Bitcoin Kurs bei $150.000 gefolgt vom größten Absturz seit 1929
Der renommierte Makroökonom Henrik Zeberg hat die Finanzwelt mit einer drastischen Prognose auf X (ehemals Twitter) in Aufruhr versetzt. Er prognostiziert einen extremen Anstieg des Bitcoin-Preises auf einen Höchststand von 115.000 bis 150.000 Dollar. Dieser kometenhafte Aufstieg soll jedoch ein jähes Ende finden, verursacht durch einen verheerenden makroökonomischen Abschwung, den Zeberg als den schwersten seit dem Crash von 1929 voraussagt.
Warum die USA 2024/2025 von einer Rezession betroffen sein werden
Im Mittelpunkt von Zebergs Argumentation stehen sieben Gründe. Zeberg behauptet:
"Unser Konjunkturzyklus hat im Jahr 2023 ein Rezessionssignal gesendet. Die vorlaufenden Indikatoren sind unter unsere Gleichgewichtslinie gestürzt. In 80 Jahren Datenerhebung hat sich das Rezessionssignal unseres Modells noch NIE geirrt. Keine falschen Signale - niemals!"
Dieses Modell mit seiner unerschütterlichen Genauigkeit über acht Jahrzehnte hinweg bildet die Grundlage für seine düstere Prognose. Zeberg geht auch auf die Bedeutung der Renditeinversion ein, die ein gut dokumentierter Vorläufer von Wirtschaftsabschwüngen ist. Obwohl dieses Signal von den Analysten im Jahr 2023 aus Ungeduld abgetan wurde, betont Zeberg seine historische Verlässlichkeit und stellt fest:
"Vom Tiefpunkt der Renditeinversion aus sehen wir normalerweise 12 bis 15 Monate, bevor eine Rezession einsetzt. Dieses Signal ist sehr lebendig!"
Seine Bemerkungen unterstreichen, dass dieser kritische Indikator weithin unterschätzt wird.
Der Wirtschaftswissenschaftler untersucht außerdem die Entwicklung der US-Industrieproduktion und zieht alarmierende Parallelen zu der Zeit kurz vor der Finanzkrise 2007-08. Er stellt ein ähnliches Muster von Divergenzen fest und warnt vor einem bevorstehenden starken Rückgang der Industrieproduktion, der den Beginn einer Rezession signalisiert.
Zebergs Analyse erstreckt sich auch auf den Wohnungsmarkt, wo er den stark fallenden NAHB-Index als wichtiges Warnzeichen hervorhebt.
"Je stärker der NAHB-Index sinkt, desto stärker steigt die Arbeitslosigkeit", erklärt er und verweist damit auf den direkten Zusammenhang zwischen der Notlage auf dem Wohnungsmarkt und der Wirtschaft im Allgemeinen. Diese Situation wird durch steigende Zinssätze noch verschärft, die zu geringeren Verbraucherausgaben und folglich zu einem wirtschaftlichen Abschwung führen.
Darüber hinaus sind die persönlichen Zinszahlungen ein weiterer Eckpfeiler von Zebergs Argumentation. Er verweist auf das historische Muster, wonach ein Anstieg der Marktzinsen die Verbraucher mit höheren Hypotheken- und Schuldenzahlungen belastet, was letztlich zu Rezessionen führt. "Jeder Zinsanstieg im Laufe der Jahre hat zu einer Rezession geführt, da die Verbraucher ihren Konsum einschränken mussten", gibt Zeberg zu bedenken und verweist auf die dem Wirtschaftszyklus innewohnende Verzögerung.
Die Erschwinglichkeit von Wohnraum, bzw. deren Fehlen, ist ebenfalls ein wichtiger Bestandteil seiner Analyse. Da die Erschwinglichkeit unter das Niveau vor der Finanzkrise gesunken ist, zeichnet Zeberg ein düsteres Bild der nahen Zukunft, in der eine sich verschlechternde Arbeitslosigkeit zu weit verbreiteten Zahlungsausfällen und einem Zusammenbruch des Wohnungsmarktes führen könnte.
Schließlich verweist Zeberg auf die aufgeblähten Lagerbestände von Einzelhändlern und Unternehmen weltweit. Er beschreibt dies als ein Überbleibsel des Nachfragehypes von 2021-22, der durch die inzwischen versiegenden Konjunkturmittel ausgelöst wurde. Diese Diskrepanz zwischen Angebot und erwarteter Nachfrage ist seiner Meinung nach eine tickende Zeitbombe für die Wirtschaft.
Bitcoin: Eine Fata Morgana vor dem Sturm
Inmitten dieser düsteren Wirtschaftsprognose wirft Zeberg ein einzigartiges Schlaglicht auf Bitcoin. Er sagt für die Kryptowährung eine vorübergehende Phase der Euphorie voraus, in der ihr Wert auf ein Allzeithoch ansteigen und möglicherweise zwischen 115.000 und 150.000 Dollar erreichen wird. Er sagt auch provokativ: "@Peter Schiff: Wir sehen uns bei BTC = 100X 1 Unze Gold."
Zeberg warnt jedoch davor, dass dieser Anstieg Teil einer breiteren, irreführenden Erzählung ist.
"Das Soft-Landing-Narrativ ist das, was die Spitze in #Equities #Crypto #BTC dominieren wird", führt er aus. Dieses Narrativ ist seiner Meinung nach eine Fata Morgana, die Ökonomen und Analysten in die Irre führen wird, während sie versuchen, den "blow off top" zu rationalisieren, ein Phänomen, das sie nicht vorhersagen konnten.
Die Realität sieht aus Sicht von Zeberg ganz anders aus:
"Aktienmarkt und Krypto werden bis Anfang 2024 steigen. Es wird eine Euphorie entstehen. Jeder wird auf die falsche Seite des Bootes steigen - genau dann, wenn die Aktien- und Kryptomärkte ein großes Top bilden. Ein paar Monate später, im Jahr 2024, setzt die Rezession ein."
Zusammenfassend sieht Zebergs Analyse eine große Rezession voraus, die seiner Meinung nach unvermeidlich ist und unmittelbar bevorsteht. "Die Titanic ist bereits auf den Eisberg aufgeschlagen - und sie wird sinken", stellt er unumwunden fest und weist jegliche Intervention der Fed oder einer Regierung als sinnlos zurück.
Die Frage ist, wie sich Bitcoin in einer Rezession verhalten könnte, etwas, das die Kryptowährung seit ihrer Einführung im Jahr 2009 noch nicht erlebt hat. Wird BTC zu einem sicheren Hafen werden, oder wird er dem Schicksal der Aktien folgen, wie Zeberg vorhersagt?