Nächster Bitcoin-Crash? Einblicke in Genesis $1,5 Milliarden GBTC-Verkauf

Patrik
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Patrik
Marktanalyst & Redakteur

Er macht seit neun Jahren das Fachchinesisch der großen Banken für private Anleger verständlich. Er nimmt komplexe Berichte von Bloomberg und macht daraus klare Analysen zu Bitcoin oder Solana. Sein Fokus liegt auf echtem Hintergrundwissen damit Anleger Marktbewegungen logisch einordnen können.

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Nächster Bitcoin-Crash? Einblicke in Genesis $1,5 Milliarden GBTC-Verkauf

In der Krypto-Community wurde viel über die Absicht von Genesis diskutiert, etwa 36 Millionen Aktien von Grayscale Bitcoin Trust (GBTC) zu verkaufen, was einem Wert von etwa 1,5 Milliarden Dollar entspricht. Diese Ankündigung schürte Ängste vor einem potenziellen Marktabschwung, die an die Befürchtungen nach dem Verkauf von GBTC im Wert von über 1 Milliarde US-Dollar durch die FTX-Konkursmasse erinnerten. Bei näherer Betrachtung der Situation und den anschließenden Klarstellungen zeigt sich jedoch ein weniger düsteres Szenario als zunächst angenommen.

Nein, es wird keinen FTX-ähnlichen Crash geben

Die Entscheidung von Genesis, einen bedeutenden Teil der GBTC-Aktien zu verkaufen, ist auf die jüngsten finanziellen Herausforderungen und rechtlichen Verwicklungen des Unternehmens zurückzuführen. Sam Callahan, ein leitender Analyst bei Swan, wies zunächst auf X (ehemals Twitter) auf die Besorgnis hin und erklärte:

"Die FTX-Konkursmasse hat GBTC im Wert von mehr als 1 Milliarde Dollar verkauft… Eine andere Konkursmasse plant, GBTC in Kürze im Wert von Milliarden zu verkaufen - Genesis."

Diese Aussage unterstreicht das drohende Schreckgespenst von GBTC-Abflüssen, die sich auf den breiteren Bitcoin-Markt auswirken.

Die fraglichen GBTC stammen hauptsächlich aus zwei Quellen: Genesis' unterbesicherter Kredit an Three Arrows Capital (3AC), der zum Erwerb von 4,7 Millionen GBTC-Aktien führte, und 30,9 Millionen GBTC-Aktien, die als Sicherheit für das Gemini Earn-Programm verwendet wurden. Die Beteiligung von 3AC führte zu einer behördlichen Prüfung und einem anschließenden Vergleich von Genesis mit der SEC in Höhe von 21 Millionen Dollar.

Um die Sache noch komplizierter zu machen, waren weitere 31 Millionen GBTC-Aktien im Wert von 1,3 Milliarden Dollar für Gemini-Kreditgeber vorgesehen, so dass insgesamt fast 67,1 Millionen Aktien im Wert von fast 3 Milliarden Dollar zum Verkauf bereitstanden. Dieser umfangreiche Liquidationsplan schürte Befürchtungen über negative Auswirkungen auf den Bitcoin-Marktwert aufgrund erhöhter GBTC-Abflüsse.

Die Aussicht auf diese Liquidation schlug Alarm wegen möglicher GBTC-Abflüsse und deren Auswirkungen auf den Marktwert von Bitcoin. Greg Schvey, CEO von Axoni, lieferte jedoch eine kritische Perspektive, die das Narrativ verschiebt. Schvey betonte den mildernden Faktor der Rückzahlungen in Form von Sachleistungen, wie er sagte:

Der vorgeschlagene Ch 11-Vergleich sieht vor, dass Genesis die Gläubiger in Form von Sachleistungen zurückzahlt (d.h. die Bitcoin-Kreditgeber erhalten im Gegenzug Bitcoin und nicht USD). Ein Großteil des Verkaufsdrucks durch den Verkauf von GBTC wird durch den Kauf von Spot-BTC durch den Genesis-Nachlass aufgefangen.

Bitcoin-Rückzahlungen in Form von Sachleistungen sind der Schlüssel

Dieser Mechanismus der Rückzahlung in Form von Sachleistungen ist entscheidend für das Verständnis, warum die Befürchtungen eines Marktabschwungs möglicherweise übertrieben sind. Wie Callahan später einräumte und dabei von Schvey lernte, ist die Schlüsselfrage der Prozentsatz der Gläubiger, die sich dafür entscheiden, ihre BTC zu verkaufen, sobald sie sie erhalten.

Schveys Erkenntnisse zeigen, dass die Sachausschüttung eine strategische Entscheidung war, um zu verhindern, dass langfristige BTC-Inhaber gezwungen werden, Gewinne zu verbuchen.

"Insbesondere die Sachausschüttung war ein vorrangiges Verhandlungsthema, um zu verhindern, dass langfristige BTC-Inhaber Gewinne verbuchen, wenn sie den USD zurückerhalten", so Schvey, was darauf hindeutet, dass eine beträchtliche Anzahl von Kreditgebern ihre erhaltenen Bitcoin nicht sofort verkaufen wird.

Dieser detaillierte Kontext zerstreut die anfängliche Angstmacherei rund um den GBTC-Verkauf von Genesis. Er unterstreicht die konzertierten Bemühungen, nachteilige Auswirkungen durch Rückzahlungen in Form von Sachleistungen abzumildern, ein Schritt, der die Marktreaktionen stabilisieren könnte.

 

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Er macht seit neun Jahren das Fachchinesisch der großen Banken für private Anleger verständlich. Er nimmt komplexe Berichte von Bloomberg und macht daraus klare Analysen zu Bitcoin oder Solana. Sein Fokus liegt auf echtem Hintergrundwissen damit Anleger Marktbewegungen logisch einordnen können.