und zertifizierter Markttechniker (CMT), sieht die Lage anders. Noch vor Kurzem bullisch, hat er seine Einschätzung geändert:

„Höhere Preise, aber schwächere Indikatoren – das ist ein bärisches Signal.“

Severino warnt davor, anzunehmen, Bitcoin müsse erneut dieselben Extremwerte bei Indikatoren wie RSI erreichen wie in der Vergangenheit. Solche Divergenzen – also steigende Kurse bei gleichzeitig schwächer werdenden Indikatoren – seien Warnzeichen für Markt-Erschöpfung.

„Die Idee, dass Bitcoin zwingend alte Muster wiederholen muss, ist gefährlich. Meine Tools sind eindeutig bärisch.“

Das jüngste Hash-Ribbon-Kaufsignal ist ohne Zweifel ein historisch relevantes Ereignis, das in der Vergangenheit oft eine Trendwende markiert hat. Viele Analysten werten es als positives Zeichen für den Bitcoin-Kursverlauf der kommenden Wochen und Monate.

Doch nicht alle sind überzeugt. Schwächelnde On-Chain-Aktivität, fehlende Spitzenwerte bei klassischen Indikatoren und zunehmende Divergenzen deuten laut kritischen Stimmen auf Vorsicht statt Euphorie hin.

Wie so oft im Kryptomarkt bleibt die Frage offen: Bestätigt sich das Signal wie in der Vergangenheit – oder erleben wir diesmal eine Ausnahme?

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Er macht seit neun Jahren das Fachchinesisch der großen Banken für private Anleger verständlich. Er nimmt komplexe Berichte von Bloomberg und macht daraus klare Analysen zu Bitcoin oder Solana. Sein Fokus liegt auf echtem Hintergrundwissen damit Anleger Marktbewegungen logisch einordnen können.