Angriff auf Bitcoin & Ethereum: Wie teuer ist eine 51 % Attacke?

Patrik
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Patrik
Marktanalyst & Redakteur

Er macht seit neun Jahren das Fachchinesisch der großen Banken für private Anleger verständlich. Er nimmt komplexe Berichte von Bloomberg und macht daraus klare Analysen zu Bitcoin oder Solana. Sein Fokus liegt auf echtem Hintergrundwissen damit Anleger Marktbewegungen logisch einordnen können.

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Angriff auf Bitcoin & Ethereum: Wie teuer ist eine 51 % Attacke?

Eine aktuelle Studie unter der Leitung von Lucas Nuzzi, Leiter der Forschungs- und Entwicklungsabteilung bei CoinMetrics, hat detaillierte Einblicke in die finanzielle Tragfähigkeit eines 51%igen Angriffs auf die Blockchain-Giganten Bitcoin und Ethereum ans Licht gebracht. Die unter dem Titel "Breaking BFT" veröffentlichte Studie befasst sich eingehend mit den wirtschaftlichen und logistischen Herausforderungen eines solchen Angriffs und bietet ein differenziertes Verständnis der Blockchain-Sicherheit.

Wie viel kostet ein 51%iger Angriff auf Bitcoin?

Nuzzi teilte die Ergebnisse der Studie auf X (ehemals Twitter) mit und betonte die in der Krypto-Community weit verbreitete Sorge über die Schwachstellen der Netzwerke. Er bemerkte:

"Die bloße Möglichkeit dieser Art von Angriffen hat erhebliche Ängste ausgelöst… Sie sind der Buhmann der Blockchain-Sicherheit, aber ihre Kosten und ihr erwarteter Nutzen bleiben ein Geheimnis."

Die Studie führt einen neuen analytischen Rahmen ein, die Total Cost to Attack (TCA), der die Kosten zusammenfasst, die einem Angreifer bei der Durchführung eines 51%igen Angriffs entstehen würden.

Für Bitcoin bedeutet dies, dass eine Mehrheit der ASIC-Miner erworben und die Betriebskosten, einschließlich Strom, gedeckt werden müssen. Unter Verwendung der Daten von MINE-MATCH und historischer ASIC-Markttrends enthüllt die Studie, dass die Kosten für die Beschaffung der notwendigen ASICs auf 20 Milliarden Dollar ansteigen könnten. Nuzzi erklärte weiter:

"Aber diese ASICs sind nicht käuflich!… In einem Szenario belaufen sich allein diese Kosten auf fast 20 Milliarden Dollar."

Darüber hinaus untersuchte die Studie das hypothetische Szenario, dass ein Nationalstaat ASICs für einen Angriff herstellt. Sie kam zu dem Schluss, dass "das einzige Modell, das plausibel nachgebaut werden könnte, der S9 ist, mit Herstellungskosten von mehr als 20 Milliarden Dollar." Dies verdeutlicht nicht nur die finanziellen, sondern auch die technischen Hürden bei der Durchführung eines solchen Angriffs.

Wie teuer ist ein 51%iger Angriff auf Ethereum?

Mit Blick auf Ethereum schätzt die Studie die Kosten eines Angriffs auf über 34 Milliarden Dollar. Diese Zahl berücksichtigt die Notwendigkeit, mehr als 200 Nodes zu verwalten und 1 Million US-Dollar allein für Amazon Web Services [AWS] auszugeben, was die komplexe Logistik eines Ethereum-Angriffs verdeutlicht.

In der Studie heißt es:

"Entgegen der landläufigen Meinung könnte ein Angreifer die LSDs nicht nutzen, um sich Zugang zu Blocktemplates zu verschaffen… Wir schätzen, dass ein Angriff auf Ethereum 6 Monate dauern würde..."

Nuzzis Studie bewertet auch kritisch die potenziellen Gewinne aus Angriffen auf Bitcoin oder Ethereum und berücksichtigt dabei verschiedene Strategien wie Doppelausgaben und MEV-Exploits. Er kommt zu dem Schluss, dass "wir vor allem keine Möglichkeiten finden, wie ein Angreifer von einem Angriff auf Bitcoin oder Ethereum profitieren könnte", was die wirtschaftlichen Anreize für solche Angriffe unterstreicht.

Im Wesentlichen quantifiziert die Studie nicht nur die enormen Kosten, die mit potenziellen 51%igen Angriffen auf Bitcoin und Ethereum verbunden sind, sondern bestätigt auch die Stärke ihrer Sicherheitsmechanismen. Durch die Bereitstellung einer umfassenden wirtschaftlichen Analyse räumt sie viele Unsicherheiten im Zusammenhang mit der Blockchain-Sicherheit aus und trägt zu einem tieferen Verständnis der Widerstandsfähigkeit und Robustheit dieser Netzwerke gegenüber potenziellen Bedrohungen bei.

 

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Er macht seit neun Jahren das Fachchinesisch der großen Banken für private Anleger verständlich. Er nimmt komplexe Berichte von Bloomberg und macht daraus klare Analysen zu Bitcoin oder Solana. Sein Fokus liegt auf echtem Hintergrundwissen damit Anleger Marktbewegungen logisch einordnen können.