Axelar stellt auf XRP Seoul 2025 neues mXRP-Konzept mit „unendlicher Kaufkraft“ vor
Beim Event XRP Seoul 2025 am 21. September präsentierte Axelar ein neues Finanzkonstrukt, das unter dem Schlagwort „Infinite Money Glitch“ beworben wurde. Im Zentrum steht der Token mXRP, ein renditetragendes Derivat von XRP, das nach Angaben der Initiatoren als programmatischer Dauer-Käufer des Basiswerts fungieren soll.
Die Idee: Nutzer hinterlegen XRP, prägen daraus mXRP und erhalten dafür laufende Erträge. Das Kapital fließt in Strategien mit automatischer Wiederanlage, während gleichzeitig zusätzliche XRP-Käufe stattfinden. So soll die Liquidität auf dem XRP Ledger (XRPL) steigen, DeFi-Integrationen zunehmen und ein wachsender Kapitalstrom in das Ökosystem gelenkt werden.
Erste Ankündigungen und Präsentation
Bereits am 10. September deutete Axelar die Richtung an: Man arbeite gemeinsam mit einer regulierten europäischen Tokenisierungsplattform an einem neuen XRP-Yield-Produkt und suche gezielt Großinvestoren. Auf der Bühne fasste Leo Wu, Business-Development-Lead bei Axelar, die Botschaft plakativ zusammen:
„gmXRP + MidasRWA — Infinite buying power for XRP.“
Infinite buying power for XRP pic.twitter.com/2RilIrTdaN
— Leo | Axelar (@DYOR_WAGMI) September 21, 2025
In der Community sorgte die Vorstellung für Aufsehen. Panos Mekras, Mitgründer von Anodos Labs, bezeichnete mXRP als möglichen „größten Katalysator dieses Quartals“ und verwies auf die Aussicht, allein durch das Halten von mXRP bis zu 10 % Jahresrendite zu erzielen. Er prognostizierte zudem, dass ein XRP/mXRP-Liquiditätspool schnell große Teile des XRPL-Handelsvolumens dominieren könnte – mit geringen Risiken für Liquiditätsanbieter. Ob diese Erwartungen realistisch sind, bleibt abzuwarten, doch sie spiegeln die Stimmung im Umfeld des Launches wider.
Wie mXRP funktionieren soll
Nach öffentlich zugänglichen Materialien handelt es sich bei mXRP um einen liquiden, verzinsten Token, der XRP-Einlagen repräsentiert. Nutzer tauschen XRP gegen mXRP, während die hinterlegte Sicherheit in Strategien mit automatischer Wiederanlage arbeitet. Die Wertentwicklung des Tokens resultiert direkt aus den erzielten Renditen.
An der Struktur sind mehrere Akteure beteiligt:
- Midas – eine in Europa regulierte Tokenisierungsplattform, die das Produktdesign liefert.
- Axelar – verantwortlich für die Cross-Chain-Infrastruktur.
- Ein koreanischer Vermögensverwalter – soll die Strategien im Hintergrund umsetzen.
Die Präsentation betonte „fortgeschrittene Strategien“ und stellte mXRP als dauerhaften Käufer von XRP dar, wodurch Liquidität und „Ökosystem-Stabilität“ im XRPL gestärkt würden. Offizielle technische Dokumentationen stehen allerdings noch aus.
Einordnung und Kontext
Die Initiative reiht sich in Axelar’s breitere XRPL-Integrationsarbeit ein. Bereits im Juni hatte das Unternehmen die erste Cross-Chain-Anbindung für die XRP Ledger EVM Sidechain vorgestellt, wodurch XRP als Gas-Asset in über 80 Netzwerke und Anwendungen eingebunden werden konnte.
Midas wiederum hat 2025 mit sogenannten Liquid Yield Tokens auf sich aufmerksam gemacht – tokenisierte Ertragsansprüche, die unter europäischer Regulierung verschiedene DeFi-Strategien bündeln. mXRP überträgt dieses Konzept nun gezielt auf XRP. Das Modell folgt einer klaren Logik:
- Prägung von mXRP erzeugt Nachfrage nach XRP als Basiswert.
- Auto-Compounding-Strategien erhöhen den hinterlegten Collateral-Bestand.
- Mehr Liquidität im XRPL erleichtert Integrationen und zieht weiteres Kapital an.
Befürworter sprechen von einem positiven Rückkopplungseffekt: „mXRP-Nutzung führt zu tieferer XRP-Liquidität, mehr Liquidität bringt neue Integrationen, die wiederum neues Kapital auf die Chain holen.“ Ob sich das Versprechen einer „Infinite Money Glitch“ tatsächlich erfüllt, hängt nun von der praktischen Umsetzung, der Marktakzeptanz und der regulatorischen Einbettung ab.