Globaler Energieverbrauch durch Bitcoin-Mining liegt bei etwas mehr als 0,15%
Ein häufig erwähntes Argument gegen Bitcoin ist die Menge an Energie, die beim Mining neuer Blöcke verbraucht wird. Die Regulierungsbehörden haben alles daran gesetzt, den Energieverbrauch der Proof-of-Work-Blockchain einzudämmen und ihre Umweltauswirkungen zu verringern. Die neuesten Erkenntnisse zeigen jedoch, dass der Energieverbrauch beim Bitcoin-Mining nur einen kleinen Teil der weltweiten Energieproduktion ausmacht.
Das Bitcoin Mining Council (BMC) schätzt den Energieverbrauch der Kryptowährung auf nur 0,15 % der weltweiten Gesamtproduktion. Die Organisation, der 51 der weltweit größten Mining-Unternehmen angehören, veröffentlichte diese Zahl in ihrem Q2-Bericht.
Mehr über den Q3-Bericht von BMC
Das BMC veröffentlichte am 18. Oktober seine Analyse und Forschung über den Energieverbrauch von Bitcoin-Minern. Diese Miner ermöglichen es dem Bitcoin-Netzwerk, trotz seiner extrem dezentralen Struktur Transaktionen zu verarbeiten.
Der Gründer von BMC, Michael Saylor, erklärte in einem Video, dass der Stromverbrauch von Bitcoin im Vergleich zum weltweiten Stromverbrauch extrem gering ist. Er erklärte, dass die für das Mining verbrauchte Strommenge nur 0,15% der weltweit verbrauchten Gesamtmenge ausmacht.
Laut der Studie verbraucht das Bitcoin-Netzwerk jährlich 253 TWh, während der weltweite Stromverbrauch bei 165.317 TWh liegt. Saylor bemerkte eine interessante Tatsache: Ein Drittel des gesamten Stromverbrauchs der Blockchain ist Verschwendung. Das bedeutet, dass die vom Bitcoin-Netzwerk verbrauchte Strommenge kaum Auswirkungen auf die globale Erwärmung hat.
Saylor, der ehemalige CEO von Microstrategy, sagte auch, dass das Bitcoin-Netzwerk derzeit mit einem Mix aus 59,4 % erneuerbarer Energie betrieben wird. Dies macht es zu einem Spitzenreiter in der PoW-Blockchain-Industrie.
BTC-Emissionen trotz des Drucks von Umweltschützern nahe Null
Das BMC stellte außerdem fest, dass das Bitcoin-Mining nur 0,1 % (oder "vernachlässigbar") zu den globalen Kohlenstoffemissionen beiträgt. Bitcoin-Miner stehen seit langem unter Beschuss von Umweltaktivisten, die behaupten, ihr übermäßiger Energieverbrauch schade der Umwelt.
Greenpeace, ein namhaftes unabhängiges globales Kampagnennetzwerk, hat eine Kampagne unter dem Slogan "Ändere den Code, nicht das Klima" durchgeführt. Ziel ist es, das Bitcoin-Netzwerk dazu zu bewegen, auf die umweltfreundlichere Proof-of-Stake-Methode umzustellen.
BTC verzeichnet im Jahresvergleich hohen Verbrauch
Obwohl BTC im Vergleich zu anderen Branchen weniger Energie verbraucht, ist der Verbrauch laut Bericht im Jahresvergleich um 41 % gestiegen. Es ist auch erwähnenswert, dass die Mining-Effizienz der Kryptowährung im 3. Quartal 2022 im Vergleich zum Vorjahresquartal um 23 % gestiegen ist.
Der Verbrauchsanstieg ist auf den Anstieg der Hash-Rate von BTC um 8,3 % im dritten Quartal bzw. 73 % im Jahresvergleich zurückzuführen. Dieser Anstieg erfolgte trotz des sinkenden Bitcoin Kurs und der geringeren Zahl der abgebauten Blöcke.
Dieser erhöhte Verbrauch hat die Sorge unter den Krypto-Minern erneuert, dass die Behörden bald eingreifen und gegen die Branche vorgehen könnten. Im März hat die Europäische Union einen Vorschlag abgelehnt, der das Mining von Kryptowährungen komplett verboten hätte. Strengere Regeln könnten jedoch schon in Sichtweite sein.
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Textnachweis: Bitcoinist
