Google erlaubt Bitcoin-ETF-Werbung: BlackRock, VanEck vertreten
Google hat damit begonnen, ab dem 29. Januar Anzeigen zuzulassen, die börsengehandelte Kryptowährungsfonds (ETFs) in den USA vorstellen. Auf der Seite mit den Richtlinien für eingeschränkte Finanzprodukte des Unternehmens heißt es jetzt:
"Google erlaubt Anzeigen zur Förderung von Kryptowährungen-Fonds, die auf die Vereinigten Staaten abzielen, solange der Werbetreibende sich erfolgreich gemäß Abschnitt 12 des Exchanges Act unter Verwendung des Formulars 10-12g registriert hat. Meldepflichten … und alle anderen lokalen gesetzlichen Anforderungen müssen ebenfalls eingehalten werden. Werbetreibende müssen auch bei Google zertifiziert sein."
Aus Berichten Dritter geht hervor, dass einige Vermögensverwalter bereits damit begonnen haben, ihre ETFs bei Google zu bewerben. Ein X-Beitrag von WatcherGuru zeigt, dass die Bitcoin-ETFs von BlackRock und VanEck jetzt als gesponserte Links in den Google-Suchergebnissen erscheinen. Ein anderer Beitrag von BITCOINLFG® zeigt, dass gesponserte Links für das Produkt von Franklin Templeton in diesen Ergebnissen erscheinen.
Ein Update vom Dezember weist darauf hin, dass die Richtlinie am 29. Januar 2024 in Kraft tritt und seit mehr als einem Monat geplant war. Auf derselben Seite werden Krypto-Coin-Trusts als "Finanzprodukte, die es Anlegern ermöglichen, mit Anteilen an Trusts zu handeln, die große Pools digitaler Währungen halten" definiert.
Diese Definition schließt eindeutig verschiedene Spot-Bitcoin-ETFs ein, die die Regulierungsbehörden am 10. Januar genehmigt haben. Da die Definition weder Bitcoin noch eine andere bestimmte Kryptowährung nennt, wird sie vermutlich auch Anzeigen für Ethereum-ETFs zulassen, falls ein solcher Fonds in den kommenden Monaten genehmigt wird.
Google erlaubt derzeit andere Krypto-Anzeigen
Google hat um 2018 herum Werbung im Zusammenhang mit Kryptowährungen weitgehend verboten, hat diese Beschränkungen aber in den letzten Monaten und Jahren schrittweise aufgehoben.
Im Juni 2021 aktualisierte das Unternehmen seine Richtlinie, um Anzeigen für einige Krypto-Börsen und -Wallets in den USA zuzulassen, behielt aber ein Verbot für Initial Coin Offerings (ICOs) und Aggregations- oder Vergleichsdienste bei. Im Juli 2022 wurden ähnliche Regeln, die Werbung für Börsen und Wallets zulassen, auf die ganze Welt ausgedehnt.
Im August 2023 begann Google, Werbung für Blockchain-basierte NFT-Spiele zuzulassen, die keine Glücksspielelemente enthalten. Die aktuelle Richtlinie des Unternehmens besagt auch, dass Werbung für Hardware-Wallets erlaubt ist.