Bitcoin trotzt Chinas Verbot: Millionenströme aus China entdeckt!

Patrik
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Patrik
Marktanalyst & Redakteur

Er macht seit neun Jahren das Fachchinesisch der großen Banken für private Anleger verständlich. Er nimmt komplexe Berichte von Bloomberg und macht daraus klare Analysen zu Bitcoin oder Solana. Sein Fokus liegt auf echtem Hintergrundwissen damit Anleger Marktbewegungen logisch einordnen können.

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Bitcoin trotzt Chinas Verbot: Millionenströme aus China entdeckt!

Chinesische Investoren sind weiterhin entschlossen, Bitcoin zu kaufen, trotz des Verbots durch die Regierung seit 2021. Bitcoin zieht weiterhin erhebliche Investitionen von chinesischem Kapital an, wie Reuters berichtet.

Das chinesische Festland kauft weiterhin Bitcoin

Dylan Run, ein Finanzmanager in Shanghai, verkörpert diesen Trend. Besorgt über die wirtschaftlichen Aussichten Chinas und den schleppenden inländischen Aktienmarkt, wagte Run Anfang 2023 den Einstieg in Bitcoin.

Wie im Reuters-Bericht beschrieben, wandte er eine kluge Strategie an, indem er Bankkarten nutzte, die von ländlichen Banken ausgestellt wurden, und jede Transaktion unter 50.000 Yuan (6.978 $) hielt, um einer behördlichen Kontrolle zu entgehen. Seiner Ansicht nach ist "Bitcoin ein sicherer Hafen, wie Gold". Run hat inzwischen fast die Hälfte seines Anlageportfolios in BTC investiert, das stark gestiegen ist und den kränkelnden chinesischen Aktienmarkt überflügelt hat.

Bemerkenswerterweise spiegelt Runs Reise eine breitere Bewegung unter chinesischen Investoren wider, die aktiv nach unkonventionellen Wegen suchen, um Zugang zu Bitcoin zu erhalten. Der Reuters-Bericht hebt hervor, dass chinesische Bitcoin-Investoren in einer regulatorischen Grauzone agieren, da der Handel mit Kryptowährungen auf dem chinesischen Festland offiziell verboten ist und strenge Kontrollen den grenzüberschreitenden Kapitalfluss regeln.

Trotz dieser Einschränkungen handeln chinesische Investoren weiterhin mit Bitcoin an Offshore-Börsen wie OKX und Binance oder über außerbörsliche Kanäle. Darüber hinaus haben chinesische Bürger, wie im Reuters-Bericht erwähnt, ihre jährlichen Devisenkaufquoten von 50.000 Dollar, die normalerweise für Auslandsreisen oder Ausbildung reserviert sind, geschickt genutzt, um BTC-Konten in Hongkong zu finanzieren.

Dieses Phänomen wird durch den wachsenden Appetit auf Diversifizierung inmitten der wirtschaftlichen Unsicherheiten in China angetrieben. Ein Investor brachte die Stimmung auf den Punkt:

"Angesichts des wirtschaftlichen Klimas in China ist die Erkundung alternativer Anlagen wie Kryptowährungen eine Notwendigkeit geworden."

Bitcoin hat sich zusammen mit anderen digitalen Vermögenswerten zu einem Zufluchtsort für diese Investoren entwickelt, die sich in Chinas komplexer Wirtschaftslandschaft zurechtfinden müssen. Wichtig ist, dass dieser Trend nicht nur für Kleinanleger gilt. Chinesische Finanzinstitutionen erkunden ebenfalls Möglichkeiten im Kryptowährungssektor, wie im Reuters-Bericht hervorgehoben wird.

Ein leitender Angestellter einer in Hongkong ansässigen Kryptowährungsbörse unterstrich die Beweggründe und erklärte:

"Angesichts eines trägen Aktienmarktes, einer schwachen Nachfrage nach Börsengängen und eines Rückgangs in anderen Geschäftsbereichen brauchen chinesische Maklerunternehmen eine überzeugende Wachstumsdarstellung für ihre Aktionäre und Vorstände."

Off-Shore Krypto-Börsen erleichtern den Handel

Wie der Bericht feststellt, bleibt der Zugang zu Bitcoin innerhalb des chinesischen Festlandes relativ einfach. Offshore-Kryptobörsen wie OKX und Binance bieten chinesischen Anlegern weiterhin ihre Dienste an und unterstützen sie bei der Umwandlung von Yuan in Stablecoins über Fintech-Plattformen wie Alipay der Ant Group und WeChat Pay von Tencent.

Chainalysis, eine Kryptowährungsdatenplattform, beleuchtete das Ausmaß dieser widerstandsfähigen Aktivität. Im Gegensatz zum behördlichen Verbot zeigt der Bericht, dass kryptobezogene Aktivitäten in China stark angestiegen sind.

Chinas globales Ranking in Bezug auf das Peer-to-Peer-Handelsvolumen ist von Platz 144 im Jahr 2022 auf Platz 13 im Jahr 2023 gestiegen. Erstaunlicherweise verzeichnete der chinesische Kryptomarkt zwischen Juli 2022 und Juni 2023 ein geschätztes Transaktionsvolumen von 86,4 Mrd. US-Dollar und übertraf damit bei weitem die 64 Mrd. US-Dollar des Kryptohandels in Hongkong. Besonders interessant ist, dass der Anteil der großen Privatkundentransaktionen, die zwischen 10.000 und 1 Million US-Dollar liegen, fast doppelt so hoch ist wie der weltweite Durchschnitt von 3,6 %.

Laut Chainalysis haben die Entwicklungen "zu Spekulationen geführt, dass sich die chinesische Regierung für Kryptowährungen erwärmen könnte und dass Hongkong ein Testgebiet für diese Bemühungen sein könnte."

 

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Er macht seit neun Jahren das Fachchinesisch der großen Banken für private Anleger verständlich. Er nimmt komplexe Berichte von Bloomberg und macht daraus klare Analysen zu Bitcoin oder Solana. Sein Fokus liegt auf echtem Hintergrundwissen damit Anleger Marktbewegungen logisch einordnen können.