Bitwise CIO: ETF-Erwartung schuld am Bitcoin Crash – nicht GBTC
Matt Hougan, Chief Investment Officer bei Bitwise, führte den jüngsten Rückgang des Kryptomarktes auf überzogene Erwartungen hinsichtlich der potenziellen Auswirkungen der neu eingeführten Bitcoin Exchange Traded Funds (ETFs) zurück.
In einem Beitrag vom 23. Januar auf X (ehemals Twitter) erklärte Hougan, dass der aktuelle Marktausverkauf durch ein Phänomen angetrieben wird, das er als "ETF-Erwartungen-geleitet" bezeichnet.
Seiner Meinung nach haben die Anleger, die "größere Nettozuflüsse in (diese) ETFs" erwarteten, die Zulassungsnachricht vorweggenommen, indem sie sowohl in Kassa- als auch in Derivatpositionen für Bitcoin investiert haben. Da die erwarteten Mittelzuflüsse jedoch ausblieben, lösen diese Anleger diese Wette nun auf, was zu der aktuellen Marktsituation führte.
"So wie der Markt die kurzfristigen Auswirkungen der ETFs überschätzt hat, unterschätzt er nun die langfristigen Auswirkungen".
Matt Hougan
Seit die Securities and Exchange Commission (SEC) die Auflegung mehrerer Bitcoin-ETFs in den USA genehmigt hat, ist der Wert der Top-Kryptowährung auf Talfahrt gegangen. Der digitale Vermögenswert fiel am 23. Januar auf unter 39.000 US-Dollar, erholte sich aber bis zum Zeitpunkt des Artikels auf $ 39.876.
Dieser Abwärtstrend löste in der Krypto-Community Besorgnis aus, wobei einige ihn auf die Abflüsse aus dem Bitcoin Trust ETF (GBTC) von Grayscale zurückführten. Im Gegensatz dazu vertreten Analysten, darunter der Gründer von CryptoQuant, Ki Young Ju, eine ähnliche Ansicht wie Hougan.
Young Ju betonte kürzlich, dass Bitcoin in einem futures-gesteuerten Markt operiert, was ihn weniger anfällig für Spot-Selling-Aktivitäten von GBTC-bezogenen Problemen macht.
"BTC fällt aufgrund von Verkäufen am Derivatemarkt, nicht wegen GBTC. Die OTC-Märkte (Over-the-Counter) sind sehr aktiv, haben aber keine Auswirkungen auf den Preis".
Ki Young Ju
ETFs sind BTC-Nettokäufer
In der Zwischenzeit stellte der Bitwise-Investmentchef auch klar, dass die kürzlich aufgelegten ETFs trotz der von GBTC ausgehenden Abflüsse Nettokäufer von Bitcoin sind. Hougan wies darauf hin, dass GBTC zwar als Nettoverkäufer fungiert, die kumulierten BTC-Käufe der neuen ETFs jedoch die von Grayscale abgegebenen BTC übersteigen.
Bloomberg-Daten bestätigen Hougans Ansicht. Mit Stand vom 23. Januar beliefen sich die Abflüsse von GBTC auf 3,45 Milliarden Dollar, während die neu eingeführten neun ETFs zusammen einen Zufluss von mehr als 4 Milliarden Dollar an verwalteten Vermögenswerten verzeichneten.
Diese Daten unterstreichen eine überzeugende Aussage: Die ETFs stießen auf großes Interesse bei der Community, was zu einer raschen und bedeutenden Akkumulation der führenden Kryptowährung führte.