Der Bitcoin-Zyklus dreht auf: Bereit für die mittlere Phase?

Patrik
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Patrik
Marktanalyst & Redakteur

Er macht seit neun Jahren das Fachchinesisch der großen Banken für private Anleger verständlich. Er nimmt komplexe Berichte von Bloomberg und macht daraus klare Analysen zu Bitcoin oder Solana. Sein Fokus liegt auf echtem Hintergrundwissen damit Anleger Marktbewegungen logisch einordnen können.

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Der Bitcoin-Zyklus dreht auf: Bereit für die mittlere Phase?

Der Kryptowährungsmarkt hat nach einer lang anhaltenden Baisse und dem verschärften Krypto-Winter, der durch den Zusammenbruch von Kryptobörsen und -firmen im Jahr 2022 und einem Teil des Jahres 2023 verursacht wurde, einen deutlichen Anstieg erlebt.

Insbesondere Bitcoin und andere wichtige Kryptowährungen haben einen erheblichen Preisanstieg erlebt, begleitet von einem erneuten Interesse institutioneller Anleger, die über kürzlich genehmigte börsengehandelte Bitcoin-Spotfonds (ETFs) in den Markt einsteigen.

Der Vermögensverwalter und Bitcoin-ETF-Emittent Grayscale ist der Ansicht, dass die aktuelle Marktlage darauf hindeutet, dass sich die Branche in der "mittleren" Phase einer Krypto-Hausse befindet.

Grayscale hat kürzlich einen umfassenden Bericht veröffentlicht, in dem die wichtigsten Erkenntnisse und Einblicke in die Zukunft dargelegt werden. Eine genauere Analyse des Berichts durch den Marktexperten Miles Deutscher gibt Aufschluss über die Faktoren, die zu dieser Einschätzung beitragen.

On-Chain-Metriken und institutionelle Nachfrage

Der Bericht von Grayscale hebt zunächst mehrere Schlüsselsignale hervor, die darauf hindeuten, dass sich der Markt derzeit mitten in einer Hausse befindet. Dazu gehören der Bitcoin-Kurs, der sein Allzeithoch vor dem Halving-Ereignis überschritten hat, die gesamte Krypto-Marktkapitalisierung, die ihren bisherigen Höchststand erreicht hat, und die wachsende Aufmerksamkeit der traditionellen Finanzwelt (TradFi) für Meme-Coins.

Um zu verstehen, wie lange diese Rallye anhalten könnte, hebt Grayscale zwei spezifische Preistreiber hervor: Zuflüsse von Bitcoin-ETFs und starke On-Chain-Fundamentaldaten.

Grayscale stellt fest, dass in nur drei Monaten fast 12 Milliarden Dollar in Bitcoin-ETFs geflossen sind, was auf einen erheblichen "Nachholbedarf" im Retail hindeutet. Darüber hinaus haben die ETF-Zuflüsse die BTC-Emissionen durchweg überstiegen, was aufgrund des Ungleichgewichts zwischen Angebot und Nachfrage zu einem Aufwärtsdruck auf den Preis führte.

Die Untersuchung von Grayscale konzentriert sich auf drei kritische On-Chain-Kennzahlen: Stablecoin-Zuflüsse, dezentralisierte Finanzierungen (DeFi), Total Value Locked (TVL) und BTC-Abflüsse von Börsen.

Laut Deutscher deutet der Anstieg des Stablecoin-Angebots an zentralen Börsen (CEXs) und dezentralen Börsen (DEXs) um etwa 6 % zwischen Februar und März auf eine erhöhte Liquidität hin, wodurch mehr Kapital für den Handel zur Verfügung steht.

https://twitter.com/milesdeutscher/status/1773990148025524616

Für den Analysten steht die Verdopplung des Gesamtwerts, der seit 2023 in DeFi gebunden ist, für ein wachsendes Nutzerengagement, eine erhöhte Liquidität und eine verbesserte Nutzererfahrung innerhalb des DeFi-Ökosystems.

Die Abflüsse von den Börsen, die derzeit etwa 12 % des zirkulierenden BTC-Angebots ausmachen (der niedrigste Wert seit fünf Jahren), deuten auf ein steigendes Vertrauen der Anleger in den Wert von BTC und auf eine Präferenz für das Halten statt für den Verkauf hin.

Aufgrund dieser Katalysatoren behauptet Grayscale, dass sich der Markt in der "mittleren Phase" der Hausse befindet und vergleicht dies mit dem "5ten Inning im Baseball".

Vielversprechende Aussichten für die Kryptoindustrie

Mehrere wichtige Kennzahlen stützen die Analyse von Grayscale, darunter das Verhältnis von unrealisierten Gewinnen und Verlusten (Net Unrealized Profit/Loss, NUPL), das darauf hindeutet, dass Anleger, die BTC zu niedrigeren Preisen gekauft haben, trotz steigender Preise weiterhin im Markt bleiben.

Laut Deutscher deutet der Z-Score des Market Value Realized Value (MVRV), der derzeit bei 3 liegt, darauf hin, dass es in diesem Zyklus noch Raum für Wachstum gibt. Darüber hinaus liegt der ColinTalksCrypto Bitcoin Bull Run Index (CBBI), der mehrere Kennzahlen integriert, derzeit bei 79/100, was darauf hindeutet, dass sich der Markt historischen Zyklushöchstständen nähert, wobei eine gewisse Aufwärtsdynamik verbleibt.

Darüber hinaus ist das Interesse der Privatinvestoren in diesem Zyklus noch nicht vollständig zurückgekehrt, wie die niedrigeren YouTube-Abonnementraten für Kryptowährungen und das geringere Interesse von Google Trends für "Krypto" im Vergleich zum vorherigen Zyklus zeigen.

Letztendlich bleibt Grayscale angesichts der vielversprechenden Signale und der in ihrem Bericht dargelegten Analyse vorsichtig optimistisch", was die Zukunft dieses Bullenzyklus angeht.

 

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Er macht seit neun Jahren das Fachchinesisch der großen Banken für private Anleger verständlich. Er nimmt komplexe Berichte von Bloomberg und macht daraus klare Analysen zu Bitcoin oder Solana. Sein Fokus liegt auf echtem Hintergrundwissen damit Anleger Marktbewegungen logisch einordnen können.