Amazon und Bitcoin? Aktionäre reichen Vorschlag ein
- Vorschlag zur Bitcoin-Integration: Ein von Aktionären eingereichter Vorschlag bei Amazon.com, Inc. fordert den Vorstand auf zu prüfen, ob die Beifügung von Bitcoin als Treasury-Asset im langfristigen Interesse der Aktionäre ist. Er wird bei der Jahreshauptversammlung im April 2025 diskutiert.
- Begründung für Bitcoin: Aktionäre heben hervor, dass der Druck durch Inflation und niedrige Anleiherenditen die Kaufkraft von Amazons liquiden Mitteln und Wertpapieren erodiert. Sie argumentieren, dass Bitcoin als Anlagealternative eine höhere Rendite verspricht, was durch dessen historische Performance und zunehmende Akzeptanz durch große institutionelle Akteure und Unternehmen gestützt wird.
- Institutionelle Unterstützung und Marktvergleiche: Institutionen wie MicroStrategy und Fidelity, die bereits Bitcoin implementiert haben, zeigen erheblich verbesserte Aktienperformances und bieten Bitcoin-orientierte Produkte an. Es wird erwartet, dass eine breitere Marktanerkennung von Bitcoin möglicherweise die US-Regierungspolitik beeinflussen könnte.
Die Aktionäre von Amazon.com, Inc. (NASDAQ: AMZN) haben einen Vorschlag eingereicht, der die Aufnahme von Bitcoin in die Bilanz des Technologiekonzerns anregt. Der Vorschlag, eingereicht vom National Center for Public Policy Research, soll auf der Jahreshauptversammlung von Amazon im April 2025 besprochen werden. Er fordert den Vorstand auf, zu prüfen, ob die Integration von Bitcoin als Treasury-Asset im besten langfristigen Interesse der Aktionäre wäre.
Warum Bitcoin?
Die Aktionäre argumentieren in ihrem Vorschlag, dass das derzeitige Treasury-Management von Amazon angesichts der anhaltenden Inflation möglicherweise nicht ausreichend ist. Es wird betont, dass Unternehmen, die ihre Vermögenswerte klug investieren, den Aktionärswert oft stärker steigern können als profitablere Unternehmen, die dies nicht tun.
Zum Stichtag 30. September 2024 verfügte Amazon über etwa 88 Milliarden US-Dollar in Bargeld, liquiden Mitteln und marktfähigen Wertpapieren, gemessen an den Gesamtaktiva von 585 Milliarden US-Dollar. Die Autoren des Vorschlags führen aus, dass inflationsbedingter Druck und sub-inflationäre Anleiherenditen die Kaufkraft dieser Bestände aushöhlen. Hinzu kommt, dass der US-Verbraucherpreisindex in den vergangenen vier Jahren im Durchschnitt um 4,95% gestiegen ist, zeitweise einen Spitzenwert von 9,1% erreichte und somit "die tatsächliche Inflationsrate deutlich höher ist".
Performance von Bitcoin als Anreiz
Die historische Performance von Bitcoin wird ebenfalls hervorgehoben: Bis zum 6. Dezember 2024 verzeichnete der BTC-Preis ein Wachstum von 131% gegenüber dem Vorjahr, und übertraf die Performance von Unternehmensanleihen durchschnittlich um 126%. Über einen Fünfjahreszeitraum stieg der Bitcoin-Preis um 1.246% und übertraf damit die Rendite von Unternehmensanleihen um geschätzte 1.242%.
Auch andere börsennotierte Unternehmen, die BTC halten, einschließlich MicroStrategy, werden zitiert. MicroStrategy zum Beispiel hat die Aktienentwicklung von Amazon im vergangenen Jahr um 537% übertroffen. Institutionelle Akteure wie BlackRock und Fidelity, die ebenfalls bedeutende Beteiligungen an Amazon halten, haben Bitcoin-fokussierte Anlageprodukte für ihre Kunden eingeführt. Die Aktionäre weisen zudem darauf hin, dass die US-Regierungspolitik bis 2025 möglicherweise auf eine "Bitcoin-Strategiereserve" umschwenken könnte, was auf eine breitere Akzeptanz im Mainstream hindeutet.
Am Ende des Dokuments fordern die Aktionäre, dass der Vorstand eine Bewertung durchführt, um zu bestimmen, ob die Aufnahme von Bitcoin in die Treasury des Unternehmens im besten langfristigen Interesse der Aktionäre ist. Diese Initiative bei Amazon folgt einem ähnlichen Vorschlag bei Microsoft, über den die Aktionäre am 10. Dezember abstimmen sollen, wobei die Chancen auf eine Zustimmung nach Empfehlung des Vorstands von Microsoft zur Ablehnung als gering eingeschätzt werden.