XRP Spot-ETF rückt näher – ETF-Experte rechnet mit BlackRock und Fidelity
- ETF-Experte Nate Geraci sieht Genehmigung eines XRP Spot-ETFs als „nur noch eine Frage der Zeit“
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Ripple-SEC-Einigung ebnet den Weg für institutionelle XRP-Produkte
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BlackRock & Fidelity könnten XRP-ETFs starten – nach Vorbild von Bitcoin und Ethereum
ETF-Profi Nate Geraci: XRP ETF ist „offensichtlich“
Nate Geraci, Präsident von The ETF Store und Moderator des Podcasts ETF Prime, hat seine Überzeugung bekräftigt, dass ein XRP Spot-ETF in den USA bald Realität wird. Über X (ehemals Twitter) schrieb er:
„Ripple-Klage geht zu Ende… Die Genehmigung eines Spot-XRP-ETFs ist meiner Meinung nach nur noch eine Frage der Zeit. Und ja, ich erwarte, dass BlackRock, Fidelity usw. beteiligt sein werden.“
Geraci verweist auf die Position von XRP als drittgrößte Kryptowährung ohne Stablecoin-Status nach Marktkapitalisierung. Aus seiner Sicht können die großen ETF-Anbieter diesen Markt nicht länger ignorieren. Schon im März hatte er vorausgesagt, dass BlackRock sowohl für Solana als auch für XRP ETF-Anträge einreichen wird – und dass der XRP-Antrag direkt nach Abschluss des Ripple-Verfahrens kommen dürfte.
Ripple-Klage ebnet den Weg für institutionelle Produkte
Geracis Optimismus kommt nicht von ungefähr. Erst gestern hatte Ripple-Chefjurist Stuart Alderoty erklärt, dass es sich um sein „letztes Update im Fall SEC vs. Ripple“ handeln dürfte. Die US-Börsenaufsicht SEC hat ihre Berufung zurückgezogen. Ripple selbst verzichtet ebenfalls auf seine Gegenklage. Die ursprünglich geforderte Geldstrafe von 125 Millionen US-Dollar wird auf 50 Millionen reduziert, wobei der Betrag bereits auf einem Treuhandkonto liegt.
Die SEC wird laut Alderoty auch beantragen, dass die frühere gerichtliche Verfügung („standard injunction“) aufgehoben wird. Derzeit laufen noch formale Prozesse: Eine finale Abstimmung der Kommission steht aus, ebenso wie die gerichtliche Absegnung durch Richterin Torres.
Pro-XRP-Anwalt warnt: Noch sind nicht alle Schritte abgeschlossen
Der auf XRP spezialisierte Anwalt Fred Rispoli warnte via X allerdings davor, den Fall für vollständig abgeschlossen zu halten. Erst wenn die SEC die finalen Dokumente eingereicht hat und Richterin Torres unterzeichnet, sei die Angelegenheit offiziell beendet. Rispoli geht davon aus, dass dieser Prozess bis zu 60 Tage dauern könnte – 30 Tage für die SEC-Abstimmung und weitere 30 Tage für die gerichtliche Entscheidung.
Sollte alles planmäßig verlaufen, könnte der Weg für einen XRP Spot-ETF ab Mai 2025 frei sein. Damit würden wichtige regulatorische Hürden beseitigt – ein zentraler Punkt, der institutionelle Anbieter wie BlackRock oder Fidelity bisher zögern ließ.
BlackRock will XRP nicht der Konkurrenz überlassen
Geraci sieht darin ein klares Signal:
„Ich kann mir nicht vorstellen, dass BlackRock zulässt, dass die Konkurrenz ETFs auf zwei der fünf größten Kryptowährungen (ohne Stablecoins) startet – ohne selbst einzugreifen.“
Schon bei Bitcoin und Ethereum war BlackRock der erste große Name, der erfolgreich Spot-ETFs auf den Markt brachte. Auch bei den verwalteten Vermögen liegt der Konzern klar vorn – Fidelity folgt auf Platz zwei. Daher sei es aus strategischer Sicht nur logisch, dass die beiden Schwergewichte sich auch XRP sichern wollen.
Geraci erwartet darüber hinaus, dass BlackRock mittelfristig sogar Krypto-Index-ETFs anbieten wird – also Fonds, die gleich mehrere Coins bündeln.
Altcoin-ETFs werden zum Trend
Die Prognose von Geraci passt ins aktuelle Bild: Immer mehr Vermögensverwalter steigen in den Markt für Altcoin-ETFs ein. Erst kürzlich beantragte Fidelity einen Spot-ETF für Solana, was Geracis frühere Prognose bestätigte. Auch 21Shares, Bitwise, Grayscale und andere arbeiten an ETF-Produkten für Kryptowährungen jenseits von Bitcoin und Ethereum.
Die steigende Zahl an ETF-Anträgen auf Altcoins, NFTs und sogar Memecoins zeigt: Die Branche bereitet sich auf eine neue Phase der Krypto-Adaption vor – getragen von institutionellen Anlegern und regulatorischer Klärung.
Die Einigung zwischen Ripple und der SEC war ein entscheidender Meilenstein. Sollte der Fall in den kommenden 60 Tagen endgültig abgeschlossen werden, könnten ETF-Schwergewichte wie BlackRock und Fidelity sehr schnell reagieren. Für XRP wäre das der nächste große Schritt auf dem Weg in die institutionelle Welt – mit potenziell positiven Auswirkungen auf Liquidität, Vertrauen und Marktpreis.