Krypto auf der Agenda: Yellen spricht heute vor dem Kongress
US-Finanzministerin Janet Yellen wird heute vor dem Kongress sprechen und sich dabei auf die potenziellen Risiken konzentrieren, die die Kryptoindustrie für das Finanzsystem darstellt. Ihre vorbereiteten Bemerkungen, die vor ihrem Auftritt vor dem House Financial Services Committee veröffentlicht wurden, heben eine umfassende Bewertung der Risiken des Finanzsystems hervor, mit besonderem Schwerpunkt auf den Herausforderungen und Unsicherheiten, die von digitalen Vermögenswerten ausgehen.
Janet Yellen fordert eine Regulierung von Kryptowährungen
In ihrer Erklärung weist Yellen ausdrücklich darauf hin:
"Der Rat konzentriert sich auf digitale Vermögenswerte und damit verbundene Risiken, wie z. B. den Ansturm auf Krypto-Vermögenswert-Plattformen und Stablecoins, potenzielle Schwachstellen durch die Preisvolatilität von Krypto-Vermögenswerten und die Verbreitung von Plattformen, die außerhalb der geltenden Gesetze und Vorschriften handeln."
Diese Aussage unterstreicht die wachsende Besorgnis des Finanzministeriums über die Stabilität und die Einhaltung von Vorschriften auf dem Markt. Yellens Aussage kommt zu einem kritischen Zeitpunkt für die Krypto-Industrie, die weiterhin durch hochkarätige Rückschläge navigiert, einschließlich des Zusammenbruchs der FTX-Börse. Yellen hatte dieses Ereignis zuvor mit dem Lehman-Moment" für Kryptowährungen verglichen und Parallelen zur Finanzkrise 2008 gezogen.
Die Aussage wird sich auf fünf Hauptbereiche beziehen, die vom Financial Stability Oversight Council (FSOC), dem Yellen vorsteht, identifiziert wurden. Zu diesen Bereichen gehören Risiken aus dem Banken- und Nichtbankensektor, klimabedingte Risiken für die Finanzstabilität, Bedrohungen der Cybersicherheit, die Auswirkungen der künstlichen Intelligenz auf Finanzdienstleistungen und die spezifischen Risiken im Zusammenhang mit digitalen Vermögenswerten. Die Aufnahme von digitalen Vermögenswerten in den Schwerpunktbereich zeigt, dass der FSOC die erheblichen Herausforderungen anerkennt, die sich aus der Volatilität des Marktes und den Problemen bei der Einhaltung der Vorschriften ergeben.
Darüber hinaus wird Yellen die Notwendigkeit gesetzgeberischer Maßnahmen betonen, insbesondere im Hinblick auf die Regulierung von Stablecoins und des Spotmarktes, die nicht als Wertpapiere gelten.
"Anwendbare Regeln und Vorschriften sollten durchgesetzt werden, und der Kongress sollte Gesetze erlassen, um die Regulierung von Stablecoins und des Spotmarktes für Krypto-Assets, die keine Wertpapiere sind, zu gewährleisten. Wir freuen uns darauf, mit dem Kongress in dieser Angelegenheit weiter zusammenzuarbeiten", heißt es in der Erklärung.
Der Jahresbericht 2023 des FSOC, der bereits Bedenken über die Preisvolatilität und die Verflechtung innerhalb der Kryptoindustrie hervorhob, stimmt mit den Punkten überein, die Yellen voraussichtlich in ihrer Aussage machen wird. Der Bericht und die Äußerungen Yellens dürften die Gesetzgebungs- und Regulierungsbehörden dazu veranlassen, sich intensiver mit dem Sektor zu befassen.
Darüber hinaus wird der US-Kongress voraussichtlich Diskussionen über SAB 121 führen, ein SEC-Bulletin, das in der Branche eine Debatte ausgelöst hat. Dieses Bulletin verlangt von Banken und Unternehmen, die Kryptowährungen verwahren, dass sie die Kundenbestände als Verbindlichkeiten in ihren Bilanzen ausweisen. Die Lösung dieser Frage ist für die Branche von entscheidender Bedeutung, da sie sich direkt darauf auswirkt, wie Krypto-Vermögenswerte bilanziert und reguliert werden.