Binance beantragt MiCA-Lizenz in Griechenland – entscheidender Schritt Richtung EU-Compliance

Michael Sprick
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Michael Sprick
Kryptojournalist

Seit 7 Jahren berichtet er aus Barcelona über die Kryptowelt und bringt Erfahrung von Stationen wie BTC ECHO mit. Er spezialisiert sich auf Web3 sowie die EU MiCA Regulierung. Seine kritischen Analysen verbinden technisches Wissen mit Marktgeschehen und bieten Lesern klare Orientierung.

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Binance beantragt MiCA-Lizenz in Griechenland – entscheidender Schritt Richtung EU-Compliance

Binance hat bei der Hellenic Capital Market Commission (HCMC) in Griechenland einen Antrag auf eine MiCA-Lizenz gestellt, um EU-weit reguliert operieren zu können. Mit einer erfolgreichen Zulassung kann Binance dank Passporting seine Dienste in allen 27 EU-Staaten anbieten.

Binance bestätigt Plan - MiCA-Zulassung in Griechenland

Die Kryptobörse Binance hat einen wichtigen Schritt unternommen, um ihre Position in der Europäischen Union langfristig zu sichern. Das Unternehmen hat bei der Hellenic Capital Market Commission (HCMC) in Griechenland einen Antrag auf eine Lizenz nach der Markets in Crypto-Assets Regulation (MiCA) gestellt. 

Die Bestätigung kam direkt von einem Binance-Sprecher am 23. Januar 2026. Das Unternehmen gründete Ende 2025 die lokale Holding Binary Greece. Bei Binance handelt es sich um die weltweit führende Kryptobörse der Welt.

Warum ausgerechnet Griechenland?

Entgegen früherer Spekulationen, die vor allem auf Malta oder Lettland als mögliche Standorte setzten, hat sich Binance für Griechenland entschieden. Das Unternehmen hat Ende 2025 bereits eine lokale Holding-Gesellschaft namens Binary Greece gegründet, die als Basis für den Lizenzantrag dient. Griechenland hat mit dem Gesetz 5193/2025 die MiCA-Regulierung zügig umgesetzt und die HCMC als zuständige Aufsichtsbehörde benannt.

Besonders interessant ist dabei, dass der Antrag offenbar im Fast-Track-Verfahren bearbeitet wird. Die HCMC hat große Beratungsfirmen wie PwC, Deloitte, KPMG und EY hinzugezogen, um die Prüfung effizient durchzuführen. Dies gilt als klares Zeichen, dass Griechenland sich als attraktiver Standort für Krypto-Unternehmen positionieren möchte. 

Bislang gilt Griechenland nicht als der attraktivste Standort für die Krypto-Branche. Kleinere, regionale Unternehmen sind zwar in Griechenland ansässig, aber einen international oder global agierenden Player wie Binance gibt es in Griechenland bislang nicht. Binance könnte daher für sich besonders vorteilhafte Konditionen aushandeln, während für Griechenland Steuereinnahmen in Milliardenhöhe 

Passporting – Der große Vorteil einer MiCA-Lizenz

Sollte die Lizenz erteilt werden, erhält Binance das Recht zum sogenannten Passporting. Mit einer einzigen nationalen Zulassung kann das Unternehmen seine regulierten Dienstleistungen dann in allen 27 EU-Mitgliedstaaten anbieten, ohne in jedem Land separat eine Genehmigung einholen zu müssen. 

Der Zeitpunkt ist kein Zufall. Die EU hat klare Fristen gesetzt: Spätestens zum 1. Juli 2026 müssen alle Krypto-Asset-Service-Provider (CASPs), die in der EU tätig sein wollen, vollständig MiCA-konform sein. In Ländern wie Frankreich wurden Binance und Dutzende andere Plattformen bereits Ende 2025 offiziell darauf hingewiesen, dass die Übergangsregelungen auslaufen.

Binance hatte in den vergangenen Jahren in mehreren EU-Staaten mit Regulierungsproblemen zu kämpfen – darunter Deutschland, die Niederlande, Belgien, Österreich und Frankreich. Der jetzige Schritt signalisiert daher nicht nur Compliance-Bereitschaft, sondern auch den klaren Willen, den europäischen Markt nicht aufzugeben, sondern ihn reguliert und nachhaltig auszubauen.

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Seit 7 Jahren berichtet er aus Barcelona über die Kryptowelt und bringt Erfahrung von Stationen wie BTC ECHO mit. Er spezialisiert sich auf Web3 sowie die EU MiCA Regulierung. Seine kritischen Analysen verbinden technisches Wissen mit Marktgeschehen und bieten Lesern klare Orientierung.