Bhutan gab heimlich Millionen für seine Bitcoin-Minen aus

Patrik
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Patrik
Marktanalyst & Redakteur

Er macht seit neun Jahren das Fachchinesisch der großen Banken für private Anleger verständlich. Er nimmt komplexe Berichte von Bloomberg und macht daraus klare Analysen zu Bitcoin oder Solana. Sein Fokus liegt auf echtem Hintergrundwissen damit Anleger Marktbewegungen logisch einordnen können.

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Bhutan gab heimlich Millionen für seine Bitcoin-Minen aus

Das Königreich Bhutan hat im Verborgenen umfangreiche Bitcoin-Mining-Aktivitäten durchgeführt. Wie Forbes berichtet, hat Bhutan heimlich Millionen für den Aufbau eines nationalen Bitcoin-Mining-Betriebs ausgegeben, um eine Wirtschaftskrise abzuwenden. Zwar wurde Anfang des Jahres bekannt, dass das Himalaya-Land Bitcoin schürft, aber das Ausmaß war unbekannt.

Die Forbes-Journalisten Iain Martin und Sarah Emerson haben mit Hilfe von Insider-Quellen und Satellitenbildern von mehreren Agenturen die verdeckten Operationen der inzwischen als weltweit größte staatliche Bitcoin-Mine bekannten Anlage aufgedeckt.

Bhutan schüttet Millionen von Dollars für Bitcoin-Mining aus

Laut Forbes sind Dutzende von Schiffscontainern, in denen Bitcoin-Miner im Wert von Millionen von Dollar untergebracht sind, diskret hinter einem Berghang südlich von Thimphu platziert und somit vor den Augen der Öffentlichkeit verborgen. Diese Enthüllung folgt auf Bhutans diskreten Beginn eines Bitcoin-Mining-Projekts vor etwa vier Jahren.

Die strategische Initiative Bhutans beinhaltete die Bereitstellung von Land, Energie und beträchtlichen Finanzmitteln für diese Mining-Operationen, möglicherweise um einer drohenden Wirtschaftskrise entgegenzuwirken. Die Standorte dieser Anlagen, die bisher nicht bekannt waren, wurden von Forbes durch bestätigte Quellen und Satellitendaten von Planet Labs, Satellite Vu und Google Earth identifiziert.

Der Bericht beschreibt vier mutmaßliche Mining-Standorte, wobei der erste in der Nähe des Dochula-Passes liegt, einem Ort von kultureller und politischer Bedeutung. Satellitenbilder deuten darauf hin, dass die Bauarbeiten im Jahr 2020 begannen und Ende 2022 abgeschlossen wurden, wobei die Mining-Anlagen durch eine ausgedehnte Bewaldung getarnt sind. Ein weiterer Standort befindet sich in der Nähe von Trongsa, mit weiteren Anlagen im Distrikt Dagana und auf dem Gelände des ehemaligen Projekts Education City, einer gescheiterten 1-Milliarde-Dollar-Initiative.

Aus den Zolldaten geht außerdem hervor, dass Bhutan im Dezember 2021 "Verarbeitungseinheiten" im Wert von 193 Millionen Dollar importiert hat, deren Tarifcode mit Bitcoin-Mining-Hardware übereinstimmt. Dies deckt sich mit einem sprunghaften Anstieg des Stromverbrauchs des Landes durch die Industrie im Jahr 2022, einem Anstieg um 63 %, und einer Zunahme der Stromimporte, die zum Teil auf den Energiebedarf des Bitcoin-Minings zurückgeführt werden.

Bhutans Druk Holdings & Investment (DHI) bestätigte das Vorhandensein von Mining-Einrichtungen, hielt aber Einzelheiten unter Hinweis auf kommerzielle Sensibilität zurück. Nichtsdestotrotz wurde der Einstieg des Landes in das Bitcoin-Mining als ein mutiger Schritt zur Diversifizierung seiner Wirtschaftsstrategie gesehen, die traditionell auf Tourismus und Wasserkraftexporte angewiesen war.

Das Engagement des Landes in Bezug auf Bitcoin wurde um das Jahr 2020 herum besonders aggressiv, in einer Zeit, in der der Bitcoin Kurs schwankte und Bhutan vor wirtschaftlichen Herausforderungen stand. Interessanterweise wies das DHI trotz der Preisschwankungen von Bitcoin eine positive Nettoposition bei seinen Investitionen in digitale Vermögenswerte aus.

Bhutans Handelsdaten deuten auch auf Importe von Mining-Chips aus China im Wert von über 220 Millionen US-Dollar zwischen 2021 und 2022 hin. Das DHI hält sich zu diesen Transaktionen jedoch bedeckt und beruft sich auf Geheimhaltungsvereinbarungen.

Zementierung der Position als größter nationalstaatlicher Mining-Unternehmer

Der Bericht befasst sich auch mit Bhutans Partnerschaft mit Bitdeer, einem in Singapur ansässigen Bitcoin-Mining-Riesen. Diese Zusammenarbeit bedeutete eine erhebliche Ausweitung der Bitcoin-Mining-Bestrebungen Bhutans. Im Jahr 2022 begann Bitdeer mit einem neuen Mining-Projekt in der südlichen Stadt Gedu.

Nach Angaben von Bitdeer wurde die Anlage in Gedu im August mit einer Kapazität von 100 Megawatt (MW) in Betrieb genommen, wobei eine Erweiterung auf 600 MW geplant ist. Dieser Umfang würde den derzeitigen Energieverbrauch des Landes übertreffen. Bitdeer berichtet, dass zunächst 11.000 Miner im Einsatz waren und weitere 15.000 Maschinen bestellt wurden, was den immensen Umfang und die Ambitionen des Projekts unterstreicht.

 

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