Ex-Binance-CEO auf Kaution frei: „Keine Fluchtgefahr“, so die Anwälte
Changpeng "CZ" Zhao, der Gründer von Binance, einer der größten Kryptowährungsbörsen, wurde nach seiner Festnahme gegen eine Kaution von 175 Millionen US-Dollar freigelassen. Zhao hatte sich zuvor wegen einer Anklage nach dem Bankgeheimnisgesetz schuldig bekannt. Er steht nun vor einer möglichen 18-monatigen Gefängnisstrafe und hat zugestimmt, eine Strafe von 50 Millionen US-Dollar zu zahlen.
Bei Zhao besteht kein Fluchtrisiko
Zhao's Anwälte argumentieren, dass kein Fluchtrisiko besteht. Sie betonen, dass er sich freiwillig gestellt hat und seinen Willen zur Klärung des Falles gezeigt hat. Richter Brian Tsuchida stimmte zu, dass Zhao, der in den Vereinigten Arabischen Emiraten wohnhaft ist, kein Fluchtrisiko darstellt.
Binance bezahlt Strafe
Parallel zu Zhao hat Binance sich schuldig bekannt und eine Strafe von 4,3 Milliarden US-Dollar akzeptiert. Zudem wird das Unternehmen seine Compliance-Programme verschärfen und Transaktionen rückblickend überprüfen lassen. Als Teil der Vereinbarung trat Zhao als CEO von Binance zurück, und Richard Teng, der ehemalige Leiter der regionalen Märkte von Binance, übernahm die Führung des Unternehmens. Nutzer sollten nun bedenken, was sie mit ihren Coins machen sollten.
Streit um Zhao’s Aufenthaltsort
Während Zhao und seine Anwälte argumentieren, dass er in die VAE zurückkehren sollte, wo er Staatsbürger ist und seine Familie lebt, besteht das US-Justizministerium darauf, dass er in den USA bleibt. Dieser Meinungsunterschied wird derzeit diskutiert, wobei feststeht, dass Zhao zwei Wochen vor seiner Verurteilung in die USA zurückkehren muss.
Gibt es ein Auslieferungsabkommen?
Nein, es gibt kein Auslieferungsabkommen zwischen den Vereinigten Arabischen Emiraten (VAE) und den Vereinigten Staaten. Ohne ein solches Abkommen wäre es für die Vereinigten Staaten schwieriger beziehungsweise unmöglich, Zhao von den Vereinigten Arabischen Emiraten ausliefern zu lassen.
In einem solchen Szenario hängen die Chancen einer Auslieferung stark von der diplomatischen Beziehung zwischen den beiden Ländern und anderen internationalen rechtlichen Erwägungen ab.
Wie wird dieser Fall die Krypto-Branche beeinflussen? Was denken Sie?